Watchmen

LEADERS

  • Mathias Baitan
  • Geschäftsführer
  • Institut Supérieur de Formation Bancaire

„Die Frage der Kompetenzen ist für den gesamten Sektor strategisch geworden“

Die Bankberufe entwickeln sich mit hoher Geschwindigkeit – getrieben durch Digitalisierung, Regulierung und neue Erwartungen der Kunden. Mit der Schaffung seines Observatoriums möchte das ISFB diese Veränderungen besser analysieren und die zukünftigen Kompetenzbedürfnisse des Sektors antizipieren. Sein Direktor Mathias Baitan erläutert die Ziele dieser Initiative und zieht zugleich Bilanz über das Jahr 2025 eines Instituts, das sein Wirkungsfeld gezielt erweitert.

Von Jérôme Sicard

Das von Ihnen initiierte ISFB-Observatorium für bank- und finanzwirtschaftliche Kompetenzen ist nun in die operative Phase eingetreten. Welche Ziele verfolgt es?

Das wichtigste Ziel besteht darin, die Entwicklung der Bankberufe besser zu verstehen, um jene Kompetenzen zu antizipieren, die der Sektor künftig benötigen wird. Der Finanzplatz befindet sich in einem raschen Wandel – unter dem Einfluss von Regulierung, Digitalisierung, demografischen Entwicklungen sowie veränderten Kundenerwartungen. In diesem Kontext ist es entscheidend, über ein Instrument zu verfügen, das diese Entwicklungen strukturiert und unabhängig analysieren kann.

Das ISFB-Observatorium hat genau dieses Ziel: diese Transformationen zu dokumentieren und Finanzinstituten Analysen zur Verfügung zu stellen, die ihnen helfen, ihre Strategien in den Bereichen Ausbildung, Rekrutierung und Kompetenzentwicklung auszurichten.

Was sind die Prioritäten dieses Observatoriums?

Die erste Priorität besteht darin, innerhalb des Finanzplatzes eine Diskussion über die Entwicklung der Kompetenzen anzustssen. Die Veränderungen im Sektor sind real, und es ist wichtig, sich dieser Entwicklungen gemeinsam bewusst zu werden, um notwendige Anpassungen frühzeitig zu antizipieren.

Als Referenzinstitut für bank- und finanzwirtschaftliche Kompetenzen in der Westschweiz haben wir eine katalytische Rolle zu spielen. Das bedeutet, den Dialog mit unseren Mitgliedern, aber auch mit unseren Partnern und den Behörden zu führen, um gemeinsam über die zukünftigen Entwicklungen nachzudenken.

Langfristig besteht die Ambition darin, besser zu verstehen, wie sich die zentralen Funktionen des Sektors verändern: Welche Kompetenzen entstehen neu? Welche wandeln sich? Und welche könnten nach und nach verschwinden? Diese Beobachtungs- und Antizipationsarbeit wird es ermöglichen, sich wirksam auf die laufenden Transformationen vorzubereiten.

Acht Gründungsbanken stehen ebenfalls hinter diesem Projekt. Was sagt diese Mobilisierung Ihrer Meinung nach über die aktuellen Anliegen des Sektors aus?

Diese Mobilisierung zeigt, dass die Frage der Kompetenzen für den gesamten Sektor strategisch geworden ist. Die Banken sehen sich mit tiefgreifenden Veränderungen ihrer Tätigkeiten konfrontiert. Sie müssen neue regulatorische Anforderungen integrieren, technologische Kompetenzen entwickeln und gleichzeitig weiterhin eine Beratung auf höchstem Niveau für ihre Kunden gewährleisten.

Dass mehrere Institute die Schaffung dieses ISFB-Observatoriums unterstützen wollten, zeigt einen gemeinsamen Willen, diese Entwicklungen besser zu antizipieren und kollektive Antworten darauf zu finden. Gleichzeitig wissen wir, dass die Möglichkeiten zur strategischen Vorausschau je nach Grösse der Organisationen unterschiedlich sind. Ein Ziel des Observatoriums besteht gerade darin, diese Analysen mit dem gesamten Finanzplatz der Westschweiz zu teilen, damit alle Akteure davon profitieren können – unabhängig von ihren eigenen Ressourcen in diesem Bereich.

Welche Analysen oder Instrumente werden Sie den Finanzinstituten in der Westschweiz konkret zur Verfügung stellen?

Das Observatorium wird verschiedene Arten von Arbeiten hervorbringen.

Zum einen regelmässige Analysen zur Entwicklung von Berufen und Kompetenzen im Finanzsektor. Ziel ist es, die laufenden Veränderungen besser zu dokumentieren und jene Bereiche zu identifizieren, in denen sich die Kompetenzanforderungen besonders schnell verändern. Dafür arbeiten wir mit der Fakultät für Psychologie und Erziehungswissenschaften der Universität Genf sowie mit der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Freiburg zusammen.

Zum anderen möchten wir unser Referenzmodell für Funktionen und Kompetenzen leichter zugänglich machen, um zu einem besseren Verständnis der Berufe des Sektors und ihrer Entwicklung beizutragen.

Darüber hinaus haben wir eine Zusammenarbeit mit der Stiftung Nomads initiiert, um mögliche Synergien zwischen verschiedenen Branchen zu untersuchen. In diesem Rahmen möchten wir uns von einer Prospektivmethode inspirieren lassen, die Nomads gemeinsam mit der Universität Genf und verschiedenen Akteuren aus der Romandie entwickelt hat, um Kompetenzen und Berufe der Zukunft besser zu identifizieren.

Die Ambition besteht darin, diese unterschiedlichen Ansätze zu kombinieren, um dem Finanzplatz der Westschweiz Analysen zur Verfügung zu stellen, die helfen, kommende Transformationen frühzeitig zu erkennen.

Sie haben kürzlich den Jahresbericht 2025 des ISFB veröffentlicht. Wie würden Sie die Fortschritte des Instituts im vergangenen Jahr zusammenfassen?

Dem Institut geht es gut. Das Jahr 2025 war ein Jahr der Konsolidierung und Weiterentwicklung für das ISFB. Wir haben unsere Ausbildungsprogramme weiter gestärkt und neue Angebote in Schlüsselbereichen für den Finanzplatz entwickelt, insbesondere rund um künstliche Intelligenz, Datenmanagement und Risikomanagement. Gleichzeitig haben wir unsere Zusammenarbeit mit den Institutionen des Finanzplatzes intensiviert.

Die Schaffung des Observatoriums für bank- und finanzwirtschaftliche Kompetenzen stellt einen wichtigen Schritt dar, weil sie die Rolle des Instituts über die reine Weiterbildung hinaus erweitert. In diesem Zusammenhang haben wir auch unsere Forschungskapazitäten mit dem Eintritt von Christelle Zagato verstärkt.

PZudem hat unser Bereich Karriereentwicklung mit der Ernennung seiner Leiterin Evelyne Rechemann einen wichtigen Impuls erhalten. Dieser Bereich ermöglicht es uns heute, unsere Mitgliedsinstitutionen durch Assessments, Kompetenzbilanzen oder Unterstützung im Rekrutierungsprozess zu begleiten.

Welche Kennzahlen aus dem Jahresbericht sind besonders hervorzuheben?

Unser Jahresbericht zeigt vor allem das Ausmass der Leistungen, die das Institut im Dienst des Finanzplatzes erbringt. Das ISFB ist ein gemeinnütziger Verein von öffentlichem Interesse, dessen Aufgabe darin besteht, die kollektiven und individuellen Kompetenzen des Bank- und Finanzsektors in der Westschweiz zu stärken – zum Nutzen sowohl der Wettbewerbsfähigkeit der Institute als auch der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeitenden.

