FinQuartz: Filter für Finanzinformationen

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FinQuartz hat beschlossen, das Problem der wachsenden Informationsflut, von dem auch der Finanzsektor nicht verschont bleibt, anhand von KI-Tools in Angriff zu nehmen. Das Genfer Fintech bietet deshalb Newsfeeds ohne lästige Störgeräusche an. „Above the noise“, wie unsere britischen Freunde zu sagen pflegen.

Worum geht es?
Auf die Akteure der Finanzwelt prasselt eine Flut zunehmend irrelevanter Informationen ein, die ihrer Entscheidungsfindung nicht dienlich ist. FinQuartz identifiziert dank KI-Tools zuverlässige Informationsquellen und wählt die Meldungen aus, die für Anlageportfolios am relevantesten sind.

Welcher Mehrwert wird erzielt?
Die derzeitigen Filterlösungen beruhen nicht auf der Qualität der Informationen, sondern auf Vollständigkeit. FinQuartz rückt die Qualität der Informationen wieder in den Mittelpunkt und analysiert hierzu viele Daten, aus denen ein Minimum an Informationen ausgewählt wird, die Finanzakteure unbedingt beachten müssen. Dabei handelt es sich um Finanzindikatoren wie Kursveränderungen, Handelsvolumen, Volatilität sowie spezifische Medienindikatoren wie Intensität und Tendenz einer Nachricht.
Die FinQuartz-Lösung ermöglicht ausserdem die halbautomatische Generierung informativer Berichte wie beispielsweise Factsheets oder Marketingberichte. So kann ein Relationship Manager in der Anwendung beispielsweise das Portfolio eines Kunden auswählen, das Datum des letzten Gesprächs mit ihm eingeben und alle für die Anlagen des Kunden relevanten Ereignisse anzeigen. Er kann folglich eine individuelle Kundenhistorie erstellen und entsprechend seine Kundenbeziehung optimieren.

Welche Zielgruppe wird angesprochen?
Die Lösungen von FinQuartz richten sich an alle Finanzakteure, einschliesslich grosser Finanzinstitutionen und unabhängiger Vermögensverwalter. Typische Zielkunden, bei denen derartige Lösungen verstärkt zum Einsatz kommen, sind Asset-Manager, Advisory-Teams und Relationship Manager.
Das Unternehmen entwickelt ferner automatisierte Content-Portale für Online-Trading-Plattformen und die Kundenbereiche von Banken. Für Handelsplattformen bedeutet die Personalisierung der Anwendung eine deutliche Verbesserung des „Client Engagements“, sie können sich von der Konkurrenz abheben, eine höhere Anzahl von Trades generieren und Daten erfassen, die eine bessere Analyse der Kunden ermöglichen.

Wer sind die Gründer?
Das Unternehmen wurde von vier Unternehmern, zwei Ingenieuren mit EPFL-Diplom und zwei Finanzexperten – ehemalige Hedgefonds-Trader – gegründet. Schon bald geriet FinQuartz auf den Radar des Genfer Fintech-Inkubators Fintech Fusion und erhielt ein Mandat.

Wie hoch sind die Kosten?
FinQuartz bietet seinen Kunden mehrere Varianten an: ab 50 CHF pro Monat für die Nutzung seiner massgeschneiderten Newsletter und bis 350 CHF pro Monat und Nutzer für die Bereitstellung der kompletten Anwendung, die halbautomatisch Marketingberichte und Factsheets erstellt.
Umfassendere Lösungen, die die Installation von API FinQuartz, d.h. von automatisierten Content-Portalen für Online-Handelsplattformen oder Kundenbereiche von Banken erfordern, werden nach Nutzung abgerechnet.

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