Big Bang
Jérôme Sicard
SPHERE
Der unaufhaltsame Aufstieg der privaten Märkte
Stablecoins wurden durch steigende Zinsen beflügelt. Die verschiedenen Emittenten liefern sich eine erbarmungslose Schlacht um Marktanteile, und die Aufsichtsbehörden, vor allem in den USA, ziehen die Zügel an, um einen weiteren Skandal im Universum der digitalen Assets zu verhindern. Von Christophe Magnin AtonRâ
Stablecoins spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem der Kryptowährungen. Da sie an einen Basiswert – in der Regel an den US-Dollar – oder an einen Korb von Vermögenswerten gekoppelt sind, unterliegen Stablecoins anders als der Bitcoin oder andere Kryptos keinen Schwankungen und dienen daher als Reservewert. Sie beruhen auf verschiedenen Blockchain-Protokollen und nutzen deren attraktive Vorteile im Vergleich zu traditionellen Währungen. Aus diesem Grund sind sie fortlaufend verfügbar, können praktisch in Echtzeit verkauft werden und bieten eine Gewisse Transparenz und Rückverfolgbarkeit.
Die Einsatzmöglichkeiten von Stablecoins sind breit gestreut. Aufgrund ihres Designs stellen sie die Verbindung zwischen der traditionellen Finanzwelt und ihrem digitalen Pendant her. Immer mehr Online-Händler erweitern ihre Zahlungsmethoden und bieten Zahlungen mit Stablecoins an, wodurch insbesondere internationale Geldtransfers für einen Bruchteil der üblichen Kosten ermöglicht werden.
In der dezentralen Finanzwirtschaft werden Stablecoins für die Aufnahme und Vergabe von Krediten oder die Bereitstellung von Liquidität an dezentralen Börsen und für andere DeFi-Protokolle verwendet. Institutionelle Investoren verwenden Stablecoins für den Kauf, Verkauf oder Swaps ihrer Krypto-Allokation.
Ein gewaltiger Markt
Noch Ende 2019 waren Stablecoins im Wert von unter 5 Milliarden US-Dollar im Umlauf – inzwischen hat der Vormarsch von Kryptos ganz neue Fakten geschaffen. Mittlerweile entfallen auf die Akteure etwa 135 Milliarden US-Dollar, wenngleich die Zahl infolge mehrerer Skandale und Betrugsfälle, von denen die Branche 2022 erschüttert wurde, leicht rückläufig ist. Da die Digitalisierung unaufhörlich voranschreitet und die Tokenisierung aller Arten von Vermögenswerten unmittelbar bevorsteht, dürfte der Markt für Stablecoins künftig ein kräftiges Wachstum verzeichnen
ein echter Glücksfall für seine Emittenten. Mehr Stablecoins im Umlauf bedeutet aber auch mehr Reserven, die zu verwalten und wohl auch zu investieren sind. Inzwischen werden über 100 verschiedene Stablecoins auf dem Markt angeboten. Obwohl jeder spezifische Konstruktionsmerkmale aufweist, sind die wichtigsten Stablecoins mit klassischen Basiswerten besichert. Einige halten nur Cash, andere legen die Einlagen in eher kurzfristige Zinsinstrumente an. Infolge des Höhenflugs der US-Zinsen konnten die Emittenten Milliarden von Dollar mit Investitionen erzielen, die eine stabile Kopplung an den Referenzwert garantieren. Diese Anlageerträge sind fast mit einer Nettomarge vergleichbar, zumal die Inhaber von Stablecoins in der Regel keine Zinsen aus den Reserven erhalten.
Doch es gibt einige Probleme: Über 90% des Markts entfallen auf nur 4 Stablecoins – USDT, USDC, BUSD und DAI, wobei der Marktanteil des von Tether verwalteten USDT bei über 50% liegt. Dieser Stablecoin profitiert davon, dass er einer der ersten Player am Markt war, und dass er entscheidende Beziehungen zu den grössten Handelsplätzen aufbauen konnte. Problematisch ist allerdings die Transparenz in Bezug auf die Reserven, die als Sicherheit dienen. Obwohl das Unternehmen seine Transparenz verbessert hat, werden immer noch 15% bis 20% der Reserven in illiquide und volatile Assets wie Kryptowährungen, Darlehen, Unternehmensanleihen usw. investiert. Bei Ausbruch einer Panik bei den Anlegern könnte Tether zum Verkauf dieser Vermögenswerte mit einem Abschlag gezwungen sein, wodurch der USDT seine Parität mit dem US-Dollar einbüssen würde.