Eine bemerkenswerte Entwicklung ist seit 2022 der kontinuierliche Anstieg der Zahl zertifizierter Fachpersonen im Rahmen der ISFB-Programme. Gleichzeitig hat sich die Sichtbarkeit unserer kollektiven Marke weiter verstärkt, die heute ein anerkannter Referenzpunkt für Kompetenzen im Finanzsektor der Westschweiz darstellt.

Der Anhang zum Jahresbericht mit den detaillierten Finanzresultaten wird unseren Mitgliedern anlässlich unserer Generalversammlung vorgelegt. Ich kann jedoch bereits sagen, dass die finanziellen Ergebnisse für das Jahr 2025 ausgezeichnet sind und vollständig unseren Erwartungen entsprechen.

Sie sprechen zunehmend vom ISFB als einer Plattform für Kompetenzen und Karriere – über die klassische Weiterbildung hinaus. Wie verändert diese Entwicklung die Rolle des Instituts innerhalb des Finanzplatzes?

Tatsächlich muss sich das traditionelle Modell von Branchenverbänden weiterentwickeln, um den Bedürfnissen und Erwartungen unserer Zeit gerecht zu werden. Das ISFB bildet hier keine Ausnahme. Seit Anfang 2023 haben wir eine tiefgreifende Transformation des Instituts eingeleitet, um unsere Mission zu erweitern und unsere Mitglieder besser bei Fragen der Wettbewerbsfähigkeit der Institute und der Beschäftigungsfähigkeit der Fachkräfte zu unterstützen.

Das ISFB ist heute nicht mehr nur ein Zentrum für Weiterbildung. Es ist zu einem eigentlichen Kompetenz- und Karrierezentrum für den Finanzplatz der Westschweiz geworden. Unser Ziel ist es, sowohl eine Referenzbasis für Kompetenzen der Branchenfachleute zu schaffen als auch Arbeitgebern einen Ort für Austausch und Reflexion über die Entwicklung der Berufe zu bieten.

In diesem Sinne haben wir eine stärker ganzheitliche Sicht auf berufliche Laufbahnen entwickelt. Eine Karriere besteht nicht nur aus einer Abfolge von Weiterbildungen. Sie ist ein Kontinuum aus verschiedenen Phasen – der Einstieg ins Berufsleben, Entwicklungsphasen, Übergänge, schwierigere Momente oder auch die Vorbereitung auf den Ruhestand.

Weiterbildung bleibt selbstverständlich ein zentraler Hebel für Entwicklung und Beschäftigungsfähigkeit. Sie steht jedoch neben anderen wichtigen Dimensionen, etwa dem Zugang zu professionellen Netzwerken, der Beobachtung von Branchenpraktiken oder der Entwicklung von Anpassungsfähigkeit angesichts der Veränderungen der Berufe.

Mathias Baitan

Institut Supérieur de Formation Bancaire

Mathias Baitan leitet das ISFB seit Ende 2022. Zuvor war er über 20 Jahre bei der BCGE tätig, unter anderem als Leiter HR, Stabschef des CEO sowie als Leiter Administration. Parallel dazu war er als Dozent an der Hochschule für Wirtschaft der Haute école spécialisée de Suisse occidentale (HEG-Genf) tätig.

 

 

LEADERS
Watchmen

Watchmen

Mathias Baitan
Institut Supérieur de Formation Bancaire
«„Die Frage der Kompetenzen ist für den gesamten Sektor strategisch geworden“

LEADERS
Führung

Führung

Jérôme Koechlin
Leadership Management International
„Modernes Leadership ist kein Leadership der Autorität mehr, sondern ein Leadership der Zustimmung.“

LEADERS
Watchmen

Watchmen

Mathias Baitan
Institut Supérieur de Formation Bancaire
«„Die Frage der Kompetenzen ist für den gesamten Sektor strategisch geworden“

LEADERS
Führung

Führung

Jérôme Koechlin
Leadership Management International
„Modernes Leadership ist kein Leadership der Autorität mehr, sondern ein Leadership der Zustimmung.“

SPHERE

The Swiss Financial Arena

Seit der Gründung im Jahr 2016 unterstützt und vernetzt SPHERE die Community der Schweizer Finanzbranche. SPHERE ermöglicht den Austausch, sei es mit dem vierteljährlich erscheinenden Magazin, den beiden Sonderausgaben für institutionelle Anleger, der Website, den Newsletter und den Veranstaltungen, die das ganze Jahr hindurch durchgeführt werden. Toutes les parties prenantes de la finance, l’un des plus importants secteurs économiques de Suisse, ont ainsi à leur disposition une plateforme où il leur est possible d’échanger, de s’informer et de progresser.

Führung

  • Jérôme Koechlin
  • Partner, Leadership Management International
  • CEO, Swiss Who’s Who

„Modernes Leadership ist kein Leadership der Autorität mehr, sondern ein Leadership der Zustimmung.“

Mehr als eine hierarchische Funktion wird Leadership heute zu einer gezielt zu entwickelnden Kompetenz – getragen von strategischer Klarheit, Einflussfähigkeit und menschlicher Ausrichtung. Jérôme Koechlin analysiert die neuen Grundlagen modernen Leaderships und die Voraussetzungen, um Organisationen langfristig leistungsfähig und sinnstiftend zu gestalten.

Von Jérôme Sicard

Sie sind Leadership Management International beigetreten. Welche Rolle übernehmen Sie innerhalb dieser Struktur?

In einer Welt, die sowohl makroökonomisch als auch geopolitisch von Unsicherheit geprägt ist, verändert sich die Rolle von Leadern grundlegend. Heute sind vielfältige und komplementäre Fähigkeiten gefragt. Mein Engagement bei Leadership Management International besteht darin, Entscheidungsträger beim Aufbau eines bewussteren, strategischeren, wirkungsvolleren und menschlicheren Leaderships zu begleiten.

LMI beruht auf einer klaren Überzeugung: Leadership ist kein Status, sondern eine Kompetenz, die sich entwickeln lässt. Unser Ziel ist es, Organisationen und ihre Leader dabei zu unterstützen, ihr Potenzial in reale Wirkung zu übersetzen – durch Arbeit an persönlicher Produktivität, persönlichem und motivationalem Leadership, Entscheidungs-Governance sowie der Fähigkeit, Teams um eine gemeinsame Vision zu mobilisieren. Die LMI-Methodik basiert auf soliden Grundlagen und integriert aktuelle Erkenntnisse aus Leadership, Kommunikation sowie kognitiven und verhaltenswissenschaftlichen Disziplinen. Seit 50 Jahren hat LMI weltweit mehr als zwei Millionen Leader ausgebildet.

Gemeinsam mit meinen Partnern möchte ich ein umfassenderes und transformatorisches Leadership-Verstaendnis fördern, das wirtschaftliche, technologische und gesellschaftliche Veränderungen antizipieren kann und den Beitrag von Organisationen neu definiert.

Was unterscheidet leistungsstarke Organisationen dauerhaft von anderen?

Die erfolgreichsten Organisationen sind nicht zwingend jene mit den grössten Ressourcen, sondern jene, denen es gelingt, Vision, Kultur und Umsetzung in Einklang zu bringen. In einem sich schnell verändernden wirtschaftlichen Umfeld basiert nachhaltige Performance vor allem auf strategischer Klarheit, Umsetzungsdisziplin, hoher Leadership-Qualität und kontinuierlicher Lernfähigkeit. Erfolgreiche Organisationen zeichnen sich durch Leadership aus, das zugleich klar, entschlossen, empathisch und anspruchsvoll ist. Organisationen in Schwierigkeiten hingegen zeigen oft Schwächen in ihrer Governance oder in ihrer Fähigkeit, gemeinsamen Sinn zu stiften.

