Upgrade
Thomas Tietz
Corum
« Wir beteiligen uns aktiv an der Konsolidierungswelle im Markt der uVV »
Nach einem Jahr 2024, das vom „amerikanischen Exzeptionalismus“ geprägt war, wird das Jahr 2025 vor allem voller Unsicherheiten sein. Für Yoann Ignatiew, geschäftsführender Partner bei Rothschild & Co Asset Management, werden die ersten Massnahmen der Trump-Regierung entscheidend sein, da sie sich auf den Rest der Welt auswirken könnten.
Von Jérôme Sicard
Welches ist Ihr Hauptszenario für 2025?
Wir gehen mit einer ausgesprochen zurückhaltenden Positionierung in das Jahr 2025 und beabsichtigen nicht, uns im aktuellen Umfeld erneut in nennenswertem Umfang Risiken auszusetzen. Die Auswirkungen des vergangenen Wahljahres auf die Weltwirtschaft und die zweite Amtszeit von Donald Trump in den USA verstärken die Unsicherheiten in Bezug auf Inflation, Wachstum und Handel. Gleichzeitig müssen sich Anleger in einem Umfeld bewegen, das von einer neuen geopolitischen Realität, Veränderungen in den Lieferketten und der rasanten Entwicklung der künstlichen Intelligenz geprägt ist. Vor diesem Hintergrund sind wir nach wie vor davon überzeugt, dass es noch Chancen gibt.
Wo sehen Sie diese Chancen?
In den USA bleibt der Aktienmarkt dank eines soliden Wirtschaftswachstums, robuster Gewinne und starker Innovationen attraktiv. Obwohl sich die Kapitalströme weiterhin auf die Magnificent Seven konzentrieren, gibt es auch andere Chancen, insbesondere bei Aktien von Banken, die von der versprochenen Deregulierung profitieren dürften. Bei den Unternehmensergebnissen sind die Erwartungen eines extrem hohen Gewinnwachstums von rund 15 % zu beachten. Eine Enttäuschung der Anleger könnte zu umfangreichen Verkäufen führen.
In Europa gibt es trotz der Energieprobleme, der politischen Instabilität und der geringen Produktivität Chancen in den Bereichen Gesundheit, Industrie und Luxus, die von weltweit wettbewerbsfähigen Unternehmen getragen werden. Es ist schwierig, die Schwellenländer als einen homogenen Block zu betrachten, da ihre wirtschaftlichen Charakteristika so unterschiedlich sind. Insgesamt zeigte das Wachstum jedoch eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit und die Inflation ging von den Höchstständen im Jahr 2022 deutlich zurück.
Und wie verhält es sich insbesondere mit China in diesen Schwellenländern?
In China hat die Partei trotz umfangreicher Konjunkturmassnahmen Schwierigkeiten, die Binnennachfrage anzukurbeln. Die Ankündigungen der geldpolitischen Lockerung im November enttäuschten, aber die Regierung hat weiterhin Spielraum, um das Defizit zu erhöhen. Die Wiederwahl von Donald Trump und die Androhung neuer Zölle könnten diesen Druck noch verstärken und Peking dazu zwingen, sich angesichts eines schwierigeren Exportumfelds auf den Binnenkonsum zu konzentrieren. Wir wollen weiterhin dem lokalen Konsum in China und generell in Asien und Lateinamerika Rechnung tragen. Alles in allem geht unser Szenario von einem unsicheren Umfeld aus, in dem geopolitische, inflationäre und wachstumsbedingte Herausforderungen neben Chancen bestehen, insbesondere in spezifischen Sektoren, welche manchmal vernachlässigt werden, genauso wie in widerstandsfähigen regionalen Märkten.
Welche günstigen oder ungünstigen Entwicklungen erwarten Sie im gegenwärtigen Umfeld?
In 2025 könnten mehrere Schlüsselelemente die Märkte beeinflussen. Dazu gehört auch die unterschiedliche Geldpolitik der FED und der EZB. Die FED könnte die Zinsen hoch halten, um eine durch die expansive Politik von Donald Trump angetriebene Inflation einzudämmen, während die EZB eine akkommodierende Haltung einnehmen könnte, um das schwache Wachstum in Europa zu unterstützen. Die ersten 100 Tage des US-Präsidenten werden entscheidend sein: Seine versprochenen Steuersenkungen und Deregulierungen könnten das Wachstum kurzfristig ankurbeln, aber ein verstärkter Protektionismus könnte die Wirtschaft bremsen und die Inflation verschärfen.
