{"id":22093,"date":"2026-01-13T16:51:37","date_gmt":"2026-01-13T15:51:37","guid":{"rendered":"https:\/\/sphere.swiss\/?p=22093"},"modified":"2026-01-13T17:07:07","modified_gmt":"2026-01-13T16:07:07","slug":"premium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sphere.swiss\/de\/premium\/","title":{"rendered":"Premium"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;1px|||||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row disabled_on=&#8220;off|off|off&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; width=&#8220;100%&#8220; max_width=&#8220;903px&#8220; custom_margin=&#8220;0px|809px||auto|false|false&#8220; custom_padding=&#8220;0px||173px||false|false&#8220; disabled=&#8220;on&#8220; global_module=&#8220;580&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; admin_label=&#8220;Colonne&#8220; _builder_version=&#8220;4.27.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_code _builder_version=&#8220;4.27.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; display_conditions=&#8220;W10=&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_code][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8220;2_3,1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;2_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.25.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_font_size=&#8220;33px&#8220; header_line_height=&#8220;1.2em&#8220; header_3_font=&#8220;|300|||||||&#8220; header_3_text_align=&#8220;justify&#8220; header_3_font_size=&#8220;17px&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h1><span style=\"color: #339966;\"><strong>EAM-L\u00f6sungen<\/strong><\/span><\/h1>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_font_size=&#8220;33px&#8220; header_line_height=&#8220;1.2em&#8220; header_3_font=&#8220;|300|||||||&#8220; header_3_text_align=&#8220;justify&#8220; header_3_font_size=&#8220;17px&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Gzim Hasani<\/strong><\/li>\n<li><strong>Gr\u00fcnder und CEO<\/strong><\/li>\n<li><strong>smzh<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>\u00ab Es ist entscheidend, klar zwischen Luxusprodukten und sogenannten Luxury Assets zu unterscheiden. \u00bb<\/strong><\/h2>\n<p>Uhren, Schmuck, Sammlerfahrzeuge, Kunstwerke \u2026 Luxury Assets haben sich in den vergangenen Jahren als eigenst\u00e4ndige Anlageklasse etabliert. Weit entfernt von reiner Konsumlogik folgen diese Objekte heute zunehmend Marktmechanismen, Liquidit\u00e4tsfragen und Prinzipien der Verm\u00f6gensstrukturierung. In diesem Interview erl\u00e4utert Gzim Hasani die zentralen Grundlagen dieses Ansatzes.  <\/p>\n<p>Von J\u00e9r\u00f4me Sicard<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][dnxte_minimal_image_hover image=&#8220;https:\/\/sphere.swiss\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Hassani1250.jpg&#8220; dnxtmih_image_hover_effect=&#8220;effect9&#8243; _builder_version=&#8220;4.27.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; module_alignment=&#8220;center&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/dnxte_minimal_image_hover][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_font=&#8220;|300|||||||&#8220; text_font_size=&#8220;17px&#8220; text_line_height=&#8220;1.9em&#8220; header_font=&#8220;|600|||||||&#8220; header_2_font=&#8220;|600|||||||&#8220; header_2_text_align=&#8220;left&#8220; header_2_font_size=&#8220;31px&#8220; text_orientation=&#8220;justified&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p><strong>Was sind die zentralen Faktoren, die den Luxusmarkt zu einer echten Anlageklasse gemacht haben?<\/strong><\/p>\n<p>Der wichtigste Treiber ist das globale Verm\u00f6genswachstum und die zunehmende Sophistizierung wohlhabender Personen. Luxuswerte haben sich schrittweise von reinen Konsumg\u00fctern hin zu alternativen Anlagen entwickelt. Begonnen hat dies mit erstklassigen Immobilien und sp\u00e4ter kamen Uhren, Schmuck, klassischen Automobilen und ausgew\u00e4hlte Kunstwerke hinzu.  <\/p>\n<p>Was den entscheidenden Wandel brachte, war die Professionalisierung: bessere Bewertungsstandards, tiefere Sekund\u00e4rm\u00e4rkte, verbesserte Liquidit\u00e4t und klare Eigent\u00fcmerstrukturen. Im Kern werden Luxuswerte durch Knappheit und Begehrlichkeit getrieben. Wenn ein Objekt beides vereint, wird es mit anderen Anlageklassen vergleichbar \u2013 mit realen M\u00e4rkten, realer Liquidit\u00e4t und klarer Sensitivit\u00e4t gegen\u00fcber Konjunkturzyklen.   <\/p>\n<p><strong>Wie erkl\u00e4ren Sie, dass Investitionen in Uhren, Autos oder Kunst zeitweise traditionelle Finanzm\u00e4rkte \u00fcbertreffen?<\/strong><\/p>\n<p>Performance ist nicht der Ausgangspunkt. Bewusstsein ist es. Viele Menschen besitzen bereits Luxuswerte, ohne sie als solche zu behandeln. Eine Uhr oder ein Auto wird oft als Konsumgut gesehen, obwohl es faktisch als Verm\u00f6genswert gef\u00fchrt werden sollte.   <\/p>\n<p>Diese Objekte fallen selten auf null. Der entscheidende Unterschied liegt in der Strukturierung: Bewertung, Versicherung, Dokumentation, Weitergabe und Transaktionsf\u00e4higkeit. Sobald Luxuswerte professionell gemanagt werden, wird Performance zur Folge \u2013 nicht zum Ziel.  <\/p>\n<p><strong>Inwiefern hat sich die wirtschaftliche Legitimit\u00e4t von Luxus in den letzten zwei Jahrzehnten gest\u00e4rkt?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist entscheidend, zwischen der Luxusindustrie und echten Luxuswerten zu unterscheiden. Ein grosser Teil der Industrie ist nach wie vor konsumgetrieben. Nur eine begrenzte Anzahl von Marken und Objekten qualifiziert sich als Verm\u00f6genswerte mit nachhaltiger Nachfrage und Wertbest\u00e4ndigkeit.<\/p>\n<p>Dies zeigt sich bei ikonischen Uhren, aussergew\u00f6hnlichen klassischen Autos oder stark wiedererkennbaren Taschen wie der Herm\u00e8s Birkin oder Kelly. Diese Objekte vereinen Knappheit, Markenglaubw\u00fcrdigkeit und funktionierende Sekund\u00e4rm\u00e4rkte. Viele Luxusmarken verkaufen Luxusprodukte, aber keine Luxuswerte \u2013 diese Unterscheidung zu verstehen ist zentral.  <\/p>\n<p><strong>Wie unterscheiden Sie in der Beratung konkret zwischen einem Luxusgut und einem Luxusverm\u00f6genswert?<\/strong><\/p>\n<p>Letztlich entscheidet der Markt. Wie bei Aktien wird der Wert durch langfristige Nachfrage und Markttiefe definiert. Manche G\u00fcter entwickeln sich erst \u00fcber die Zeit zu Verm\u00f6genswerten. Ein Ferrari F40 ist ein gutes Beispiel: einst relativ zug\u00e4nglich, sp\u00e4ter aufgrund von Knappheit und kultureller Bedeutung stark im Wert gestiegen.    <\/p>\n<p>In der Kunst sind drei Faktoren besonders wichtig: der Hintergrund der K\u00fcnstlerin oder des K\u00fcnstlers, die institutionelle Anerkennung und die Frage, ob die Person noch lebt. Nichts davon garantiert Erfolg, erh\u00f6ht aber die Wahrscheinlichkeit. Dieselbe Logik gilt f\u00fcr Uhren oder Autos. Eine Patek Philippe hat schlicht eine deutlich h\u00f6here Wahrscheinlichkeit, auch in f\u00fcnfzig oder hundert Jahren noch einen Markt zu haben, als eine unbekannte unabh\u00e4ngige Marke.   <\/p>\n<p><strong>Welche Rolle spielen Seltenheit, Provenienz und Handwerkskunst f\u00fcr den zuk\u00fcnftigen Wert?<\/strong><\/p>\n<p>Sie sind essenziell, aber f\u00fcr sich allein nicht ausreichend. Langfristiger Wert erfordert auch Vertrauen in die Kontinuit\u00e4t der Marke oder des Handwerks. Grosse H\u00e4user wie Audemars Piguet denken und investieren generationen\u00fcbergreifend.  <\/p>\n<p>Bei klassischen Autos sehen wir bereits Herausforderungen durch das Verschwinden spezialisierter F\u00e4higkeiten. Wartung, Erhalt und Logistik werden deshalb zu zentralen Werttreibern. Dies ist ein Grund, weshalb Uhren und Schmuck oft im Vorteil sind: Sie lassen sich einfacher erhalten, transportieren und versichern \u2013 bei gleichzeitig hoher Wertdichte..   <\/p>\n<p><strong>Wie beurteilen Sie das Spannungsfeld zwischen Risiko, Rendite und emotionaler Zufriedenheit?