Wie zeichnet sich wirklich einflussreiches und nachhaltiges Leadership aus?

Einflussreiches und nachhaltiges Leadership misst sich nicht an der hierarchischen Position, sondern an der Fähigkeit zuzuhören, eine klare Vision zu vermitteln und Verhalten sowie Entscheidungen langfristig positiv zu prägen. Es beruht auf der konsequenten Übereinstimmung von Werten und Handlungen, auf emotionaler und relationaler Intelligenz sowie auf der Fähigkeit, in unsicheren Zeiten Vertrauen zu schaffen. Modernes Leadership ist kein Leadership der Autorität mehr, sondern eines der Zustimmung. Leader, die ihre Zeit prägen, sind jene, die Sinn schaffen, nicht jene, die lediglich Entscheidungen durchsetzen. Die Harvard Business Review hat in diesem Zusammenhang das Konzept der „Level-5-Leader“ hervorgehoben, die langfristige strategische Vision, Entschlossenheit und Demut vereinen.

Wo sollte ein Leader beginnen, der seine Wirkung verstaerken moechte?

Leadership beginnt immer bei der eigenen Person. Es entsteht aus der bewussten Entscheidung, Einfluss, Wirkung und Verantwortung auszubauen. Der amerikanische Professor Richard Boyatzis beschreibt dies als Theorie des intentionalen Wandels. Leadership entwickelt sich aus dem klaren Willen, sich weiterzuentwickeln und den eigenen Wirkungskreis zu erweitern.

In anspruchsvollen Umfeldern besteht die erste Verantwortung eines Leaders darin, seine persönliche Produktivität zu steuern – Zeit, Energie und Prioritäten diszipliniert zu managen. Strategische Wirksamkeit hängt nicht von der Anzahl der Aktivitäten ab, sondern von der Qualität der getroffenen Entscheidungen. Nein sagen zu können, Ziele zu priorisieren und ein Gleichgewicht zwischen beruflicher Leistung und persönlicher Balance zu wahren, sind zentrale Kompetenzen geworden. Modernes Leadership beruht ebenso auf mentaler Resilienz wie auf fachlicher Kompetenz.

Warum bleiben Governance und strategische Kommunikation häufig untergenutzt?

Weil sie noch immer zu oft als Supportfunktionen und nicht als strategische Werttreiber verstanden werden. Nicht selten lautet die Antwort auf Leadership-Programme: „Ich habe keine Zeit.“ Gerade deshalb ist es entscheidend, bewusst Abstand zu nehmen, um leistungsfähiger zu werden. Ich durfte Kofi Annan am Ende seiner Amtszeit als Generalsekretär der Vereinten Nationen beraten, als er von zahlreichen Staats- und Regierungschefs stark beansprucht wurde. Gemeinsam haben wir Prioritäten definiert und zwischen zwingenden und wichtigen Aktivitäten unterschieden. Das half ihm, seine Zeit besser zu strukturieren – die bekanntlich für alle gleich bemessen ist.

Eine solide Governance stellt die langfristige Kohärenz von Entscheidungen sicher, während klare strategische Kommunikation Vertrauen zwischen den Anspruchsgruppen schafft. In einer von Informationsbeschleunigung und kurzfristigem Druck geprägten Welt werden beide Dimensionen zu zentralen Faktoren organisationaler Resilienz. Die Organisationen von morgen werden jene sein, die Strategie, Kommunikation und menschliches Leadership überzeugend miteinander verbinden.

Sie haben im vergangenen Herbst das Swiss Who’s Who übernommen. Welche Ambitionen verfolgen Sie?

Gemeinsam mit meinen Kollegen möchten wir das Swiss Who’s Who als nationale und internationale Referenz für die Anerkennung von Leadern positionieren – sei es in Bezug auf ihren Impact oder ihren Einfluss – und jene sichtbar machen, die die Schweiz von heute und morgen prägen.

Wir beschränken uns nicht auf eine biografische Perspektive. Unser Ziel ist es, Leader hervorzuheben, die konkret zum wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Fortschritt der Schweiz und darüber hinaus beitragen.
Die Schweiz verfügt über ein einzigartiges Kapital an Exzellenz und Innovation. Dieses Potenzial möchten wir national wie international stärker sichtbar machen.

Welche Entwicklungen haben Sie bereits angestossen?

Wir haben mehrere strategische Initiativen lanciert, um die nationale und internationale Dimension des Swiss Who’s Who zu stärken, Inhalte und Veranstaltungen rund um Leadership, Innovation und Wissenstransfer zu entwickeln sowie Themen wie künstliche Intelligenz und digitale Transformation stärker in die Leadership-Reflexion einzubinden. Zudem arbeiten wir an neuen Begegnungsformaten zwischen wirtschaftlichen, akademischen und institutionellen Leadern.

Unser Ziel ist es, das Swiss Who’s Who zu einem lebendigen Raum für Austausch, Inspiration und Anerkennung von Exzellenz zu entwickeln – insbesondere über unsere digitale Plattform.

Jérôme Koechlin

Leadership Management International

Jérôme Koechlin ist Partner bei Leadership Management International. Zudem ist er CEO des Swiss Who’s Who und Gründer von JK Consulting. Zuvor bekleidete er Führungsfunktionen in den Bereichen Banking, Finance, Biotech, öffentlicher Sektor und Medien, zuletzt bei der Bank REYL (Intesa Sanpaolo) als Director of Communications und Secretary des Executive Committee. Er verfügt über ein Doktorat in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Genf, einen Master in Communication der New York University sowie ein Diplom des Graduate Institute of International and Development Studies.

 

LEADERS
Watchmen

Watchmen

Mathias Baitan
Institut Supérieur de Formation Bancaire
«„Die Frage der Kompetenzen ist für den gesamten Sektor strategisch geworden“

LEADERS
Führung

Führung

Jérôme Koechlin
Leadership Management International
„Modernes Leadership ist kein Leadership der Autorität mehr, sondern ein Leadership der Zustimmung.“

LEADERS
Watchmen

Watchmen

Mathias Baitan
Institut Supérieur de Formation Bancaire
«„Die Frage der Kompetenzen ist für den gesamten Sektor strategisch geworden“

LEADERS
Führung

Führung

Jérôme Koechlin
Leadership Management International
„Modernes Leadership ist kein Leadership der Autorität mehr, sondern ein Leadership der Zustimmung.“

SPHERE

The Swiss Financial Arena

Seit der Gründung im Jahr 2016 unterstützt und vernetzt SPHERE die Community der Schweizer Finanzbranche. SPHERE ermöglicht den Austausch, sei es mit dem vierteljährlich erscheinenden Magazin, den beiden Sonderausgaben für institutionelle Anleger, der Website, den Newsletter und den Veranstaltungen, die das ganze Jahr hindurch durchgeführt werden. Toutes les parties prenantes de la finance, l’un des plus importants secteurs économiques de Suisse, ont ainsi à leur disposition une plateforme où il leur est possible d’échanger, de s’informer et de progresser.

