Sustainable Solutions Week
- Frédéric Dawance
- Managing Partner
- de Pury Pictet Turrettini
Die Goldrevolution in der Schweiz
Die Rückverfolgbarkeit stärken und verantwortungsvolle Praktiken in der Goldindustrie fördern, einen messbaren Einfluss auf handwerkliche Bergbaugemeinschaften und die Umwelt erzielen: Dies sind die Ziele, zu denen sich der Swiss Positive Gold Fund und die Swiss Better Gold Initiative verpflichten.

Die Bedeutung der Schweiz in der globalen Goldindustrie ergibt sich aus ihrem Fachwissen in den Bereichen Raffinierung, Finanzdienstleistungen und Handwerk, insbesondere im Bereich der Uhrenindustrie. Die Stabilität und Neutralität des Landes stärken seine Stellung zusätzlich.
Um ihre Position in dieser konkurrenzintensiven Industrie zu halten, muss die Schweiz sicherstellen, dass das „Swiss made“-Gold nachhaltiger wird und gleichzeitig mehr Wirkung erzielt.
Gold: eine wirtschaftliche Säule mit sozialer Verantwortung
Gold bleibt ein entscheidendes Element der Wirtschaft und des Finanzmarktes mit einem täglichen Handelsvolumen von über USD 130 Milliarden. Mehr als die Hälfte der jährlichen Produktion im Wert von 175 Milliarden US-Dollar (oder 3.000 Tonnen) wird an Finanzinstitutionen verkauft, was von einem soliden Vertrauen in den Wert des gelben Metalls spricht. Vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten ist Gold ein wesentlicher Vermögenswert für Investoren.
Steigende Nachfrage nach physischem Gold
Während Gold innerhalb weniger Monate eine Reihe von historischen Rekorden aufgestellt hat, sind viele Experten der Ansicht, dass die im ersten Quartal 2024 beobachtete Preisentwicklung das Ende einer langen Konsolidierungsphase (2012-2023) markiert.
Mittelfristig dürfte der Markt für physisches Gold weiterhin von mehreren Trends profitieren:
- vermehrte Käufe der Zentralbanken (Dedollarisierung).
- eine stärkere Nachfrage seitens der chinesischen Sparer (Abkehr von Immobilien).
- die Abwertung des Dollars (Verkauf von US-Treasuries).
- die erhöhte Nachfrage aus Indien (Vermögenseffekt)
Die Schweiz, Vorreiterin verantwortlicher Goldproduktion
Die Schweiz raffiniert einen Grossteil des weltweiten Goldes. Akteure wie MKS PAMP stehen an der Spitze verantwortungsbewusster Praktiken, indem sie die Rückverfolgbarkeit und Integrität der Wertschöpfungsketten sicherstellen. Die Rückverfolgbarkeit ist entscheidend im Kampf gegen Geldwäsche, Korruption und unethischem Verhalten. Die Schweiz, die für Luxusgüter und ihren Finanzplatz bekannt ist, sollte sich für die Rückverfolgbarkeit und kürzere Wertschöpfungsketten einsetzen.
Kleinbergbauern, die mit prekären Arbeitsbedingungen kämpfen, müssen anerkannt und unterstützt werden
Kleinbergbauern, die für etwa 20% der weltweiten Goldproduktion verantwortlich sind, arbeiten oft unter unsicheren Bedingungen und verdienen Unterstützung. Weltweit sind mehr als 20 Millionen Arbeiter unter anderem mit Illegalität, einer gefährlichen Umwelt und der Verwendung von Quecksilber konfrontiert.
Die im Jahr 2013 gemeinsam mit dem Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) gegründete Initiative Swiss Better Gold hat sich zum Ziel gesetzt, diese Herausforderungen anzugehen und die Armut in Gemeinschaften von Kleinbergbauern zu verringern. Sie vereint heute 26 Mitglieder, darunter Unternehmen aus dem Schweizer Goldsektor: Juweliere, Affineure, Industrie- und Finanzunternehmen.
