Sustainable Solutions Week
- Géraldine Monchau
- Digital developer
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Ökologische Nachhaltigkeit: eine Generationenpriorität
Die 13. Ausgabe der Gen Z and Millennial Survey von Deloitte befragte fast 23.000 Befragte Menschen in 44 Ländern, um ihre Erfahrungen, Erwartungen am Arbeitsplatz und ihre Beziehung zur Welt im Allgemeinen zu verstehen. Es zeigte sich, dass die ökologische Nachhaltigkeit weiterhin eines der Hauptanliegen der Generation Z und der Millennials ist.

Trotz der grossen Umwälzungen – globale Pandemie, geopolitische Instabilität, historische Inflation und technologischer Wandel – halten die GenZ und die Millennials die ökologische Nachhaltigkeit auf ihrer Prioritätenliste ganz oben. So geben 62% der GenZ und 59% der Millennials an, dass sie sich Sorgen oder Ängste wegen des Klimawandels machen, das entspricht einem Anstieg von zwei Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Als Reaktion darauf ergreifen diese jüngeren Generationen konkrete Massnahmen, um ihre Umweltauswirkungen zu verringern, und fordern die Regierungen auf, eine aktivere Rolle zu spielen, indem sie die Unternehmen zum Handeln auffordern.
Die entscheidende Rolle der Unternehmen
Für die Generation Z und die Millennials haben die Unternehmen eine grosse Chance und einen grossen Einfluss, um den Wandel in Sachen Nachhaltigkeit voranzutreiben. Fast die Hälfte der Befragten der Generation Z (54%) und der Millennials (48%) gibt an, dass sie Druck auf ihre Arbeitgeber ausüben, damit diese Massnahmen gegen den Klimawandel ergreifen. Dieser Trend ist im Vergleich zu 2022 gestiegen. Bei Untätigkeit ihres Unternehmens zögern einige nicht, den Arbeitsplatz oder die Branche zu wechseln. So haben beispielsweise 20% der Generation Z und 19% der Millennials bereits aus Umweltgründen den Arbeitsplatz gewechselt, und 26% bzw. 23% planen dies für die Zukunft.
Die Suche nach engagierten Arbeitgebern
Bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber prüft ein Viertel der befragten jungen Menschen die Umweltpolitik der Organisation, bevor sie eine Stelle annehmen, und ein weiteres Drittel plant, dies in Zukunft zu tun. Referenzen und Umweltpolitik sind für 72% der Generation Z und 71% der Millennials wichtig, wenn sie eine Stelle in Betracht ziehen. Zu den Bereichen, in die sie sich wünschen, dass ihr Arbeitgeber mehr Ressourcen investiert, gehören Bildung und Ausbildung, um sich nachhaltiger zu verhalten, Zuschüsse für nachhaltige Entscheidungen und die Renovierung von Büros, um sie umweltfreundlicher zu gestalten.
Umweltbewusste Verbraucher
Ausserhalb des beruflichen Umfelds legen die Generation Z und die Millennials ein verantwortungsbewusstes Konsumverhalten an den Tag. Viele meiden Fast-Fashion, reduzieren Flugreisen, entscheiden sich für eine vegetarische oder vegane Ernährung oder kaufen Elektrofahrzeuge. Darüber hinaus recherchieren 30% der Generation Z und 29% der Millennials die Umweltauswirkungen von Unternehmen, bevor sie deren Produkte oder Dienstleistungen kaufen. Etwa zwei Drittel sind bereit, für umweltfreundliche Produkte mehr zu bezahlen. Ein Viertel hat seine Beziehungen zu Unternehmen mit nicht nachhaltigen Praktiken eingestellt oder reduziert.
Fortschritte notwendig, aber anerkannt
Obwohl sie der Meinung sind, dass noch weitere Fortschritte gemacht werden müssen, erkennt eine Mehrheit der Befragten die Bemühungen ihrer Arbeitgeber im Kampf gegen den Klimawandel an (59% der Generation Z und 58% der Millennials). Ein ähnlicher Prozentsatz stellt fest, dass ihre Arbeitgeber Schulungen anbieten, um ihre Mitarbeiter auf eine Wirtschaft mit geringem Kohlenstoffausstoss vorzubereiten. Dieser Druck zu mehr Nachhaltigkeit zeigt sich auch in ihren Konsumentscheidungen und beeinflusst die Unternehmen, umweltfreundlichere Praktiken einzuführen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Generation Z und die Millennials die ökologische Nachhaltigkeit als eine Generationenpriorität betrachten. Ihr persönliches Engagement und ihr Einfluss auf Unternehmen zeigen einen klaren Willen, den Klimawandel zu bekämpfen und eine nachhaltigere Zukunft zu fördern.