Die Aussicht auf einen starken Dollar könnte die US-Exporte belasten und die in Dollar verschuldeten Schwellenländer in Schwierigkeiten bringen. Gleichzeitig muss auch der Trend hin zu künstlicher Intelligenz, die die Aktienströme vereinigt, beobachtet werden. Eine deutliche Korrektur ist zu befürchten, wenn die Anleger von der Fähigkeit der Unternehmen, diese Technologie konkret in Ergebnisse umzusetzen, enttäuscht werden. Darüber hinaus stellt die Entwicklung der KI aufgrund des enormen Bedarfs an Energie eine energiepolitische Herausforderung dar. In Asien muss China sein Wachstum wieder auf die Binnennachfrage konzentrieren, um ein schwierigeres internationales Handelsumfeld zu kompensieren. Auf globaler Ebene bleibt die steigende Staatsverschuldung eine grosse Herausforderung angesichts eines Haushaltsdefizits der USA von 6,3 % des BIP im Jahr 2024 und einer weltweiten Gesamtverschuldung von 93 % des BIP.
Yoann Ignatiew
Rothschild & Co Asset Management
Yoann Ignatiew ist Leiter der Abteilung für internationale und diversifizierte Aktien bei Rothschild & Co Asset Management. Er ist ausserdem Portfoliomanager und Mitglied des Exekutivausschusses. Bevor Yoann Ignatiew 2008 zu Rothschild & Co Asset Management kam, war er nacheinander bei CCF, Morgan Stanley, Ixis AM und Banque Privée Saint Dominique d’actifs tätig. Bei Rothschild & Co Asset Management verwaltet er insbesondere den R-co Valor, seit 2008, den R-co Gold Mining, seit 2012, den R-co Valor Balanced, seit 2018 und den R-co Valor 4Change Global Equity, seit 2021. Im Jahr 2023 wurde er zum geschäftsführenden Partner von ernannt und wurde 2024 Leiter des Bereichs International and Diversified Equity Management. Yoann Ignatiew ist Absolvent des Masterstudiengangs Monnaie, Finance der Universität Paris I Panthéon-Sorbonne.
Sie werden auch mögen
Fanny Eyraud
Jema
„Wir wollten in der Lage sein, mit der Vielfalt zeitgenössischer Vermögen zu arbeiten.“
REDAKTION
redaction[at]sphere.swiss
WERBUNG
advertise[at]sphere.swiss
ABONNEMENT
Kontakt[at]sphere.swiss
VERANSTALTUNGEN
events[at]sphere.swiss
Postfach 1806
CH-1211 Genf 1
© 2023 Sphere Magazine
Website erstellt von Swiss House of Brands
Von der Zulassung von Spot-ETFs, der Tokenisierung von Real World Assets bis hin zu dem Durchbruch von Solana und der beeindruckenden Entwicklung des Bitcoins: Philippe Bekhazi gibt einen Überblick über die wichtigsten Momente, die die Welt der Kryptowährungen im Jahr 2024 geprägt haben.
Kurz vor Ende des Jahres 2024 blicke ich auf die bemerkenswerten Schlüsselmomente zurück, die dieses Jahr in der Kryptowelt geprägt haben. Die Legitimität von Bitcoin als globaler Vermögenswert war noch nie so stark wie heute. Die Zulassungen von Spot-ETFs in den USA und die zunehmende Akzeptanz durch institutionelle Anleger haben den Platz von Kryptowährungen im Mainstream-Finanzwesen gefestigt und schaffen die Voraussetzungen für weitere Investitionsmöglichkeiten im Jahr 2025.
Spot-ETFs festigen den Platz von Kryptowährungen in der traditionellen Finanzwelt
Die Zulassung der Bitcoin- und Ethereum-Spot-ETFs war ein entscheidender Meilenstein, da Branchengrössen, die in diesen Bereich einsteigen, eine breitere Marktbeteiligung fördern. Die rekordverdächtigen Zuflüsse spiegeln die wachsende Nachfrage nach regulierten, sicheren Engagements in Kryptowährungen wider.
Der Bitcoin liegt angesichts von Dynamik und Marktoptimismus klar vorn
Bitcoin hat den Markt dominiert, die Dynamik angekurbelt und die Marke von 100.000 USD überschritten. Jetzt gibt es auch erste Anzeichen für eine «Alt Season».
Politische Entwicklungen und rechtliche Erfolge haben diesen Optimismus verstärkt. Die Wahl von Präsident Trump hat eine kryptofreundliche Agenda nach Washington gebracht, und regulatorische Veränderungen wie der Rücktritt von Gary Gensler signalisieren ein günstigeres Umfeld für die Branche.
Tokenisierung entwickelt sich vom Konzept zur Realität
Eine der spannendsten Entwicklungen stellt das wachsende Interesse an der Tokenisierung dar. RWA-Token (Real World Asset), einschliesslich US-Staatsanleihen und Geldmarktfonds, eröffnen neue Möglichkeiten. Die Tokenisierung steckt zwar noch in den Kinderschuhen, ist aber auf dem besten Weg, sich zu einem zentralen Innovationsmotor zu entwickeln.
