Technologische Weiterentwicklungen für externe Vermögensverwalter

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Von Claudio Scarfone, Head of Financial Intermediaries Switzerland (GFIM), UBS

Die Digitalisierung ist einer der wichtigsten aktuellen Trends. Wo wirkt sich die Digitalisierung in
der Vermögensverwaltung am stärksten aus?
In der Vermögensverwaltung sehe ich vor allem die Digitalisierung der administrativen Prozesse. Entlang dem ganzen Kundenzyklus werden diese dadurch vereinfacht und effizienter gestaltet. Denken Sie dabei an Prozesse wie die Kontoeröffnung, die Übermittlung und Ausführung von Aufträgen oder die automatisierte Bearbeitung von Anfragen aller Art.

Herr Scarfone, welches digitale Offering bieten Sie Ihren Kunden?
Wir unterstützen unsere Kundinnen und Kunden mit einem umfangreichen Angebot für das elektronische Onboarding, Trading und Reporting. Des Weiteren erhalten sie Zugang zu Analysen und Marktentwicklungen von Anlagespezialisten und Portfolio-Managern aus unserem Chief Investment Office. Mit dem Structured Products Investor haben unsere Vermögensverwalter die Möglichkeit, strukturierte Produkte selbst online zu gestalten und handeln. Dieses Feature wurde von unseren Kunden explizit nachgefragt und stellen wir nun über UBS Connect zur Verfügung.

Was schätzen Ihre Kunden von Ihrem Angebot am meisten? Was sind die derzeit beliebtesten Tools?
Generell sind es die Apps welche die Kunden bei administrativen Prozessen unterstützen. Dazu gehören Asset View und Reporting, sowie das umfassende Angebot im Transaktionsbereich mit UBS Connect und FIX. Ebenfalls sehr rege genutzt für die Abfrage von Marktdaten, Zugriff auf virtuelle Portfolios und Fondsvergleiche wird unsere UBS Quotes Plattform.
Generell wird unser Technologie-Angebot sehr geschätzt. Unsere aktuelle Kundenumfrage hat gezeigt, dass mehr als Dreiviertel unserer Kunden ausserordentlich zufrieden sind mit der E-Banking Plattform UBS Connect und den IT-Lösungen, die wir für sie bereitstellen.

Welche Innovationen stehen in diesem Jahr bei Ihnen noch auf der Agenda?
Wir erweitern unsere Funktionen für FIX Schnittstellen im automatischen Handel und für die direkte Verarbeitung von Wertpapieren und schaffen weitere Effizienzen mittels Robotics-Lösungen. Zudem sind wir der OpenWealth-Vereinigung beigetreten, welche sich mit der Standardisierung der Applikationsschnittstellen für die Vermögensverwaltung beschäftigt.

Wie gehen Ihre Kunden mit diesen Entwicklungen um?
Unseren Kundinnen und Kunden sind diese technologischen Fortschritte ebenfalls wichtig. Mit ihnen werden sie effizienter und gewinnen wertvolle Zeit, die wiederum ihren Kunden zugutekommt. Viele Impulse, die in den genannten Innovationen resultieren, kommen direkt von unserer Kundschaft. Der Schlüssel liegt darin, genau hinzuhören, zu verstehen und sich nach den Kundenbedürfnissen auszurichten. Das beste Beispiel hierfür ist der erwähnte Structured Products Investor, den wir neu anbieten.

Welche drei Tipps geben Sie Vermögensverwaltern für die Zukunft mit auf den Weg?
Sich aktiv mit der Digitalisierung auseinandersetzen, Synergien im eigenen Ökosystem nutzen, zum Beispiel in Form von strategisch relevanten Partnerschaften, und sich mit der „Next Generation“ von Kunden und deren veränderten Bedürfnissen befassen.

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