Im Visier der Aufsichtsbehörde
Mehrere US-Behörden beschäftigen sich mit dem Design von Stablecoins mit dem Ziel, die Risiken für Kleinanleger und das Finanzsystem als Ganzes zu senken. Auf den Punkt gebracht: Wenn die Reserven aus Finanzinstrumenten bestehen, dann wird der Stablecoin als Finanzinstrument betrachtet. So wies die US-Wertpapierbehörde SEC den in den USA ansässigen Emittenten des BUSD, Paxos, an, die Ausgabe des BUSD gänzlich einzustellen. Die Reserven waren unter anderem in langfristige US-Staatsanleihen investiert worden.
Andere Stablecoins, insbesondere der USDC von Circle und Coinbase, versuchen, durch das Raster der Behörden zu fallen, indem sie ein „E-Money“ anbieten, dessen Sicherheiten nur aus Cash und T-Bills mit einer Laufzeit von 90 Tagen bestehen. Hochwertige Sicherheiten bedeuten nicht unbedingt, dass es kein Risiko gibt. Der USDC verlor zeitweise seinen Peg zum Dollar, während ein Teil des Bargelds bei der nicht mehr existierenden Silicon Valley Bank (SVB) hinterlegt war.
Eine Zwangseinstellung des USDT oder USDC könnte die Liquidität des Krypto-Markts in Mitleidenschaft ziehen. Allerdings hat diese Branche bereits vielfach bewiesen, dass sie sich erholen und an einen neuen Status quo anpassen kann. Die Finanzinnovation mittels Blockchain steht erst am Anfang, doch Stablecoins dürften auch weiterhin eine wichtige Rolle im Ökosystem einnehmen, zumindest solange, bis digitale Zentralbankwährungen zur Verfügung stehen. Doch angesichts der Dynamik dieser Projekte in den Industrieländern sehen Stablecoins lukrativen Zeiten entgegen!
Christophe Magnin
AtonRâ
Christophe Magnin, CFA, ist Head of Investments von AtonRâ Partners, ein Spezialist für thematische Investments mit Sitz in Genf. Er verantwortet vor allem Strategien im Zusammenhang mit der Digitalisierung von Finanzdienstleistungen. Zuvor war Magnin Investmentmanager bei And Private Wealth und Mitglied des Investmentteams der Banque Hinduja. Christophe Christophe Magnin verfügt über einen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften der HEC Lausanne und einen Master in Financial Engineering der Nanyang Technological University in Singapur.
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Die anhaltende und starke Inflation war einer der Hauptfaktoren für die Volatilität im Jahr 2022. Obwohl die Inflation in den kommenden Quartalen ihren Höhepunkt erreichen könnte, sollten Anleger nicht mit einem baldigen Rückgang der Volatilität rechnen.
Die Daten unterstreichen auch das Ausmass der Volatilität im vergangenen Jahr. Der Aktienvolatilitätsindex VIX schloss an 94 Prozent der Handelstage über seinem historischen Durchschnitt, der MOVE-Index des Anleihemarktes lag an 87 Prozent der Handelstage über dem Durchschnitt, und der S&P 500 bewegte sich täglich 61 Mal um mehr als zwei Prozent, während es 2021 nur sieben Mal der Fall war.
Vor diesem Hintergrund waren die Zentralbanken gezwungen, die Zinssätze aggressiv anzuheben, um ihr wichtigstes Gut zu bewahren: ihre Glaubwürdigkeit. Das kollektive Versäumnis, die Inflation zu erkennen und zu kontrollieren, könnte immer noch zu anhaltendem Inflationsdruck zweiter Ordnung und einer harten Landung der Volkswirtschaften führen.