SPHERE LAB

SPHERE LAB

  • Studierendenperspektive
  • SPHERE LAB 2026

« Smart Wallets womöglich keine spektakuläre Zäsur dar, sondern eine strukturelle Weiterentwicklung. »

Im Rahmen des SPHERE LAB tragen die Studierenden des Komitees das ganze Jahr über zur Reflexion über die grossen Transformationen des Finanzplatzes bei. Durch Analysen, Stellungnahmen und Einordnungen beleuchten sie die technologischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Entwicklungen, die die Branche prägen.

Der folgende Text stammt von Adrian Cayarga, Student an der Geneva School of Economics and Management (GSEM), wo er ein Studium der Volkswirtschaftslehre absolviert. Er reflektiert hier über das Aufkommen von Smart Wallets und deren potenzielle Auswirkungen auf die Vermögensverwaltung in der Schweiz.

Von Ardian Cayarga

Smart Wallets: Vermögensverwaltung im Zeitalter programmierbarer Infrastruktur

Mit dem Fortschreiten der Tokenisierung und dem zunehmenden regulatorischen Druck erscheinen Smart Wallets als weit mehr als eine marginale technische Innovation: Sie könnten den Beginn einer stillen Transformation der Infrastruktur der Vermögensverwaltung markieren. Hinter diesem noch einem kleinen Kreis von Eingeweihten vorbehaltenen Begriff verbirgt sich eine Entwicklung, die die Art und Weise, wie Vermögen am Schweizer Finanzplatz verwaltet, kontrolliert und geprüft werden, grundlegend verändern könnte.

Technisch gesehen ist ein Smart Wallet eine digitale Geldbörse, die auf einem auf einer Blockchain implementierten Smart Contract basiert. Im Gegensatz zu traditionellen Krypto-Wallets, die auf dem Besitz eines privaten Schlüssels und einer Seed Phrase beruhen, folgt es einer programmierbaren Logik. Die Funktionsregeln – Allokationslimiten, Transaktionsberechtigungen, Compliance-Kriterien – sind direkt im Code verankert. Dank Mechanismen wie der Account Abstraction kann der Nutzer mit der Blockchain-Infrastruktur interagieren, ohne deren technische Komplexität selbst bewältigen zu müssen. Die Authentifizierung kann über vertraute Methoden erfolgen, während die kryptografische Mechanik im Hintergrund wirkt.

Der eigentliche Mehrwert liegt jedoch weniger in der technologischen Raffinesse als in den Implikationen für die Governance von Portfolios. In der Schweiz unterliegt die Vermögensverwaltung den Vorschriften der FINMA. Derzeit basiert die Einhaltung des Risikoprofils und der Mandatsvorgaben weitgehend auf organisatorischen Prozessen und nachgelagerten Kontrollen. Smart Wallets führen eine andere Logik ein: jene einer von Anfang an integrierten Compliance. Verstösst eine Transaktion gegen vordefinierte Parameter, wird sie schlicht nicht ausgeführt. Die Regel wird nicht mehr nur überwacht, sondern strukturell verankert.

Diese Idee einer «Compliance by Design» könnte eine bedeutende Weiterentwicklung darstellen. Sie verwandelt Compliance in einen automatischen Mechanismus, der in der Architektur des Wallets selbst eingeschrieben ist. Die Prüfbarkeit wird unmittelbar, da jede Operation in einem unveränderlichen Register erfasst wird. In einem Umfeld, in dem Rückverfolgbarkeit und Transparenz an Bedeutung gewinnen, könnte diese Fähigkeit sowohl Institutionen als auch Aufsichtsbehörden überzeugen.

Diese Verheissung setzt jedoch eine zentrale Voraussetzung voraus: die Tokenisierung der Vermögenswerte. Ohne eine digitale Repräsentation von Anleihen, Aktien, Kreditinstrumenten oder Immobilien bleibt die Programmierbarkeit begrenzt. Jüngste Initiativen im Bereich tokenisierter Real World Assets, insbesondere bei Staatsanleihen, zeigen jedoch, dass dieser Übergang bereits im Gange ist. Je stärker Finanzinstrumente in digitale Formate überführt werden, desto eher könnte das Smart Wallet zu ihrer natürlichen Schnittstelle für Verwahrung und Verwaltung werden.

Es bleibt die sensible Frage der Vertraulichkeit – eine historische Säule der Schweizer Banktradition. Öffentliche Blockchains sind ihrem Wesen nach transparent. Für vermögende Kundinnen und Kunden wäre eine vollständige Offenlegung von Transaktionen kaum akzeptabel. Fortschritte im Bereich der Zero-Knowledge-Proofs eröffnen jedoch interessante Perspektiven: Es wird möglich, die Konformität einer Transaktion nachzuweisen, ohne deren Details offenzulegen. Diese selektive Transparenz – bei der Kunde und Vermögensverwalter vollständige Einsicht haben, die Behörde einen bedingten Zugang erhält und Dritte lediglich eine kryptografische Bestätigung sehen – könnte einen technologisch glaubwürdigen Kompromiss zwischen Innovation und Diskretion darstellen.

Auch die häufig ideologisch geführte Debatte zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung im Krypto-Universum verdient eine differenzierte Betrachtung. Im institutionellen Kontext geht es nicht um eine absolute Dezentralisierung, sondern um die Gestaltung einer Vertrauensarchitektur, die mit regulatorischen und operativen Anforderungen vereinbar ist. Eine kontrollierte Form der Zentralisierung kann die Sicherheit erhöhen, eine Filterung der genutzten Protokolle ermöglichen und Mechanismen zur Rückabwicklung im Betrugsfall bereitstellen. Es geht nicht um einen Gegensatz unvereinbarer Visionen, sondern um die Verbindung technologischer Leistungsfähigkeit mit institutioneller Verantwortung.

Letztlich stellen Smart Wallets womöglich keine spektakuläre Zäsur dar, sondern eine strukturelle Weiterentwicklung. Für den Endkunden könnte das Nutzungserlebnis vertraut bleiben. Die Transformation würde sich in der Tiefe vollziehen – in der unsichtbaren Infrastruktur, die die Vermögensverwaltung trägt. Wenn die Tokenisierung weiter voranschreitet und sich der regulatorische Rahmen anpasst, könnte sich diese programmierbare Architektur schrittweise als neue technische Ebene der Schweizer Vermögensverwaltung etablieren.

Die Revolution, sollte sie eintreten, wird leise sein. Doch gerade so nehmen die nachhaltigsten Veränderungen oft Gestalt an – durch eine schrittweise Neugestaltung der grundlegenden Strukturen des Systems.

 

 

LEADERS
Watchmen

Watchmen

Mathias Baitan
Institut Supérieur de Formation Bancaire
«„Die Frage der Kompetenzen ist für den gesamten Sektor strategisch geworden“

LEADERS
Führung

Führung

Jérôme Koechlin
Leadership Management International
„Modernes Leadership ist kein Leadership der Autorität mehr, sondern ein Leadership der Zustimmung.“

LEADERS
Watchmen

Watchmen

Mathias Baitan
Institut Supérieur de Formation Bancaire
«„Die Frage der Kompetenzen ist für den gesamten Sektor strategisch geworden“

LEADERS
Führung

Führung

Jérôme Koechlin
Leadership Management International
„Modernes Leadership ist kein Leadership der Autorität mehr, sondern ein Leadership der Zustimmung.“

SPHERE

The Swiss Financial Arena

Seit der Gründung im Jahr 2016 unterstützt und vernetzt SPHERE die Community der Schweizer Finanzbranche. SPHERE ermöglicht den Austausch, sei es mit dem vierteljährlich erscheinenden Magazin, den beiden Sonderausgaben für institutionelle Anleger, der Website, den Newsletter und den Veranstaltungen, die das ganze Jahr hindurch durchgeführt werden. Toutes les parties prenantes de la finance, l’un des plus importants secteurs économiques de Suisse, ont ainsi à leur disposition une plateforme où il leur est possible d’échanger, de s’informer et de progresser.