Die Resilienz von Kryptowährungen erweist sich als robust gegenüber dem Druck der Weltwirtschaft
Trotz dieser Fortschritte hat das Jahr 2024 auch die Anfälligkeit der traditionellen Finanzsysteme deutlich gemacht. Sowohl die USA als auch Europa haben mit einer Rekordverschuldung und anhaltendem Inflationsdruck zu kämpfen. Die Gesamtverschuldung der Welt ist in den ersten drei Quartalen 2024 um über 12 Billionen USD auf fast 323 Billionen USD gestiegen. Die hohen Haushaltsdefizite der Regierungen deuten darauf hin, dass die Staatsverschuldung bis 2028 um ein Drittel auf fast 130 Billionen USD ansteigen könnte, was die Rückzahlungsrisiken weltweit erhöht.
Und obwohl die Herausforderungen weiter bestehen, bin ich in diesem Jahr besonders beeindruckt, wie resilient die Kryptowährung angesichts all dieser Herausforderungen ist. Investoren, Institutionen und sogar Regierungen erkennen langsam das langfristige Potenzial dieser neuen Anlageklasse, und 2024 hat bewiesen, dass digitale Vermögenswerte auf dem Vormarsch sind.
Ein Ausblick
Mit Blick auf das Jahr 2025 stellt sich nicht die Frage, ob die Entwicklung der Kryptowährung weiter voranschreiten wird. Die Frage ist, wie schnell und in welche Richtung. Aufbauend auf dieser Dynamik sind hier meine wichtigsten Prognosen für das kommende Jahr.
Angesichts des massiven Erfolgs von Krypto-ETFs im Jahr 2024 erwarten wir eine Flut von Altcoin-ETFs auf dem Markt.
Warum das wichtig ist: Altcoins tragen zur Diversifizierung von Portfolios bei und erweitern das Engagement über Bitcoin und Ethereum hinaus.
Warum das wichtig ist: Das Wachstum von Solana könnte als Katalysator für den Erfolg von Projekten innerhalb seines Ökosystems dienen.
Warum das wichtig ist: Der Anstieg des BTC-Preises signalisiert die Dominanz des Vermögenswerts.
Aktives Management wird unverzichtbar werden. Die Anleger werden sich an erfahrene Vermögensverwalter wenden, um Anlagen mit unterdurchschnittlicher Wertentwicklung zu steuern und von der zunehmenden Streuung im digitalen Anlagebereich zu profitieren.
Warum das wichtig ist: Im Zuge der Reifung der Märkte kann eine fachkundige Navigation den Anlegern helfen, überdurchschnittliche Renditen zu erzielen und gleichzeitig die Risiken zu minimieren, um ein strategisches Portfoliowachstum zu gewährleisten.
Warum das wichtig ist: Da die Vorschriften in den USA allmählich klarer werden, könnten sich die Anleger auf eine Positionierung für langfristiges Wachstum konzentrieren
Warum das wichtig ist: Die BTC-Reserven spiegeln einen wachsenden Trend in der strategischen Finanzplanung wider.
Warum das wichtig ist: Der Einsatz von Bitcoin in Unternehmen unterstreicht die wachsende Akzeptanz.
Warum das wichtig ist: KI-gestützte Smart Contracts eröffnen neue Möglichkeiten für Blockchain-Anwendungen und bieten Anlegern Chancen bei Projekten, die auf Innovation und Skalierbarkeit ausgerichtet sind.
Memecoins werden im Jahr 2025 wahrscheinlich mit der Nachhaltigkeit zu kämpfen haben. Mit zunehmender Marktreife werden Projekte mit realen Anwendungsszenarien in den Mittelpunkt rücken und die vom Hype getriebenen Vermögenswerte hinter sich lassen.
Warum das wichtig ist: Da spekulative Anlagen an Kraft verlieren, könnten Anleger davon profitieren, sich auf Projekte mit hohem Nutzen und realen Anwendungen zu konzentrieren.
Warum das wichtig ist: Die Konsolidierung der Branche führt zu stärkeren, widerstandsfähigeren Akteuren.
Vous aimerez aussi
Fanny Eyraud
Jema
„Wir wollten in der Lage sein, mit der Vielfalt zeitgenössischer Vermögen zu arbeiten.“
RÉDACTION
redaction[at]sphere.swiss
PUBLICITÉ
advertise[at]sphere.swiss
ABONNEMENT
contact[at]sphere.swiss
ÉVÉNEMENTS
events[at]sphere.swiss
Case postale 1806
CH-1211 Genève 1
© 2023 Sphere Magazine
Site réalisé par Swiss House of Brands
WHVP, der unabhängige Vermögensverwalter aus Zürich, setzt nun schon seit über zwei Jahren künstliche Intelligenz ein, um einige seiner Prozesse zu optimieren, insbesondere im Rahmen seiner Marketing- und Vertriebsbemühungen. Zunehmend aber auch für sekundäre Aufgaben im Zusammenhang mit dem Portfoliomanagement. Jamie Vrijhof-Droese erläutert hier, wie weit das geht.