Trotzdem glauben wir, dass die Märkte in den nächsten Quartalen eine gewisse Erleichterung durch einen möglichen Höhepunkt sowohl der Inflation als auch der aggressiven Haltung der Zentralbanken erfahren könnten. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Volatilität auch 2023 hoch und anfällig für plötzliche Ausschläge bleiben wird, da der Gegenwind, der die Märkte im Jahr 2022 behindert hat, allmählich nachlässt.
All dies bedeutet, dass die Anleger auch im kommenden Jahr mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert sein werden, unter anderem mit den Auswirkungen geopolitischer Spannungen, einer höher als erwarteten Inflation und einer globalen geldpolitischen Straffung.
In diesem anhaltend volatilen Umfeld sollte ein aktives Management den Unterschied ausmachen. Wenn Aktien solide und kontinuierliche Renditen bieten, ist passives Investieren der richtige Weg, aber wenn die Volatilität zunimmt, wird die Auswahl der richtigen Themen und Aktien zum entscheidenden Faktor für den Erfolg.
Darüber hinaus raten wir den Anlegern, sich in defensiven Bereichen der Aktienund Obligationenmärkte zu engagieren, ein starkes Risikomanagement zu entwickeln und durch die Berücksichtigung neuer Anlageklassen (z. B. alternative Anlagen) zu diversifizieren.
Defensive Allokation in Aktien und Obligationen
Die richtige Mischung aus börsenkotierten Aktien und Obligationen kann eine wirksame Absicherung auf volatilen Märkten bieten. Allerdings müssen die Anleger die Auswirkungen eines (unglücklichen) Timings minimieren.
Diversisizierung in alternative ANlagen
Die Diversifizierung bietet auch einen Puffer in Zeiten von Volatilität. Bei einer hohen Korrelation zwischen Aktien und Obligationen lässt sich dies am besten durch Investitionen in alternative Anlagen erreichen.
Trotz der verschiedenen Herausforderungen, mit denen die Anleger im Jahr 2023 konfrontiert werden, kann sich eine erhöhte Volatilität auch als Chance für Anleger erweisen, die nach Möglichkeiten suchen, ihre Portfolios auf defensive Allokationen zu diversifizieren und alternative Anlageklassen in Betracht zu ziehen.
Christian Bauer
REYL Intesa Sanpaolo, Zurich
Christian Bauer begann seine Bankkarriere 1997 bei der Credit Suisse in Zürich, wo er bis 1999 tätig war. Danach wechselte er zur Dresdner Bank. 2003 wurde er Private Banker bei der Bank Leumi (Schweiz), wo er Erfahrungen in der Betreuung internationaler Kunden sammelte. 2006 wechselte er zu ABN AMRO Private Banking (Schweiz), wo er für die englischsprachigen Länder, Westeuropa und den israelischen Markt verantwortlich war. Als ABN AMRO Schweiz 2011 von der Union Bancaire Privée übernommen wurde, wurde er Managing Director bei UBP Zürich und betreute weiterhin die gleichen Regionen. 2014 wechselte er zu Reyl Cie und wurde im Mai 2021 Leiter der Niederlassung Zürich.
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Jonathan Graas ist dem Managementteam von Decalia beigetreten. Er wird sich dabei unter anderem denjenigen Fonds widmen, die sich thematisch mit den Megatrends und der Kreislaufwirtschaft beschäftigen. In der Kreislaufwirtschaft sieht er ein starkes Wachstumspotenzial, da sich Unternehmen zunehmend mit Fragen auseinandersetzen, welche die Grundlagen ihres eigenen Wirtschaftens betreffen.
Welche wesentlichen Probleme kann die Kreislaufwirtschaft heute lösen?
Da sehe ich zwei. Erstens trägt die Kreislaufwirtschaft durch die notwendige Reduzierung der CO2-Emissionen zur Bekämpfung der Erderwärmung bei und senkt den Ressourceneinsatz. Zweitens kann sie durch eine höhere Ressourceneffizienz den Verlust der Biodiversität bremsen. Natürlich greifen diese beiden Herausforderungen ineinander. Kurzfristig bietet die Kreislaufwirtschaft Lösungen für akute Probleme, die die internationalen Lieferketten gefährden oder die Preise für Energie und Rohstoffe in die Höhe treiben.
Welche Entwicklungsachsen wird die Kreislaufwirtschaft in erster Linie verfolgen?