SPHERE LAB

SPHERE LAB

  • Interview mit Orégane Chérel
  • Präsidentin des Jahrgangs 2026
  • SPHERE LAB 2026

« Ich möchte mich mit vollem Engagement dafür einsetzen, ein dynamisches und zukunftsorientiertes SPHERE LAB aufzubauen. »

Brücken bauen, die Stimme der Studierenden hörbar machen und die Türen zur Schweizer Finanzwelt öffnen: Orégane Chérel teilt ihre Vision eines SPHERE LABs, das als echtes Sprungbrett für junge Talente gedacht ist.

Von Arnaud Favre

Was hat dich dazu motiviert, dich im SPHERE LAB zu engagieren und heute dessen Präsidentschaft zu übernehmen?

Was mich sofort begeistert hat, war die Idee des SPHERE LAB als Brücke zwischen der Schweizer Finanzwelt und den Studierenden. Ich finde dieses Konzept wirklich großartig, weil es den Studierenden eine Stimme gibt, unsere Perspektiven sichtbar macht und uns echte Sichtbarkeit verschafft.

Als Präsidentin möchte ich mich mit vollem Engagement dafür einsetzen, ein dynamisches und zukunftsorientiertes SPHERE LAB aufzubauen. Mein Ziel ist es, zu einem sinnstiftenden Projekt beizutragen, das den Studierenden neue Perspektiven eröffnet und ihnen hilft, sich ihre berufliche Zukunft vorzustellen.

Welche Ausrichtung möchtest du dem SPHERE LAB für das Jahr 2026 geben?

Ich möchte dem SPHERE LAB eine Richtung geben, die von Ambition, Zusammenarbeit und Wirkung getragen ist. Mein Ziel ist es, seine Rolle als Referenzplattform für die neue Generation in der Finanzwelt weiter zu stärken.

Konkret bedeutet das, starke Synergien mit SPHERE sowie mit der Community der Vermögensverwalter aufzubauen. Für mich soll das SPHERE LAB ein echtes Ideenlabor sein – ein Raum der Vernetzung, in dem jede und jeder seine Ambitionen zum Ausdruck bringen kann. Ich wünsche mir, dass es als Karriere-Katalysator und als Motor für positive Veränderungen im Sektor wahrgenommen wird.

Was kann das SPHERE LAB den Studierenden, die sich engagieren, ganz konkret bieten?

Das SPHERE LAB bietet etwas sehr Wertvolles: Sichtbarkeit, praktische Erfahrung und einen direkten Zugang zum Schweizer Finanzökosystem.

Die Studierenden sind keine bloßen Zuschauer, sondern werden zu aktiven Gestaltern. Sie entwickeln Schlüsselkompetenzen wie Kommunikation, kritisches Denken und Teamarbeit und bauen gleichzeitig ein starkes Netzwerk für ihre Zukunft auf. Diese Erfahrung geht weit über eine Zeile im Lebenslauf hinaus – sie ist ein Beschleuniger für Selbstvertrauen, berufliche Reife und neue Chancen.

Was begeistert dich besonders an der Idee, direkte Verbindungen zwischen Studierenden und Fachleuten der Schweizer Finanzwelt zu schaffen?

Mich begeistert vor allem, die Distanz zwischen zwei Welten zu verringern, die sich manchmal nur wenig kennen. Diese Verbindungen ermöglichen es den Studierenden, sich konkret zu orientieren und vom Erfahrungsschatz der Fachleute zu profitieren – und umgekehrt geben sie den Professionals die Möglichkeit, die Kreativität, die Werte und die neuen Perspektiven der jungen Generation kennenzulernen.

Die Welt verändert sich sehr schnell, insbesondere durch Technologie und künstliche Intelligenz. Junge Menschen haben oft eine andere Vision der Zukunft, und ich bin überzeugt, dass dieser gegenseitige Austausch enorm bereichernd ist.

Was erhoffst du dir persönlich von dieser Erfahrung als Präsidentin des SPHERE LAB?

Persönlich erhoffe ich mir, sehr viel zu lernen und meine Kompetenzen in den Bereichen Leadership, Projektmanagement, Kommunikation und Teamarbeit weiterzuentwickeln.

Vor allem aber möchte ich menschlich wachsen, sinnstiftende Projekte mit engagierten Menschen aufbauen und am Ende das Gefühl haben, zu etwas beigetragen zu haben, das größer ist als ich selbst. Talente dabei zu unterstützen, ihr Potenzial zu entfalten und ihren Platz in der Welt des Wealth Managements zu finden, und das SPHERE LAB zu einem echten Katalysator zu machen – das ist meine tiefste Motivation.

Wie stellst du dir die interne Arbeitsweise und den Geist des SPHERE-LAB-Komitees vor?

Ich stelle mir eine Arbeitsweise mit flachen Hierarchien vor, in der jede und jeder frei ist, Ideen einzubringen, zu testen und zu gestalten. Ziel ist es, dass jedes Mitglied seine spezifischen Kompetenzen in den Dienst des SPHERE LAB stellen kann.

Jede Person kann sich auf einen Bereich spezialisieren – Kommunikation, Events, Interviews, Medien – und bei komplementären Profilen entstehen kleine Teams. Die Idee ist, dass jede einzelne Person einen echten Mehrwert für das Kollektiv schafft.

Was begeistert dich heute am meisten, wenn du an das SPHERE LAB denkst?

Was mich am meisten begeistert, ist der Zugang zu einem Umfeld, das oft als undurchsichtig und schwer zugänglich wahrgenommen wird: die Welt der Vermögensverwalter.

Ich freue mich sehr auf den Austausch mit ihnen, aber auch darauf, unsere eigene SPHERE-LAB-Identität zu entwickeln – unsere Videos, unsere Interviews, unsere Initiativen. Diese kreative Freiheit ist extrem motivierend, und ich danke SPHERE herzlich für diese Chance.

Ein kommender Höhepunkt für das SPHERE LAB?

Ja, ein zentraler Moment wird die 10-Jahr-Feier von SPHERE am 7. September im Hôtel Président Wilson in Genf sein. Geplant ist ein spezielles SPHERE-LAB-Panel mit Studierenden vor rund 400 unabhängigen Vermögensverwaltern.

Wir haben im Komitee bereits viel darüber gesprochen und sind sehr begeistert. Es ist eine einzigartige Gelegenheit, unsere Stimmen einzubringen und uns zu positionieren. Wir freuen uns sehr darauf, mit der Arbeit an diesem Projekt zu beginnen.

Und was ist mit dem kommenden Stock Pitch Challenge?

Dieser befindet sich noch in der Konzeptionsphase, da es sich um einen Prototyp handelt. Wir haben bereits einige Ideen, insbesondere zum Format und zur Redezeit, werden das Projekt jedoch Schritt für Schritt gemeinsam entwickeln.

Das Ziel bleibt klar: allen die Möglichkeit zu geben, sich auszudrücken, ihre Stimme einzubringen und den innovativen Blick zu zeigen, den wir auf die Zukunft haben – im Dialog mit den Fachleuten der Vermögensverwaltung.