Von Jérôme Sicard
Welche Initiativen haben Sie bei der Nutzung von KI zuerst ergriffen?
Wir haben Ende 2022 damit begonnen generative KI zu nutzen, als OpenAI ChatGPT einführte. Wie viele andere auch, haben wir mit relativ einfachen Aufgaben angefangen. Zunächst lag unser Schwerpunkt auf dem Content Marketing. Als allererstes haben wir mit KI unsere Blogbeiträge optimiert. Wir nahmen bestehende Artikel und nutzten das Tool, um sie umzuschreiben – sodass sie prägnanter und suchmaschinenoptimierter waren.
Darauf aufbauend haben wir mit der Erstellung von Gliederungen für neue Blogbeiträge experimentiert und sind dann dazu übergegangen, ganze Artikel komplett neu zu erstellen. Wir begannen auch, KI für LinkedIn-Beiträge und andere Inhalte für soziale Medien zu verwenden. Zu Beginn lag unser Hauptaugenmerk fast ausschliesslich auf der Erstellung von Texten für Marketingzwecke.
Wie haben Sie seither die Nutzung erweitert? Wofür nutzen Sie KI heute?
Wir nutzen KI immer noch hauptsächlich für Support-Funktionen – in unserem Kerngeschäft spielt sie noch keine grosse Rolle. Neben dem Erstellen von Content, hat sie hat sich auch als unglaublich nützlich für die Erstellung von Content-Plänen erwiesen. Wir nutzen sie auch, um unser Netzwerk zu erweitern, indem wir Listen potenzieller Geschäftspartner in den USA erstellen, die wir per Kaltakquise kontaktieren können.
Neben dem Networking hat uns die KI auch geholfen, die Design- und Präsentationsarbeit des Unternehmens zu verbessern. Wir verwenden sie regelmässig zur Optimierung von Layouts.
Ebenso haben wir unsere Marktberichte verbessert und sie klarer und prägnanter formuliert. Und natürlich nutzen wir KI für Übersetzungen und Zusammenfassungen. Da wir grenzüberschreitend tätig sind, erweist sich diese Technologie für die Übersetzung vom Deutschen ins Englische als äusserst effizient.
Was wir jetzt im Auge haben, ist die Kundenakquise. In den USA gab es bereits die ersten Vermögensverwalter, die direkt über ChatGPT Kunden akquiriert haben, und wir sind optimistisch, dass dieser Trend bald auch uns erreichen wird. Wir bereiten uns auf den nächsten Schritt vor, indem wir unsere Inhalte so gestalten, dass sie nicht nur für Suchmaschinen, sondern auch für generative KI optimiert sind.
Wie setzen Sie sie konkret im Rahmen der Portfolioverwaltung ein?
Wir sind noch sehr in der Experimentierphase. Wie ich bereits erwähnt habe, ist KI für uns noch kein wichtiges Tool im Kerngeschäft. Es lassen sich aber beispielsweise Finanzberichte mithilfe von KI schnell und effizient zusammenfassen. Bei anonymisierten Portfolios können auch Parameter eingegeben werden und das System kann überprüfen, wo genau das Portfolio von diesen Benchmarks abweicht. KI ist auch nützlich für das Brainstorming von Anlageideen. Wenn Sie eine Portfoliostrategie oder Argumente für eine Anlage haben, können Sie KI als eine Art Brainstorming-Partner nutzen, um Schwachpunkte zu erkennen oder potenzielle Risiken zu bewerten.
Für uns ist es sehr wichtig, dass die Anlageentscheidungen intern von erfahrenen Fachleuten getroffen werden, die ein tiefes und umfassendes Verständnis unserer Kunden, der Finanzmärkte und der Aktienauswahl haben. Dennoch kann es sehr wertvoll sein, ein Tool wie ChatGPT als zusätzliche Entscheidungshilfe zu nutzen – einfach um sicherzustellen, dass nichts übersehen wurde.
Wie beurteilen Sie den Nutzen, den Sie aus dem Einsatz von KI ziehen?
Der grösste Effekt ist sicherlich die Effizienzsteigerung, vor allem in den Bereichen Marketing und Kommunikation, wo wir die Zeit, die wir für die Erstellung solcher Dinge benötigen, wahrscheinlich halbiert haben.
In welchem Bereich hat Ihnen die KI bisher am meisten gebracht?