Neue Rechtsvorschriften werden die Dynamik in Europa, den USA und sogar in China beschleunigen. Weltweit können Unternehmen in den kommenden zehn Jahren und darüber hinaus mit politischer Unterstützung und starken Anreizen für Investitionen in unterschiedlichen Sektoren wie zum Beispiel in erneuerbare Energien rechnen.
Gleichzeitig schärft sich das ökologische Bewusstsein der Verbraucher, die zunehmend Wert auf Themen wie Netto-Null und Biodiversität legen: Ethischer Konsum ist endgültig zu einer weit verbreiteten Haltung geworden.
Wie integrieren Unternehmen diesen Wandel in ihre ESG-Politik?
Nicht alle Unternehmen sind im gleichem Mass von diesen Trends betroffen. Wir beobachten, dass viele in diese Richtung investieren: Sie konzentrieren sich zum Beispiel auf erneuerbare Energien oder auf Green Tech für die Schwerindustrie. Inzwischen fliessen immer mehr Investitionen in diese Bereiche.
Ausserdem ist festzustellen, dass Unternehmen den Anteil recycelbarer Produkte erhöhen und Verpackungen einsparen wollen, und dass sie bei ihren Herstellungsprozessen bevorzugt auf biologische Materialien statt auf Chemie setzen.
Fakten schaffen sie auch bei der strengeren Kontrolle ihrer Lieferkette, der stärkeren Überwachung ihrer Lieferanten und durch mehr Transparenz bezüglich der Herkunft der Rohstoffe.
An der Lieferkettenfront ist ferner eine zunehmende Relokalisierung der Produktionsstätten zu beobachten, um massive Unterbrechungen der Lieferketten zu vermeiden, wie dies seit der Covid-Krise der Fall ist.
Wie viele Unternehmen überwachen Sie in Bezug auf das Anlagethema Kreislaufwirtschaft‘?
Unser Ausgangsuniversum ist der MSCI World-Index mit seinen 1500 Unternehmen, von denen wir ein Drittel auf unserem Radar haben, da sie in Verbindung mit der Kreislaufwirtschaft stehen. Ich kann nicht mit bis zur Kommastelle exakten Zahlen aufwarten, doch klar ist, dass dieses Universum inzwischen immer grösser wird. Und genau das interessiert uns.
Welche grossen Achsen verfolgt die Strategie des Fonds Decalia Circular Economy?
Die Strategie hat einen ganz einfachen Namen: CIRCLE! Wir haben sechs Trends bzw. Unter-Anlagethemen festgelegt, die sich ergänzen und Diversifikationsvorteile bieten. Diese sechs Trends sind Circular-Models, Innovative-Technology, Renewables, Cleaner-Environment, Life-Preservation und Eco-Design. Für das Anlagethema als Ganzes verfolgen wir einen Top-Down-Ansatz und identifizieren dann für den Portfolioaufbau eine entsprechende Dynamik für jedes Unterthema nach dem Bottom-Up-Prinzip. Der Fonds ist in rund fünfzig Aktien investiert. Wir beschränken uns aber nicht nur auf „Best-in-Class“-Unternehmen, sondern haben auch Akteure aus Industrien mit hohem ökologischem Fussabdruck auf dem Radar, die die notwendigen Investitionen zur erheblichen Senkung ihrer CO2-Emissionen vornehmen. Sie werden den höchsten Impact erzielen. Wir brauchen Unternehmen, die auf Verbesserung setzen.
Jonathan Graas
Decalia
Jonathan Graas ist leitender Portfoliomanager des Asset Management-Bereichs der Genfer Asset Management-Boutique Decalia. Er ist Mitglied des für den Decalia Sustainable SOCIETY zuständigen Fondsmanagerteams und Co-Manager des Decalia Circular Economy. Bei Decalia stiess er erneut auf Alexander Roose und Quirien Lemey, mit denen er bereits bei DPAM zusammengearbeitet hatte. Bei DPAM verwaltete er einen US-amerikanischen Nachhaltigkeitsfonds und war Co-Manager von zwei nachhaltigen Themenfonds mit einem verwalteten Vermögen von über 4 Milliarden Euro. Jonathan Graas verfügt über einen Maîtrise-Abschluss in angewandter Mathematik der Katholischen Universität Leuven und eine Maîtrise in internationaler Finanzwirtschaft der HEC Paris.