LEADERS
Watchmen

Watchmen

Mathias Baitan
Institut Supérieur de Formation Bancaire
«„Die Frage der Kompetenzen ist für den gesamten Sektor strategisch geworden“

LEADERS
Führung

Führung

Jérôme Koechlin
Leadership Management International
„Modernes Leadership ist kein Leadership der Autorität mehr, sondern ein Leadership der Zustimmung.“

LEADERS
Watchmen

Watchmen

Mathias Baitan
Institut Supérieur de Formation Bancaire
«„Die Frage der Kompetenzen ist für den gesamten Sektor strategisch geworden“

LEADERS
Führung

Führung

Jérôme Koechlin
Leadership Management International
„Modernes Leadership ist kein Leadership der Autorität mehr, sondern ein Leadership der Zustimmung.“

SPHERE

The Swiss Financial Arena

Seit der Gründung im Jahr 2016 unterstützt und vernetzt SPHERE die Community der Schweizer Finanzbranche. SPHERE ermöglicht den Austausch, sei es mit dem vierteljährlich erscheinenden Magazin, den beiden Sonderausgaben für institutionelle Anleger, der Website, den Newsletter und den Veranstaltungen, die das ganze Jahr hindurch durchgeführt werden. Toutes les parties prenantes de la finance, l’un des plus importants secteurs économiques de Suisse, ont ainsi à leur disposition une plateforme où il leur est possible d’échanger, de s’informer et de progresser.

Interessengleichheit

Leaders

  • Interview mit Michael Welti
  • Managing Partner, Head of Private Banking
  • Banque Heritage

« In vielerlei Hinsicht ähnelt unser Ansatz dem eines Family Office. »

Banque Heritage hat Zürich zu einer der tragenden Säulen ihrer Entwicklung in der Schweiz gemacht. An der Spitze des Zürcher Standorts erläutert Michael Welti die entscheidenden Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Verankerung ausserhalb von Genf sowie ein Private-Banking-Modell, das bewusst eine enge Nähe zum Family-Office-Ansatz pflegt. Unternehmerische Kultur, unabhängige Beratung und die konsequente Ausrichtung der Interessen prägen dabei eine klare und differenzierende Vision des Schweizer Private Bankings.

Von Jérôme Sicard

Sie sind nach der Fusion mit der Sallfort Privatbank zu Banque Heritage gestossen. Wie beurteilen Sie fünf Jahre später die Entwicklung der Bank in Zürich?

Ich bin vor etwas mehr als vier Jahren zu Banque Heritage gekommen, kurz nachdem die Fusion bereits abgeschlossen war. Rückblickend lässt sich sagen, dass die Entwicklung des Zürcher Standorts bemerkenswert war. Wir kamen aus der Covid-Zeit, die viele Institute – auch unseres – dazu gezwungen hat, ihre Positionierung und ihr Betriebsmodell grundlegend zu überdenken.

Zürich wurde früh klar als strategische Priorität definiert. Wir haben stark in Mitarbeitende investiert, unseren Kundenstamm sowie die verwalteten Vermögen deutlich ausgebaut und den Standort als zentrales Private-Banking-Zentrum neben Genf neu positioniert. Ein wichtiger Meilenstein war der kürzliche Umzug unseres Büros vom Stadtrand ins Stadtzentrum, wodurch wir unseren Partnern und Kunden wesentlich nähergekommen sind. Heute ist Zürich eine der tragenden Säulen der Bank.

Was sind die zentralen Erfolgsfaktoren für eine in Genf verwurzelte Privatbank, die sich nachhaltig in Zürich etablieren will?

Es gibt drei entscheidende Ebenen.

Erstens: Marke und Aktionärsstruktur. Eine klare, unabhängige Eigentümerstruktur und ein starkes unternehmerisches Erbe sind zentral. Sind diese Grundlagen solide, rückt die geografische Herkunft in den Hintergrund.

Zweitens: die Menschen. Dieser Punkt wird häufig unterschätzt. Es braucht die richtigen Persönlichkeiten in den richtigen Funktionen – mit der passenden Haltung. Viele Organisationen scheitern nicht an ihrer Strategie, sondern an einer falschen personellen Ausrichtung.

Drittens: die Kultur – oder der Charakter. Neugier, Motivation und die Bereitschaft, Veränderungen anzunehmen, sind entscheidend. Ohne diese Offenheit gelingt keine Neupositionierung. Bei Banque Heritage waren Neugier und unternehmerisches Denken zentrale Treiber unseres organischen Wachstums.

Banque Heritage positioniert sich als innovativ und zukunftsorientiert. Wie zeigt sich das konkret im Private Banking und in den Kundenbeziehungen in Zürich?

Innovation bedeutet für uns nicht Technologie um ihrer selbst willen, sondern Befähigung. Wir wollen Bankerinnen und Banker, die innerhalb eines klaren Rahmens Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen können. Das ist unternehmerisches Handeln im Alltag.

Wir vermeiden bewusst eine Überstrukturierung. Wenn eine Organisation von Handbüchern statt von Menschen gesteuert wird, verliert sie an Agilität. Unser Modell basiert auf Kundennähe, Flexibilität und offener Architektur. Wir produzieren keine eigenen Produkte, sondern wählen die besten verfügbaren Lösungen aus oder entwickeln sie bei Bedarf.

In diesem Sinne agieren wir sehr ähnlich wie ein Family Office – allerdings mit Banklizenz. Wir versetzen uns konsequent in die Lage unserer Kunden und gestalten unsere Dienstleistungen entsprechend. Diese Kundenorientierung ist kein Schlagwort, sondern fest in unserer Arbeitsweise verankert.

Die Bank erzielt solide Resultate, verfügt über starke Kapitalquoten und bietet ein breites Spektrum von Private Banking bis Advisory. Wie entsteht daraus ein Wettbewerbsvorteil?

Unsere Kundinnen und Kunden sind überwiegend Unternehmerinnen und Unternehmer – aktiv oder im Ruhestand – mit sehr spezifischen Erwartungen an eine Bank. Sie stellen Fragen zur Eigentümerstruktur, zur Stabilität, zur Governance und zur langfristigen Ausrichtung

Da wir keine eigenen Produkte vertreiben, ist unsere Beratung wirklich unabhängig. Zudem investieren wir auf Aktionärsebene gemeinsam mit unseren Kunden. Diese Interessenangleichung verändert den Dialog grundlegend.

Anstatt standardisierte Lösungen zu vertreiben, beginnen wir mit einem konkreten Anliegen und entwickeln darauf abgestimmt eine Investition oder Dienstleistung. Dieser Ansatz trifft den Nerv unternehmerischer Kunden und unterscheidet uns sowohl von Grossbanken als auch von reinen Vermögensverwaltern.

Wie beurteilen Sie den aktuellen Zustand des Schweizer Bankenplatzes?

Die Schweiz bleibt ein einzigartiger Finanzplatz. Ihre zentralen Stärken sind Vertrauen, politische Stabilität, Diskretion und eine ausgeprägte regulatorische Kompetenz. In einer Welt zunehmender geopolitischer Fragmentierung, wachsender Spannungen und regulatorischer Unsicherheit gewinnen diese Qualitäten weiter an Bedeutung.

Für vermögende Personen steht heute nicht mehr primär die Rendite im Vordergrund, sondern der Schutz – von Familie, Vermögen und langfristigem Erbe. Die Schweiz bietet dafür einen institutionellen Rahmen, der seine Widerstandsfähigkeit über Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, bewiesen hat. Deshalb spielt sie weiterhin eine Schlüsselrolle in der internationalen Vermögensplanung.