Im Moment wohl vor allem in den Bereichen Kommunikation und Vertrieb. Ich glaube nicht, dass wir uns in absehbarer Zeit auf KI als vertrauenswürdiges Tool für das Portfoliomanagement verlassen können. Aber für Aufgaben wie die Erstellung von Marketingtexten, die Verbesserung der E-Mail-Kommunikation, die Verbesserung von Marktberichten oder sogar die Erstellung von Bildern – sodass man nicht mehr auf Stockfotos angewiesen ist – erweist sich KI bereits als äusserst effektiv.
In den nächsten ein bis zwei Jahren werden diese Bereiche wahrscheinlich zu einem Hauptschwerpunkt der KI-Integration werden. Aber wenn man das langfristige Potenzial dieser Tools bedenkt, sind die Möglichkeiten wirklich endlos.
Wo wird KI Ihrer Meinung nach in Zukunft für Sie am nützlichsten sein?
Die Einschränkungen ergeben sich aus den Risiken, die damit verbunden sind. So sind beispielsweise der Datenschutz und die Einhaltung des Bankgeheimnisses wichtige Aspekte. Die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien hat natürlich höchste Priorität.
Die Modelle, die wir heute verwenden, sind noch relativ primitiv im Vergleich zu dem, was wir in Zukunft sehen werden. Die Veränderungen schreiten jedoch so schnell voran, dass es für die Nutzer unerlässlich ist, weiter zu experimentieren – verschiedene Ansätze auszuprobieren, herauszufinden, was für sie am besten funktioniert, und durch systematisches Austesten die Systeme zielführend zu nutzen, sowie auch deren Grenzen zu erkennen.
Wie viele Vollzeitbeschäftigte werden durch die künstliche Intelligenz konkret eingespart?
KI wird hochqualifizierte Mitarbeitende wie die, die wir haben, nicht ersetzen. Stattdessen wird wohl jeder Mitarbeitende KI in seine tägliche Arbeit integrieren. Ich glaube nicht, dass KI ein eigener Tätigkeitsbereich werden wird – sie wird eher als ein Tool oder System fungieren, das jeder im Unternehmen nutzt.
Die meisten Mitarbeitenden, selbst in der Vermögensverwaltung, nutzen wahrscheinlich bereits irgendeine Form der KI-Unterstützung in ihrem Arbeitsalltag. Daher ist es für Unternehmen wichtig, klare Richtlinien für die Nutzung von KI aufzustellen – zu entscheiden, was unterstützt wird und was verboten ist, und sicherzustellen, dass die Mitarbeitenden über diese Richtlinien gut informiert sind.
So ist beispielsweise die Einhaltung der Gesetze und Regularien beim Einsatz von KI nicht zu vernachlässigen. Es ist wichtig, dass Unternehmen ihre Teams proaktiv über die Einschränkungen und zulässigen Methoden für den Einsatz von KI-Tools aufklären. Früher oder später wird jeder Einzelne sie in irgendeiner Form einsetzen.
Jamie Vrijhof-Droese
WHVP
Jamie Vrijhof-Droese ist Geschäftsführerin bei dem unabhängigen Vermögensverwalter WHVP und verfügt über langjährige Erfahrung in der Finanzbranche. Sie hat sich auf die Betreuung von US-amerikanischen Kunden spezialisiert und engagiert sich zudem im Vorstand des Verbandes Schweizerischer Vermögensverwalter. Ihre Karriere begann 2009 bei der Credit Suisse, gefolgt von mehreren Jahren bei einem spezialisierten Finanzplaner. Jamie Vrijhof-Droese ist Co-Autorin des Buches «Swiss Money Secrets» (Banyan Hill Publishing, 2018) und besitzt einen Bachelor-Abschluss in Bank- und Finanzwesen sowie einen MBA der Universität St. Gallen.
Fanny Eyraud
Jema
„Wir wollten in der Lage sein, mit der Vielfalt zeitgenössischer Vermögen zu arbeiten.“
REDAKTION
redaction[at]sphere.swiss
WERBUNG
advertise[at]sphere.swiss
ABONNEMENT
Kontakt[at]sphere.swiss
VERANSTALTUNGEN
events[at]sphere.swiss
Postfach 1806
CH-1211 Genf 1
© 2023 Sphere Magazine
Website erstellt von Swiss House of Brands
Nachdem Cédric Dingens letzten Monat eine Bilanz der Hedgefonds für 2024 gezogen hat, gibt er nun einen Ausblick auf 2025 und erläutert die Strategien, die das grösste Potenzial in einem sich entwickelnden Sektor aufweisen.
Von Jérôme Sicard
Wo halten Sie es im kommenden Jahr für denkbar, Alpha zu generieren?