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Die Entwicklung der quantitativen Verwaltung ist untrennbar mit der Explosion der Rechenleistung verbunden. Genauigkeit, Tiefe und Vielfalt der Modelle werden für Diversifikation, Performance und Risikomanagement immer kritischer. Doch sollte nicht vergessen werden, dass die Maschine ohne die Daten, mit der sie gefüttert wird, nicht läuft, und dass Innovationen in erster Linie davon abhängen, wie diese Daten verarbeitet werden.
Die Entstehung der quantitativen Verwaltung geht für einige auf das Jahr 1900 zurück, als die Doktorarbeit des französischen Mathematikers Louis Bachelier erstmals Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik in die Finanzwelt einführte. Bachelier hatte offenbar die Entwicklung von Tools zur Bewertung von Optionen im Sinn. Seine Arbeit bildete die Grundlage des berühmten, im Jahr 1973 veröffentlichten Black-Scholes-Modells, mit dem sich seither Studierende der Finanzmathematikstudenten herumschlagen müssen.
Andere wiederum datieren die Entstehung der quantitativen Verwaltung auf das Jahr 1954, als Harry Markowitz mit seiner bahnbrechenden Doktorarbeit über die moderne Portfoliotheorie Geschichte schrieb. Markowitz erläuterte, wie ein Portfolio ausgehend von der erwarteten Wertentwicklung von Wertpapieren, ihrer Risiken und ihrer Korrelationen aufzubauen ist. In den 1960er Jahren stellten Sharpe, Treynor, Lintner und Mossin das berühmte Capital Asset Pricing Model vor, das die Beziehung zwischen der Wertentwicklung eines Wertpapiers und der Marktentwicklung formalisiert. In der Folge konzentrierte sich die Forschung auf das faktorbasierte Investieren. Erwähnenswert sind vor allem die Arbeiten von Fama und French, die die Modellierung der Wertentwicklung eines Wertpapiers durch die Berücksichtigung mehrerer Performancefaktoren wie Wachstum, Wert und Grösse perfektionierten, um nur die bekanntesten Faktoren zu nennen.
Diese Arbeiten bilden einen theoretischen Rahmen, der natürlich begrüssenswert ist und auch heute noch häufig Verwendung findet. Tatsächlich wurden damals jedoch nur wenige Portfolios mit diesen Modellen verwaltet, da unter anderem keine ausreichend zuverlässigen Daten zur Eingabe in die Modelle verfügbar waren.
Dieses Manko wird jedoch nicht von Dauer sein.
Die meisten erwähnten Protagonisten der quantitativen Verwaltung, insbesondere Fama, trugen massgeblich zur ‚Hypothese der effizienten Märkte‘ bei. Diese besagt, dass der Preis eines finanziellen Vermögenswerts sämtliche öffentlich verfügbaren Informationen widerspiegelt. Aufgrund dieser Hypothese ist es nicht vorstellbar, den Markt langfristig zu übertreffen.
Obwohl es sich dabei nur um einen theoretischen Grundsatz handelt, beschloss der CEO der Investmentgesellschaft Vanguard John C. Bogle im Jahr 1976 seine praktische Anwendung. Er legte den Vanguard 500 Index auf, einen Fonds, der die Komponenten des S&P 500-Index abbildet, in dem die 500 grössten Unternehmen der US-Börse geführt werden.
Bogle hatte weniger die Nutzung des wissenschaftlichen Postulats im Sinn, er wollte dem Kleinanleger vielmehr ermöglichen, Anteile an den grössten US-Unternehmen zu halten, ohne die Qual der Wahl haben und Einzelaktien kaufen zu müssen – und dies besonders kostengünstig, da die systematische Natur der passiven Verwaltung mit geringeren Produktionskosten und folglich niedrigeren Verwaltungsgebühren verbunden ist.