Der Schweizer Finanzplatz muss nicht zwingend der innovativste sein, um relevant zu bleiben – insbesondere im Private Banking. Die meisten technologischen Innovationen sind im Retailgeschäft getrieben. Im Segment der Ultra-High-Net-Worth-Individuals liegen die eigentlichen Herausforderungen anderswo: in der Strukturierung komplexer globaler Vermögen, in der generationenübergreifenden Governance und im Erhalt von Vermögen in einem stabilen und berechenbaren Rechtsraum.

Worin unterscheidet sich der Zürcher Markt für Banque Heritage vom Genfer?

Es gibt Unterschiede in den Kundenclustern. Zürich ist stärker auf Europa, Osteuropa und global tätige Unternehmer ausgerichtet, während Genf traditionell engere Verbindungen zu Lateinamerika und internationalen Familienstrukturen aufweist.

Grundsätzlich denken wir jedoch nicht in Standorten. Unsere Arbeitssprache ist Englisch, unser Mindset international, und unsere Kunden bewegen sich selbstverständlich zwischen verschiedenen Hubs. Intern verstehen wir uns als eine integrierte Private-Banking-Plattform – nicht als regionale Silos.

Welche Ambitionen verfolgen Sie aktuell in Zürich?

Wachstum hat zwei Dimensionen: organisch und anorganisch. In letzter Zeit war unser Wachstum ausschliesslich organisch – und sehr stark. Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen.

Ein zentraler Hebel ist die Rekrutierung. Banque Heritage gehört zu den wenigen verbliebenen Privatbanken in der Schweiz, die erfahrene Kundenberater anzieht, die Eigenständigkeit, Kundennähe und Freiheit von übermässiger Bürokratie suchen.

Strategisch wollen wir das vertiefen, was wir am besten können: Vermögensverwaltung, einschliesslich der Zusammenarbeit mit externen Vermögensverwaltern. Wir streben keine unnötige Ausweitung der Geschäftsfelder an. Offene Architektur, starke Partnerschaften und ein klarer Fokus bleiben die Eckpfeiler unseres Modells.

Michael Welti

Banque Heritage

Michael Welti leitet den Bereich Private Banking der Banque Heritage, deren Managing Partner er ist. Mit über dreissig Jahren Erfahrung gilt er heute als anerkannter Experte in der Vermögensverwaltung und in der Finanzberatung. Im Verlauf seiner Karriere hat Michael Welti massgeblich zu strategischen Entwicklungen beigetragen und führende Teams bei renommierten Schweizer Finanzinstituten wie UBS, UBP und REYL Intesa Sanpaolo geleitet. Er ist 2021 zur Banque Heritage gestossen.
Michael Welti verfügt über das Zertifikat Wealth Management Advisor und hat zudem mehrere Executive-Programme am Swiss Finance Institute sowie an der Universität Zürich absolviert.

    Sie werden auch mögen

    LEADERS
    Watchmen

    Watchmen

    Mathias Baitan
    Institut Supérieur de Formation Bancaire
    «„Die Frage der Kompetenzen ist für den gesamten Sektor strategisch geworden“

    LEADERS
    Führung

    Führung

    Jérôme Koechlin
    Leadership Management International
    „Modernes Leadership ist kein Leadership der Autorität mehr, sondern ein Leadership der Zustimmung.“

    LEADERS
    Watchmen

    Watchmen

    Mathias Baitan
    Institut Supérieur de Formation Bancaire
    «„Die Frage der Kompetenzen ist für den gesamten Sektor strategisch geworden“

    LEADERS
    Führung

    Führung

    Jérôme Koechlin
    Leadership Management International
    „Modernes Leadership ist kein Leadership der Autorität mehr, sondern ein Leadership der Zustimmung.“

    SPHERE

    The Swiss Financial Arena

    Seit der Gründung im Jahr 2016 unterstützt und vernetzt SPHERE die Community der Schweizer Finanzbranche. SPHERE ermöglicht den Austausch, sei es mit dem vierteljährlich erscheinenden Magazin, den beiden Sonderausgaben für institutionelle Anleger, der Website, den Newsletter und den Veranstaltungen, die das ganze Jahr hindurch durchgeführt werden. Toutes les parties prenantes de la finance, l’un des plus importants secteurs économiques de Suisse, ont ainsi à leur disposition une plateforme où il leur est possible d’échanger, de s’informer et de progresser.

    PMS

    Leaders

    • Interview mit Etienne de Béjarry
    • Senior Account Executive
    • Addepar

    „Das digitale Erlebnis wird sich als eigenständiger strategischer Faktor etablieren.“

    Angesichts der zunehmenden Komplexität von Portfolios, des wachsenden Anteils nicht kotierter Anlagen und des steigenden regulatorischen Drucks verändert sich die Rolle technologischer Tools bei unabhängigen Vermögensverwaltern grundlegend. Étienne de Bejarry, der kürzlich das Schweizer Büro der Plattform Addepar eröffnet hat, erläutert hier die Architektur-, Automatisierungs- und Datenverarbeitungsentscheidungen, die ihren Arbeitsalltag nachhaltig verändern.

    Von Jérôme Sicard

    Was sind heute die wichtigsten Forschungs- und Entwicklungsachsen bei Addepar?

    Das Unternehmen investiert jährlich über 100 Millionen US-Dollar in Forschung und Entwicklung, wobei nahezu die Hälfte der Mitarbeitenden in den Bereichen Produkt, Engineering und Dateninfrastruktur tätig ist.

    Im Bereich der Dateninfrastruktur hat Addepar massiv in eine Architektur investiert, die unter anderem auf Databricks basiert. Sie ermöglicht die Verarbeitung von mehr als 450 Datenfeeds von Depotbanken weltweit. Ziel dieses Ansatzes ist es, eine hohe Datenqualität, eine reibungslose Integration mit Drittsystemen sowie ein hohes Sicherheitsniveau sicherzustellen – bei gleichzeitiger Skalierbarkeit der Plattform.

    Der zweite Schwerpunkt liegt auf künstlicher Intelligenz und Automatisierung. Addepar entwickelt intelligente Agenten, Chatbots sowie Tools zur Workflow-Automatisierung, die den Arbeitsalltag der Nutzerinnen und Nutzer vereinfachen sollen. Das Ziel ist klar: die operative Belastung zu reduzieren, manuelle Eingriffe zu minimieren und den Teams zu ermöglichen, sich auf Aufgaben mit höherer Wertschöpfung zu konzentrieren.

    Ein dritter strategischer Fokus betrifft schliesslich die Verwaltung alternativer und privater Anlagen. Aktuell aggregiert Addepar rund 8’000 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten, wovon rund 40 % in nicht kotierte Anlageklassen investiert sind. Addepar hat Lösungen entwickelt, die Dokumente von General Partners automatisch lesen, analysieren und verarbeiten, um diese komplexen Daten zuverlässig und kontinuierlich in die Plattform zu integrieren.

    Welche international entwickelten Lösungen sind aus Ihrer Sicht besonders relevant für unabhängige Vermögensverwalter in der Schweiz?

    Unabhängige Vermögensverwalter bewegen sich in einem zunehmend anspruchsvollen Umfeld, das leistungsfähige und zugleich flexible Werkzeuge erfordert. Genau darauf hat Addepar in den vergangenen Jahren einen wesentlichen Teil seiner Entwicklungsarbeit ausgerichtet.