Globale Makrostrategien werden weiterhin ihre Stärken ausspielen, auch wenn es nicht einfach sein wird. Relative-Value-Strategien im Zinsbereich haben in diesem Jahr nicht gut funktioniert und ich denke, dass sie 2025 wieder an Bedeutung gewinnen werden. Die Kombination aus hoher Verschuldung und politischen Unsicherheiten in einigen Ländern begünstigt sprunghafte Zinsentwicklungen. Da die Kredit-Spreads vor dem Hintergrund der Konjunkturabschwächung in Europa nahezu historische Tiefststände erreicht haben, dürften Credit-Long/Short-Strategien zudem attraktive risikoadjustierte Renditen bieten. Generell sind die Voraussetzungen für eine weiterhin gute Performance von Hedgefonds gegeben: standardisierte Zinssätze, eine starke sektorale und geografische Streuung und eine anhaltende Volatilität der verschiedenen Anlageklassen.
Wie sieht die Welt der Hedgefonds heute aus?
Mit Assets von über 4’500 Milliarden Dollaren ist der Bereich der Hedgefonds kompakt, vielfältig und interessant. Plattformen mit mehreren Asset Managern haben in den letzten drei bis vier Jahren viel Vermögen auf sich vereint und machen heute mehr als 20 % der Branche aus. Sie vergeben immer mehr Kapital an externe Asset Manager mit einer historisch einmaligen Schlagkraft. Dies zeigt sich in den restriktiveren Liquiditätsbedingungen, die den Anlegern auferlegt werden – hier kann man eine Form der Konvergenz zwischen der Welt der Hedgefonds und der Private-Equity-Branche sehen –, und in den Kostenstrukturen der «Pass-Through-Ausgaben». Im Hinblick auf den letzten Punkt erstatten die Anleger direkt bestimmte spezifische Ausgaben, die mit der Verwaltung und dem Betrieb des Fonds verbunden sind, zusätzlich zu den traditionellen Kosten für die Verwaltung und Performance. Der Grund dafür ist einfach: Sie wollen die besten Trader gewinnen. Letztendlich geht es darum, richtig einzuschätzen, ob sich der Aufwand lohnt.
Aber wir sollten und nicht täuschen lassen: Wir finden erstklassige Asset Manager mit hohem Mehrwert in allen Arten von Strategien – Global Macro, Equity Long/Short, Event-Driven, Credit Long/Short, Systematic – mit unterschiedlichen Umfängen. Die Unternehmenskultur ist wichtig, damit sich die Trader entfalten können. Die Kenntnis des Ökosystems und die Suche sind nach wie vor wesentliche Faktoren für den Aufbau eines hochwertigen Portfolios.
Wie wird sich dieser Bereich Ihrer Meinung nach weiterentwickeln?
Die Hedgefonds-Branche ist relativ ausgereift, aber in ständiger Entwicklung begriffen. Ich sehe aus mehreren Gründen eine positive Tendenz.
Erstens sehen wir zwar den unaufhaltsamen Aufstieg des passiven Managements, der in vielerlei Hinsicht gerechtfertigt ist, doch die Nachfrage nach ausgefeilteren Strategien, die Alpha generieren und einen grösseren «psychologischen Komfort» bieten, wird weiter zunehmen. Privatkunden ab einer gewissen Grösse haben in der Regel eine Allokation im Bereich der alternativen Anlagenverwaltung.
Zweitens, ohne der Entwicklung der Aktienmärkte vorgreifen zu wollen, befinden wir uns jetzt in einem «Bullenmarkt», der seit über zehn Jahren andauert. Wir haben aus der Vergangenheit gelernt, dass es Zyklen gibt und dass wir vor komplizierteren Zeiten nicht gefeit sind. Zudem hat ein Grossteil der Strategien ein Profil, das eine interessante Alternative zu einer Anleihenallokation darstellt, und die kurzfristigen Zinsen sind eher rückläufig.
Und schliesslich gab es in den letzten Jahren eine zunehmende Angst vor gesetzlichen Vorschriften. Dennoch geht die Wahl Trumps in den USA und die Ernennung von Scott Bessent zum US-Finanzminister – einem Hedgefondsmanager, der einen Grossteil seiner Karriere bei George Soros verbracht hat und den wir gut kennen – in die richtige Richtung.
Letztendlich ist es eine Frage der Anlagephilosophie und ob wir ein aktiv verwaltetes Portfolio in Bezug auf das Risiko haben wollen oder nicht. Ferner bleibt die Angleichung der Interessen der Eckpfeiler jeder Hedgefonds-Investition.
Wie suchen alternative Asset Manager heute nach Innovationen, um ihre «Hightech»-Dimension zu bewahren?
Sie zögern nicht, sich die beste IT/Cloud-Infrastruktur für ihr Arbeitsumfeld zu nutzen. Der Besitz eines leistungsfähigen IT-Systems ermöglicht den Zugriff auf Daten in Echtzeit, eine optimale Modellierungs-, Ausführungs- und Risikomanagementfähigkeit.