Inzwischen ist fast ein halbes Jahrhundert vergangen und Vanguard ist nach BlackRock der zweitgrösste Vermögensverwalter der Welt. Sein verwaltetes Vermögen beläuft sich auf rund 8 Billionen US-Dollar. Den Vanguard 500 Index Fund gibt es immer noch – dabei liegt die durchschnittliche Laufzeit eines Fonds bei gerade einmal neun Jahren. Der Erfolg dieses Verwaltungsansatzes ist mehr als nur ein Einzelerfolg: Seit 2018 werden anteilsmässig mehr US-Aktien passiv verwaltet als aktiv.
Die Kombination von Datenverarbeitungskapazität (Voraussetzung für eine passive Verwaltung) und zusätzlichem technologischen Fortschritt (elektronischer Wertpapierhandel) ermöglichte eine der grössten Innovationen der Finanzwelt: Exchange Traded Funds (ETFs). Anfangs kamen ETFs dem Wunsch der Wertpapierhändler entgegen, alle Komponenten eines Index in einer einzigen Transaktion handeln zu können. Der erste, im Jahr 1993 angebotene ETF bildete die Wertentwicklung des S&P 500-Index ab und ist in der gesamten Branche unter dem Namen SPY bekannt. Er entspricht mittlerweile einem verwalteten Vermögen von fast 350 Milliarden US-Dollar. Knapp 30 Jahre nach der Gründung des ETF-Marktes beläuft sich sein Gesamtwert auf fast 6 Billionen US-Dollar. Dies entspricht 10% des gesamten Vermögens in offenen Fonds weltweit.
Heute sind Unmengen an Daten zur Verarbeitung verfügbar. Während sich die Nutzung von Daten für die Verwaltung zunächst nur auf die Bewertung von Wertpapieren und den Portfolioaufbau konzentriert hatte, kommen sie zunehmend auch in der Analyse von Vermögenswerten und deren Wertpotenzial zum Einsatz und ermöglichen fundiertere Anlageentscheidungen. Die Auswertung von Satellitenfotos zur Zählung der Fahrzeuge auf Walmart-Parkplätzen oder die Erfassung der Auslastung von Restaurants mit OpenTable erlaubt eine bessere Prognose von Inflationstrends. Diese Trends können somit bereits lange vor der Veröffentlichung des CPI durch das Bureau of Labor Statistics in der Portfolioverwaltung berücksichtigt werden.
Früher war dieser Bereich quantitativen Portfoliomanagern vorbehalten, doch immer mehr qualitative Manager nutzen Datenverarbeitungstechniken für die Identifikation von Anlagechancen und als Entscheidungshilfe. Die Grenzen sind fliessend!
Die erste breite praktische Anwendung der massenhaften Datenverarbeitung in der Portfolioverwaltung ermöglichte wie bereits erwähnt eine Demokratisierung von Investmentfonds und einen besonders kostengünstigen Zugang zu diesen Anlageinstrumenten. Wir befinden uns derzeit gerade in der zweiten bedeutenden Transformationsphase, bei der es vorrangig um die besonders effiziente Verwaltung von Anlagen auf einer breiteren Informationsbasis geht. Das von qualitativen Portfoliomanagern oft als „Unterstützung“ bezeichnete Informationssystem hat sich neben der Erfahrung und Kompetenz des Teams als ein entscheidender Faktor der Wettbewerbsfähigkeit etabliert.
Jérôme Callut
DCM Systematics
Jérôme Callut ist Partner und Leiter der Forschungsabteilung bei DCM Systematic Advisors in Genf. Zusammen mit Anthony Dearden hat Callut die Strategie Diversified Alpha entwickelt und überwacht deren Entwicklung. Jérôme Callut arbeitete von 2008 bis 2013 bei Bluecrest Capital Management als Senior Researcher im Systematic Modeling Team an der BlueTrend-Strategie (CTA). Er leitete insbesondere das Forschungsteam für Strategien, die sich mit Währungen befassen. Zu seinen Aufgaben gehörten die Verbesserung bestehender Strategien und die Erstellung neuer Vorhersagemodelle. Jérôme hat einen Doktortitel in Machine Learning von der Universität Leuven.
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Sobald die Missverständnisse in Bezug auf Small und Mid Caps aus der Welt geschafft sind, wird klar, dass beide Kategorien sehr unterschiedlich sind und dass man echte Schätze in diesem Universum finden kann, die der Markt nicht auf dem Radar hat. Der Zeitpunkt ist denkbar günstig, um auf Schatzsuche zu gehen.