    Die Plattform basiert auf einem Konzept weitgehender Individualisierung. Jedes Nutzerprofil – sei es Compliance Officer, Relationship Manager, Portfolio Manager, Geschäftsleitung oder Risk Officer – kann über spezifisch auf seine Aufgaben und Ziele zugeschnittene Dashboards, Kennzahlen und Reports verfügen. Das Tool ist nicht als starres System konzipiert, sondern als dynamische Umgebung, die sich im Zeitverlauf an die operativen Bedürfnisse der Teams anpasst.

    Diese Flexibilität erstreckt sich auch auf die Verarbeitung alternativer Anlagen. Addepar hat ein Modul für Alternative Data Management entwickelt, das die Integration von Investitionen automatisiert, die häufig in Form unstrukturierter Dokumente per E-Mail übermittelt werden. Diese Daten werden ohne manuelle Eingriffe verarbeitet und direkt in nutzbare Transaktionen umgewandelt – eine sehr konkrete Antwort auf eine Herausforderung, mit der viele Vermögensverwalter in der Schweiz konfrontiert sind.

    Wie erklären Sie den Rückstand unabhängiger Schweizer Vermögensverwalter in der Digitalisierung?

    Dieser lässt sich zu einem grossen Teil durch die rasante Veränderung ihres Umfelds erklären. Die letzten Jahre waren geprägt von einer Verschärfung der Regulierung, insbesondere mit der Einführung der FINMA-Lizenz, sowie von einer zunehmenden Komplexität der Portfolios mit Multi-Bank- und Multi-Jurisdiktionsstrukturen. Die Integration von Anlagen – etwa strukturierten Produkten oder alternativen Investments – ist deutlich anspruchsvoller geworden.

    Zudem basiert das Geschäftsmodell unabhängiger Vermögensverwalter historisch stark auf der persönlichen Beziehung, auf Vertrauen und Nähe zu den Kunden. Technologie wurde lange Zeit eher als unterstützendes Element oder gar als Einschränkung wahrgenommen und weniger als strategischer Hebel. Hinzu kommt, dass viele digitale Lösungen primär als Kostenstellen galten, ohne klar erkennbaren unmittelbaren Nutzen.

    Wie sehen Sie die Entwicklung des PMS-Marktes in der Schweiz in den kommenden Jahren?

    Es handelt sich um einen sehr wettbewerbsintensiven Markt, was für die Vermögensverwalter grundsätzlich von Vorteil ist, da ihnen eine breite Auswahl an Lösungen zur Verfügung steht. Allerdings sind nicht alle Anbieter gleich gut in der Lage, die notwendigen Investitionen zur Integration neuer Technologien zu stemmen.

    Mittelfristig werden sich jene PMS durchsetzen, die es verstanden haben, zukünftige Marktbedürfnisse frühzeitig zu antizipieren und konsequent in Forschung und Entwicklung zu investieren. Vermögensverwalter werden in der Lage sein müssen, mit weniger Ressourcen mehr zu leisten und gleichzeitig den Erwartungen einer neuen, anspruchsvolleren Kundengeneration gerecht zu werden – insbesondere in Bezug auf Personalisierung, Transparenz und digitales Erlebnis.

    Die Fähigkeit, vollständig individualisierte Reports, moderne Benutzeroberflächen und nutzungsorientierte mobile Anwendungen anzubieten, wird zu einem zentralen Differenzierungsmerkmal. In diesem Kontext wird sich das digitale Kundenerlebnis als eigenständiger strategischer Faktor etablieren.

    Wie integrieren Sie nicht kotierte Anlagen, um eine konsolidierte Portfoliosicht zu erreichen?

    Wie bereits erwähnt, sind rund 40 % der auf der Plattform aggregierten Vermögenswerte in Private Equity, Immobilien, Direktinvestitionen oder andere Real Assets investiert. Um den Besonderheiten dieser Anlageklassen gerecht zu werden, hat Addepar Tools entwickelt, die sich direkt mit den Portalen der General Partners verbinden, eingehende Dokumente automatisch analysieren und die entsprechenden Transaktionen in der Plattform generieren. Dieser Ansatz gewährleistet eine konsolidierte Portfoliosicht mit zuverlässigen und historisierten Daten.

    Ergänzend dazu hat Addepar Instrumente zur langfristigen Cashflow- und Liquiditätsprojektion implementiert, die auf einer umfangreichen anonymisierten Datenbasis privater Fonds beruhen. Diese Funktionen ermöglichen realistische Szenarioanalysen sowie aussagekräftige Performance-Benchmarks, abgestimmt auf unterschiedliche Strategien und Investitionsprofile.

    Welche Rolle spielen künstliche Intelligenz und prädiktive Analysen in einem PMS?

    Sie kommen insbesondere bei der automatisierten Verarbeitung von Dokumenten im Zusammenhang mit alternativen Anlagen zum Einsatz, aber auch zur Speisung von Chatbots, die in der Lage sind, komplexe Anfragen auf Basis der auf der Plattform verfügbaren Daten zu beantworten.

    Darüber hinaus arbeitet Addepar an der Automatisierung vollständiger operativer Workflows – vom Kunden-Onboarding über regulatorische Kontrollen bis hin zu Bankdatenabgleichen. Ziel ist es, Prozesse zu vereinfachen und manuelle Tätigkeiten signifikant zu reduzieren.

    Langfristig wird künstliche Intelligenz eine zentrale Rolle im funktionalen Umfang von PMS einnehmen, stets eingebettet in eine menschliche Validierung. Es geht nicht darum, die Expertise von Fachpersonen zu ersetzen, sondern sie zu stärken – durch Werkzeuge, die Effizienz, Zuverlässigkeit und Entscheidungsqualität verbessern.

    Etienne de Bejarry

    Addepar

    Étienne de Bejarry ist seit Juni 2025 als Senior Account Executive bei Addepar tätig und verantwortet den kommerziellen Ausbau des Unternehmens in der Schweiz. Addepar, eine Technologieplattform für Investmentprofis, eröffnete im Oktober ihr Schweizer Büro in Genf. Nach einer fundierten Laufbahn in der Managementberatung war Étienne de Bejarry in den vergangenen fünf Jahren bei WealthArc tätig, wo er die kommerzielle Strategie aufgebaut und verantwortet hat.

      Sie werden auch mögen

      LEADERS
      Watchmen

      Watchmen

      Mathias Baitan
      Institut Supérieur de Formation Bancaire
      «„Die Frage der Kompetenzen ist für den gesamten Sektor strategisch geworden“

      LEADERS
      Führung

      Führung

      Jérôme Koechlin
      Leadership Management International
      „Modernes Leadership ist kein Leadership der Autorität mehr, sondern ein Leadership der Zustimmung.“

      LEADERS
      Watchmen

      Watchmen

      Mathias Baitan
      Institut Supérieur de Formation Bancaire
      «„Die Frage der Kompetenzen ist für den gesamten Sektor strategisch geworden“

      LEADERS
      Führung

      Führung

      Jérôme Koechlin
      Leadership Management International
      „Modernes Leadership ist kein Leadership der Autorität mehr, sondern ein Leadership der Zustimmung.“

      SPHERE

      The Swiss Financial Arena

      Seit der Gründung im Jahr 2016 unterstützt und vernetzt SPHERE die Community der Schweizer Finanzbranche. SPHERE ermöglicht den Austausch, sei es mit dem vierteljährlich erscheinenden Magazin, den beiden Sonderausgaben für institutionelle Anleger, der Website, den Newsletter und den Veranstaltungen, die das ganze Jahr hindurch durchgeführt werden. Toutes les parties prenantes de la finance, l’un des plus importants secteurs économiques de Suisse, ont ainsi à leur disposition une plateforme où il leur est possible d’échanger, de s’informer et de progresser.