Hedgefonds zählten zu den Vorreitern bei der Nutzung von Big Data und insbesondere von innovativen alternativen Daten, um Trends früher als andere am Markt zu erkennen. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit und die Suche kann hier einen Unterschied machen. Obwohl sie unter einem harten Wettbewerb seitens der Tech-Unternehmen um die besten Talente – die Geeks unter den Geeks! – zu leiden hatten, geht der Trend nun eher in Richtung Zusammenarbeit.
Letztendlich führt der Einsatz von KI zu Zeitersparnis und einer besseren Analysefähigkeit in komplexen Datensätzen. Algorithmen des maschinellen Lernens helfen dabei, verschiedene Strategien in Echtzeit zu modellieren und zu testen, wodurch die Vorhersagbarkeit von Marktbewegungen verbessert wird.
Cédric Dingens
NS Partners
Cédric Dingens leitet den Bereich „Investment Solutions & Institutional Clients“ bei NS Partners. Cédric begann seine Karriere 2001 bei der Banque du Luxembourg. Im darauffolgenden Jahr wechselte er als Portfoliomanager zu Notz Stucki in Luxemburg. Er entwickelte das interne Rahmenwerk für quantitatives Risikomanagement, bevor er 2010 zum Leiter des Risikomanagements in Genf ernannt und 2016 in seine aktuelle Position befördert wurde. Er hat einen Abschluss in Quantitative Finance von der École nationale supérieure des mines de Nancy (Frankreich) und ist Chartered Alternative Investment Analyst.
Sie werden auch mögen
Fanny Eyraud
Jema
„Wir wollten in der Lage sein, mit der Vielfalt zeitgenössischer Vermögen zu arbeiten.“
REDAKTION
redaction[at]sphere.swiss
WERBUNG
advertise[at]sphere.swiss
ABONNEMENT
Kontakt[at]sphere.swiss
VERANSTALTUNGEN
events[at]sphere.swiss
Postfach 1806
CH-1211 Genf 1
© 2023 Sphere Magazine
Website erstellt von Swiss House of Brands
Durch die Ergänzung ihres Dienstleistungsangebots um Vorsorgelösungen können unabhängige Vermögensverwalter ihren Kunden eine umfassendere und ganzheitlichere Betreuung bieten, wie Elias Wittlin, ein Spezialist auf diesem Gebiet, hier erläutert.
Elias Wittlin, was sind derzeit die grössten Herausforderungen für Pensionskassen und wie lassen sie sich bewältigen?
Der demografische Wandel und das anhaltende Niedrigzinsumfeld stellen erhebliche Herausforderungen für Vorsorgeeinrichtungen dar. Die BVG-Reform wurde in der Volksabstimmung vom September 2024 abgelehnt. Ein zentrales Element dieser Reform war die viel diskutierte Senkung des Umwandlungssatzes im obligatorischen Teil von 6,8% auf 6,0%. Trotz der Dringlichkeit bleiben die Pensionskassen aufgrund der Ablehnung der Reform durch das Schweizer Volk weiterhin mit unveränderten Rahmenbedingungen konfrontiert.
Der Reformstau hält indessen an, und der gesetzlich festgelegte Umwandlungssatz von 6,8% entspricht weiterhin nicht der Realität; er impliziert bei der heutigen Lebenserwartung eine Zinsgarantie von rund 5%. Es ist jedoch anzumerken, dass Pensionskassen im überobligatorischen Bereich freier in der Gestaltung der Leistungen sind, unter anderem können sie die Umwandlungssätze tiefer ansetzen. Der durchschnittliche Umwandlungssatz im Jahr 2023 lag bei rund 5,3%, was zeigt, dass die Pensionskassen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Dennoch stellen die gesetzlich verankerten Umwandlungssätze die Pensionskassen vor grosse Herausforderungen. Sie müssen Rückstellungen für künftige Pensionierungsverluste bilden, die wiederum die Verzinsung der Guthaben der aktiven Versicherten belasten. Die jüngeren, noch erwerbstätigen Versicherten tragen diese Belastung, indem sie eine geringere Verzinsung ihrer überobligatorischen Altersguthaben in Kauf nehmen müssen.
Eine Möglichkeit, diese systemfremde Umverteilung zu vermeiden, bietet sich im überobligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge. So können Unternehmen beispielsweise Angestellte mit Löhnen über CHF 136 080 (ab 2025) vor der Umverteilung schützen, indem sie ihnen eine 1e-Vorsorgelösung anbieten. Dies ermöglicht es den Versicherten, ihr Altersguthaben entsprechend ihrem individuellen Risikoprofil anzulegen. Die erzielte Rendite, ob positiv oder negativ, wird direkt dem individuellen Vorsorgeguthaben gutgeschrieben oder belastet.