<\/strong><\/p>\n<p>Emotion ist meist der Einstiegspunkt. Menschen bauen Luxuskollektionen auf, weil sie die Objekte lieben, ihre Geschichten sch\u00e4tzen und sie weitergeben m\u00f6chten. Mit zunehmendem Wert wird Struktur unverzichtbar. Dann gewinnen Governance, Bewertung und Risikomanagement an Bedeutung. Emotion schafft Bindung \u2013 Struktur sch\u00fctzt den Wert.    <\/p>\n<p><strong>Was sind die h\u00e4ufigsten Fehler neuer Investorinnen und Investoren?<\/strong><\/p>\n<p>Der gr\u00f6sste Fehler ist, Preis mit Qualit\u00e4t gleichzusetzen. Ein hoher Preis macht noch keinen Verm\u00f6genswert. Liquidit\u00e4t, Sekund\u00e4rm\u00e4rkte und langfristige Nachfrage werden oft untersch\u00e4tzt.  <\/p>\n<p>Zudem erleben wir spekulative Phasen \u2013 etwa beim Wein nach Covid \u2013 gefolgt von Korrekturen. Das ist normal. Luxusm\u00e4rkte bewegen sich wie alle M\u00e4rkte in Zyklen \u2013 und Disziplin ist entscheidend.  <\/p>\n<p><strong>Wie pr\u00e4gen Nachhaltigkeit und Ethik Investitionsentscheide im Luxusbereich?<br \/><\/strong><\/p>\n<p>Nachhaltigkeit im Luxus bezieht sich weniger auf klassische ESG-Kennzahlen als auf Kontinuit\u00e4t. Die zentrale Frage ist, ob Handwerkskunst, Know-how und Qualit\u00e4t \u00fcber Generationen erhalten bleiben. <\/p>\n<p>F\u00fcr Investorinnen und Investoren bedeutet das, sich auf Marken zu fokussieren, die ihr Humankapital sch\u00fctzen, einer \u00dcberindustrialisierung widerstehen und Produkte schaffen, die auf Langlebigkeit ausgelegt sind. Im Luxus geht es bei Nachhaltigkeit letztlich um Glaubw\u00fcrdigkeit und kulturelle Best\u00e4ndigkeit. <\/p>\n<p><strong>Was unterscheidet kurzfristiges Flipping von einer langfristigen Verm\u00f6gensstrategie?<\/strong><\/p>\n<p>Langfristige Strategien schneiden fast immer besser ab. Wer kauft, h\u00e4lt und \u00fcber Zeit aufbaut, profitiert von kumulierender Nachfrage, Markenst\u00e4rke und Liquidit\u00e4t. Flipping existiert \u2013 insbesondere in gewissen Regionen \u2013 doch Marken wie Rolex zeigen, wie langfristige Fundamentaldaten nachhaltigen Wert schaffen. Das ist keine Spekulation, sondern strukturelle St\u00e4rke.  <\/p>\n<p><strong>Was sind die wichtigsten Leitlinien f\u00fcr die Integration von Luxuswerten in ein globales Portfolio?<\/strong><\/p>\n<p>Die meisten verm\u00f6genden Personen besitzen bereits Luxuswerte \u2013 sie managen sie nur nicht als Teil ihres Portfolios. Entscheidend ist die Integration. Luxuswerte m\u00fcssen bewertet, strukturiert und mit den Gesamtzielen abgestimmt werden.  <\/p>\n<p>Es gibt keine fixe Allokation. Sie h\u00e4ngt von der pers\u00f6nlichen Situation, famili\u00e4ren Strukturen und langfristigen Zielen ab \u2013 und davon, ob diese Verm\u00f6genswerte Flexibilit\u00e4t erh\u00f6hen statt sie einzuschr\u00e4nken. <\/p>\n<p><strong>Gzim Hasani<\/strong><\/p>\n<p><strong>smzh<\/strong><\/p>\n<p>Gzim Hasani leitet smzh, einen unabh\u00e4ngigen Finanzdienstleister, der in den Bereichen Anlagen, Vorsorge, Steuern, Immobilien, Versicherungen und Rechtsstrukturierung t\u00e4tig ist. Er ist Gr\u00fcnder von Impegno &amp; Partners, die sich der Verm\u00f6gensberatung f\u00fcr sehr verm\u00f6gende Kunden widmet. Seine Expertise basiert auf langj\u00e4hrige Erfahrung mit UHNWI-Kunden, insbesondere bei Credit Suisse und Julius B\u00e4r, wo er als Senior Relationship Manager t\u00e4tig war.    <\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_blog_extras use_category_filterable_blog=&#8220;on&#8220; show_all_posts_link=&#8220;on&#8220; posts_number=&#8220;3&#8243; include_categories=&#8220;5&#8243; blog_layout=&#8220;block_extended&#8220; show_author=&#8220;off&#8220; category_meta_colors=&#8220;on&#8220; show_comments=&#8220;off&#8220; show_read_time=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;4.20.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; header_font=&#8220;|600|||||||&#8220; header_font_size=&#8220;20px&#8220; body_font=&#8220;|300|||||||&#8220; body_text_align=&#8220;left&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_blog_extras][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.20.0&#8243; 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