Nebenwerte – Small und Mid Caps – werden zu Unrecht als homogene Anlageklasse eingestuft, deren Unternehmen bestimmte Gemeinsamkeiten aufweisen sollen. Aber abgesehen von ihrer Grösse gibt es wenig Gemeinsamkeiten zwischen einem Familienunternehmen, das in einer engen, aber lukrativen Nische aktiv ist, und einem Startup, das sich anschickt, aus dem Nichts einen neuen Markt zu erschaffen und damit die Welt zu revolutionieren, gleichzeitig aber mangels Einkommensquellen jede Menge Cash verbrennt. Wie im Dschungel leben unsichtbar für fremde Blicke friedliche Pflanzenfresser neben schnell wie der Wind laufenden Raubkatzen, lauernden Raubtieren, Aasfressern und Faultieren, ja sogar Dinosauriern!
Small und Mid Caps gelten generell als riskanter als die grossen Standardwerte der Börse. Aufgrund ihrer geringeren Grösse verfügen sie angeblich über weniger Rücklagen, sind weniger beweglich und werden daher vom Markt als anfälliger eingestuft. Auch hier gilt: Vorsicht vor voreiligen Schlussfolgerungen! Die Solidität eines Unternehmens hängt nämlich nicht von seiner Grösse ab – man denke nur an einige Kolosse auf tönernen Füssen wie Lehman Brothers, Enron oder General Motors –, sondern von der Qualität der Bilanz, der Höhe des Eigenkapitals und der Marktposition. Es gibt natürlich auch stark verschuldete und anfällige Small Caps, aber das trifft auf die meisten Nebenwerte nicht zu. Im Gegenteil: Sie werden oftmals konservativ und umsichtig geführt.
Ein weiteres weit verbreitete Fehleinschätzung ist, dass europäische Nebenwerte vorwiegend auf die Binnenwirtschaft ausgerichtet sind und daher stärker unter der Energiekrise leiden. Fakt ist, dass KMU in den USA tatsächlich weitgehend den lokalen Markt bedienen, was jedoch bei ihren europäischen Pendants nicht der Fall ist, denn sie exportieren ihre Produkte häufig in die ganze Welt. Dies trifft auch und insbesondere auf die Schweiz zu.
Auch wenn Nebenwerte weniger glanzvoll sind als einige Tech-Sterne am Börsenhimmel – sie schaffen es, die grossen Kapitalisierungen langfristig zu schlagen, indem sie ihre Stärken ausspielen. In den letzten zwanzig Jahren (von 2002 bis 2022) erzielten die im MSCI Europe SMID Cap-Index geführten Aktien eine annualisierte Performance von +8,%, die Werte im MSCI Europe-Index dagegen von nur 6,4%.
Durch aktives Management kann dieses Ergebnis noch verbessert werden, insbesondere durch die Abfederung von Baissephasen wie im Jahr 2022, als die Verluste um die Hälfte gesenkt werden konnten.
Und diese Überperformance ist nicht allein auf ein aussergewöhnlich gutes Jahr zurückzuführen, das eine lange Durststrecke ausgeglichen hat. Das Gegenteil ist der Fall, denn die Ergebnisse sind sehr stetig: In jedem Zehnjahreszeitraum seit 1999 haben europäische Mid Caps die Large Caps übertroffen, und zwar sowohl in Hausse- als auch in Baissejahren.
In Europa sind 5.385 Unternehmen an der Börse notiert. Davon weisen 4.201 Gesellschaften eine Börsenkapitalisierung von weniger als einer Milliarde Euro auf. Mit anderen Worten: 78% der börsennotierten Unternehmen repräsentieren lediglich 5% der gesamten Marktkapitalisierung. Das Anlageuniversum ist demnach riesig, wird aber aus Kostengründen und wegen mangelnden Interesses der Anleger von den Investmentbanken kaum abgedeckt. In unserem Portfolio sind nahezu 30% der Wertpapiere „Waisen“, das heisst sie werden von keinem Analysten überwacht.