Welche Vorteile bietet eine 1e-Vorsorgelösung für den Arbeitgeber?
Eine 1e-Vorsorgelösung kann ein wichtiger Bestandteil eines wettbewerbsfähigen Vergütungspakets sein, um sich als attraktiver Arbeitgeber positionieren zu können. Bei einem Stellenwechsel achten Arbeitnehmende immer mehr auf die Ausgestaltung der Pensionskasse des Arbeitgebers. Eine 1e-Vorsorgelösung kanndazu beitragen, die besten Talente zu gewinnen. Ein weiterer Vorteil einer 1e-Vorsorgelösung besteht darin, dass sie keine Sanierungsrisiken für den Arbeitgeber birgt, da eine Unterdeckung nicht möglich ist. Nicht zuletzt sind die Kosten für die Risikoleistungen bei solchen Lösungen oft geringer.
Was bietet Julius Bär externen Vermögensverwaltern (EAMs) in diesem Bereich an?
Julius Bär arbeitet mit verschiedenen Vorsorge- und Freizügigkeitsstiftungen zusammen, die es den externen Vermögensverwaltern erlauben, Vorsorgevermögen ihrer Kundinnen und Kunden zu verwalten. Wir fungieren als Depotbank, während unsere Partner den vorsorgerechtlichen Teil abdecken.
Was sind die Vorteile für EAMs?
Die Erweiterung ihres Dienstleistungsangebots um Vorsorgelösungen ermöglicht es EAMs, ihre Kundschaft gesamtheitlich zu beraten. Des Weiteren kann die Anlagestrategie im Vorsorgebereich auf die im Privatvermögen abgestimmt werden. Der Kundschaft kann dadurch eine umfassende Lösung aus einer Hand geboten werden. Ein Beispiel aus der Praxis: Aus steuerlicher Sicht kann es sinnvoll sein, dividendenstarke Aktien innerhalb der Vorsorge zu halten, während Anlagevehikel mit Kapitalgewinnpotenzial im Privatvermögen gehalten werden sollten. Bei unseren Lösungen kann der EAM die Anlagestrategie individuell anpassen, und es besteht auch die Möglichkeit, direkt in Aktien und Anleihen zu investieren.
Gibt es spezielle Anlagerichtlinien, die bei der Verwaltung von Vorsorgegeldern beachtet werden müssen?
Für die Verwaltung von Vorsorgegeldern gelten die Anlagevorschriften der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2). Auf Basis dieser Anlagevorschriften erstellt der Stiftungsrat der Vorsorge- oder Freizügigkeitsstiftung ein Anlagereglement, das bei der Anlage der Vorsorgegelder eingehalten werden muss. Die Verordnung BVV 2 sieht zwar Kategorienbegrenzungen vor, wie zum Beispiel eine maximale Aktienquote von 50%. Vorsorge- oder Freizügigkeitsstiftungen können jedoch in ihren Reglementen davon abweichen und höhere Aktienquoten zulassen, solange der Grundsatz der angemessenen Risikoverteilung gewahrt bleibt. Tatsächlich bieten viele 1e-Vorsorge- und Freizügigkeitsstiftungen den Versicherten heute die Möglichkeit, bis zu 85% oder mehr ihres Vorsorgekapitals in Aktien zu investieren.
Elias Wittlin
Bank Julius Bär
Elias Wittlin ist ein erfahrener Spezialist für Vorsorgelösungen bei Julius Bär. Er entwirft personalisierte Vorsorgestrategien, die auf die individuellen finanziellen Ziele der jeweiligen Kundin oder des jeweiligen Kunden abgestimmt sind. Als Finanzplaner mit eidgenössischem Fachausweis kennt er sich bestens mit komplexen Vorsorgesystemen und Anlagemöglichkeiten aus. Elias Wittlin unterstützt unsere Kundinnen und Kunden bei der Optimierung ihrer Vorsorge mit innovativen Lösungen wie 1e-Vorsorgeplänen zur Verbesserung ihrer finanziellen Absicherung. Er ist bestrebt, in der sich ständig verändernden Vorsorgelandschaft zukunftsweisende Strategien zu entwickeln und für seine Kundinnen und Kunden langfristige Werte zu schaffen.
Vous aimerez aussi
Fanny Eyraud
Jema
„Wir wollten in der Lage sein, mit der Vielfalt zeitgenössischer Vermögen zu arbeiten.“
RÉDACTION
redaction[at]sphere.swiss
PUBLICITÉ
advertise[at]sphere.swiss
ABONNEMENT
contact[at]sphere.swiss
ÉVÉNEMENTS
events[at]sphere.swiss
Case postale 1806
CH-1211 Genève 1
© 2023 Sphere Magazine
Site réalisé par Swiss House of Brands