„Swiss Better Gold“, ein Modell für nachhaltiges Gold
Die Initiative Swiss Better Gold hat seit 2013 über 16.000 kg nachhaltig produziertes Gold exportiert, das Minenarbeitern zugutekommt, die zusätzlich zum Goldpreis eine Wirkungsprämie erhalten. Die Initiative fördert die Formalisierung und Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kleinbergbauern, die die eigentlichen Stützen dieser Industrie sind. Indem sie sie in den legalen und verantwortungsvollen Kreislauf integriert, baut sie eine fairere, gerechtere und umweltfreundlichere Wertschöpfungskette auf (Wiederaufforstungsprojekte, technische Anreize zur Substitution von Quecksilber usw.). Sie legt den Schwerpunkt auf die Rückverfolgbarkeit und verantwortungsvolle Praktiken und ebnet so den Weg für eine ethischere und nachhaltigere Goldindustrie.
Der Swiss Positive Gold Fonds: Verantwortungsbewusstes physisches Gold
Der von de Pury Pictet Turrettini vor drei Jahren gegründete Swiss Positive Gold Fund investiert in Gold, das einen messbaren Einfluss auf die Kleinbergbauerngemeinschaften und die Umwelt hat. Er bevorzugt verantwortungsbewusste Transaktionen und bezieht sein Gold aus Minen, die von Swiss Better Gold validiert wurden. Die Barren werden bei der Bank Pictet gelagert und stellen den grössten Bestand an Gold mit diesem Qualitätssiegel dar. Die Performance des Fonds reflektiert die Performance des Goldpreises, der in diesem Jahr um mehr als 20% gestiegen ist.
Investoren als Akteure im positiven Goldkreislauf
Indem sie sich an der Seite von Industrieunternehmen und Juwelieren positionieren, die die Herausforderungen der Kleinbergbauern in ihre Produktionslinien integriert haben, können die Anleger günstig an der Transformation der Wertschöpfungsketten des Goldes teilnehmen. Der Swiss Positive Gold Fund ermöglicht seinen Anlegern den Besitz von physischem Gold mit hoher sozialer und ökologischer Wirkung. Er integriert die Swiss Better Gold Technical Assistance-Prämie in den Nettoinventarwert des Fonds, ohne Eintritts- oder Austrittsgebühren zu erheben.
Dieser Fonds ist eine einzigartige Lösung für Kunden, die auf die Performance und die Auswirkungen ihrer Investitionen achten.
Frédéric Dawance
de Pury Pictet Turrettini
Frédéric Dawance ist Fondsmanager des Swiss Positive Gold Fund und seit 2016 Managing Partner bei de Pury Pictet Turrettini. Er verfügt über einen BWL-Abschluss der Universität St. Gallen und einen Master in Wirtschaftswissenschaften der Universität Köln. Seine Karriere begann er als Derivatspezialist bei Pictet in Genf, danach bei CSFB in Zürich und London. Nach zwei Jahren als CFO eines Technologieunternehmens wechselte er 2004 zur Lombard Odier, wo er zunächst für den Handel, dann für Anlageprodukte und schließlich für eine große Gruppe von Privatbankiers verantwortlich war.
de Pury Pictet Turrettini & Cie
de Pury Pictet Turrettini & Cie („PPT“) wurde 1996 von David de Pury, Guillaume Pictet und Henri Turrettini als Vermögensverwaltungsgesellschaft gegründet. Sie verfügt über eine starke Position unter den führenden Vermögensverwaltern in der Schweiz mit ihren Büros in Genf und Zürich und in Europa mit ihrer Niederlassung in Brüssel.
Angetrieben von einem Unternehmergeist ist PPT ständig auf der Suche nach innovativen Anlagemöglichkeiten. Ihre Philosophie beruht auf einem strengen und transparenten Prozess, der die für ihre Wirksamkeit anerkannten Buy and Care®-Prinzipien einbezieht.