Deshalb kann man Schätze in Form von wertvollen Unternehmen finden, die auf deutlich unter dem Marktdurchschnitt liegenden Bewertungsniveaus gehandelt werden. Investiert man in diese unterbewerteten Unternehmen, dann setzt man den kniffligsten Aspekt des berühmten Mottos von Benjamin Graham, dem Vater des Value Investing und Mentor von Warren Buffet, in die Praxis um: „Buy cheap and sell dear – Billig kaufen und teurer verkaufen“. Da sich Kursausreisser früher oder später von selbst korrigieren, muss man nur abwarten, bis der Markt den wahren Wert der Unternehmen erkennt.
Bei Small Caps und auch bei Blue Chips ist das „Market Timing“ ein besonders gefährliches Unterfangen: Den idealen Zeitpunkt für Einstieg oder Ausstieg an der Börse zu finden, ist oft nur eine Illusion. Dennoch scheint der Zeitpunkt für Investitionen in europäische Small und Mid Caps günstig zu sein.
Erstens war 2022 nach den Jahren der Exzesse, in denen einige Technologieaktien immer neue, schwer nachvollziehbare Rekordstände erklommen, das Jahr der Rückbesinnung auf die Fundamentaldaten. Durch die Rückkehr der Inflation und die steigenden Zinsen sind diejenigen Geschäftsmodelle wieder in den Vordergrund gerückt, die kurzfristig statt in ferner und ungewisser Zukunft Gewinne erwirtschaften. Anstelle eines Comebacks von Value-Titeln zu Lasten von Wachstumswerten ist ein – hoffentlich besonders gut strukturierter – Übergang von Strategien des „Wachstums um jeden Preis“ zur Maxime „Der Preis ist wichtig“ zu beobachten
Derzeit bieten sich hervorragende Anlagechancen und zum ersten Mal seit dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2002 und der darauf folgenden Krise 2001-2002 gibt es eine Vielzahl von Unternehmen, die zu einem KGV von unter 10 gehandelt werden.
Ein weiterer Indikator, der auf die momentane Unterbewertung von Small und Mid Caps hindeutet, ist die Strategie ihrer Aktionärsfamilien. Seit einigen Monaten beschliessen Gründerfamilien nämlich, ihre Aktien zurückzukaufen, um ihre Unternehmen von der Börse zu nehmen: Sie sind der Ansicht, dass ihre Aktien im Vergleich zu den Preisen, die Private-Equity-Akteure für Konkurrenten zahlen, wirklich unverhältnismässig billig sind. Dies war beispielsweise beim Waadtländer Verpackungsmaschinenhersteller Bobst oder dem französischen Büroausstatter Manutan der Fall. Für Investoren ist dies eine gute Nachricht: Die Familien zahlen häufig sehr hohe Prämien für ihr Rückkaufangebot – 60% im Fall von Manutan – und demonstrieren damit ihr unumstössliches Vertrauen in die Geschäftsaussichten ihres Unternehmens. Denn wer kennt den wahren Wert eines Unternehmens besser als die Gründerfamilien?
Ein letztes Argument für eine Anlage in europäische Small und Mid Caps: Das Wachstum in Europa dürfte in den kommenden Jahren von mehreren Megathemen angetrieben werden. Dazu gehören der wachsende Bedarf an Energieinfrastruktur, die Rückführung der Produktion mit dem Ziel, die Abhängigkeit von Asien zu verringern, die zunehmende Automatisierung der Industrie und die starke Aufstockung der Verteidigungsbudgets als Reaktion auf die russische Invasion der Ukraine.
Philip Best
Quaero Capital
Philip Best ist einer der Gründer von Quaero Capital. Er begann seine berufliche Laufbahn im Jahr 1983 als Fondsmanager bei Warburg Investment Management, wo er den Fonds Mercury European Income verwaltete. Im Jahr 1987 wechselte er als Broker für europäische Nebenwerte zu Enskilda Securities. 1994 eröffnete und leitete er die Pariser Niederlassung von The Europe Company Limited, eines auf Research für europäische Nebenwerte spezialisierten Börsenmaklers, der im Jahr 2000 von Jefferies & Co übernommen wurde. Philip Best legte im Jahr 2003 den Fonds Argonaut auf.
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