Breites Spektrum
Pierre Ricq
Union Bancaire Privée
„Zwischen Vermögensverwalter und Family Officer unterscheiden“
Das Institut Supérieur de Formation Bancaire hat das ISFB Family Officer Certificate eingeführt. Diese in der Schweiz wegweisende Ausbildung richtet sich hauptsächlich an Single Family Officers, Multi Family Officers, aber auch an unabhängige Vermögensverwalter. Pierre Ricq, Leiter des Programms, erläutert die Herausforderungen dieser sechstägigen Ausbildung.
Von Sergio-Levi Mutemba
Welche Bedeutung haben Family Offices in der Schweiz?
Family Offices sind mit einem verwalteten Vermögen von über 3’700 Milliarden US-Dollar das Herzstück der weltweiten Vermögensverwaltung. In der Schweiz verwalten rund 300 Single Family Offices allein 600 Milliarden US-Dollar. Dieses starke Wachstum zeugt von einem dringenden Bedarf an qualifizierten Family Officers.
Was sind die konkreten Vorteile dieser Ausbildung für Fachleute im Bereich der Vermögensverwaltung?
Der Unterricht ist sowohl theoretisch als auch praktisch. Er ermöglicht es den Fachleuten, sich einen Überblick über die Herausforderungen des Family Office zu verschaffen, die Beziehung mit den Anbietern besser zu beherrschen und sogar ihre Finanzkenntnisse zu verbessern. Die Ausbildung umfasst unter anderem die Bereiche Vermögensplanung, Philanthropie, technologische Instrumente, alternative Vermögensverwaltung, Immobilien und Governance, um nur einige Module zu nennen.
Ist die Nachfrage nach dieser Art von Ausbildung spürbar?
Die Nachfrage ist in der Tat vorhanden. Sie ist darauf zurückzuführen, dass bisher nur Universitäten wie das IMD oder die Harvard Business School diese Art von Ausbildung anbieten. Die Ausbildung richtet sich in erster Linie an Kunden von Family Offices und nicht an professionelle Vermögensverwalter. Der Vorteil dieses Kurses ist, dass die Dozenten anerkannte Fachleute sind, die bei ebenso renommierten Finanzinstituten arbeiten. Das bedeutet, dass die Teilnehmer ein unmittelbares Netzwerk mit den Referenten aufbauen können.
Unter den angebotenen Kursen ist der Kurs „Digitale Tools“ in der heutigen technologischen Umgebung besonders interessant. Worum geht es in diesem Kurs?
Dieser Kurs konzentriert sich hauptsächlich auf digitale Werkzeuge zur Konsolidierung. Dieses Tool ermöglicht nicht nur die Konsolidierung von finanziellen Vermögenswerten, sondern auch von realen Vermögenswerten wie Immobilien oder Kunst. Diese Funktion ist das A und O des Family Office und muss zuerst digitalisiert werden, bevor andere Funktionen, die für eine Digitalisierung in Frage kommen, in Angriff genommen werden.
Ist es wahrscheinlich, dass sich diese Ausbildung in Zukunft weiterentwickeln wird?
Ich denke schon. Nach dem Modul über Gewerbeimmobilien, das vor kurzem mit der CBRE-Gruppe durchgeführt wurde, schlugen alle Teilnehmer vor, einen Kurs über internationale Immobilien einzurichten, da die Lex Koller gesetzliche Beschränkungen für ausländische Kunden vorsieht, die in Immobilieneigentum in der Schweiz investieren möchten.
Bietet ein Family Office immer das gesamte Spektrum an Dienstleistungen an, oder werden Conciergedienste oder Philanthropie manchmal geopfert, um die Kosten zu optimieren?
Das ist eine sehr gute Frage. Ein echtes Family Office muss alles anbieten. Aber ein Family Officer muss auch integer und ehrlich gegenüber seinen Kunden sein. Er muss zugeben, dass er beispielsweise nicht unbedingt über die Kompetenzen im Bereich der Philanthropie verfügt, und dem Kunden erklären, wie diese Funktion an einen Spezialisten ausgelagert werden kann. Das ISFB-Zertifikat beinhaltet eben das Modul Philanthropie, das von Étienne Eichenberger, den man als eine der grössten Referenzen der Philanthropie in der Schweiz bezeichnen kann, über die Firma WISE geleitet wird.
Wichtig für den Kunden ist, dass er zwischen dem Vermögensverwalter und dem Family Officer unterscheidet. Die Hauptfunktion des ersteren ist die Verwaltung von Investitionen, aber er wird natürlich auch alle Dienstleistungen einer Family Office anbieten wollen. Daher ist es sinnvoll, eine Ausbildung in diesem Bereich zu absolvieren. Der reine Family Officer hingegen wird alle Funktionen umfassen, einschliesslich der Überwachung der Anlagestrategie, die er bei einer Bank in Auftrag gegeben hat, sowie alle Funktionen, die nicht mit finanziellen Aspekten zu tun haben.
Pierre Ricq
Union Bancaire privée
Pierre Ricq ist als Senior Family Advisor bei der Union Bancaire Privée in der Abteilung Family Office Services tätig. Bevor er zur UBP kam, hatte Pierre Schlüsselpositionen bei UBS, Vontobel, J. Safra Sarasin und Société Générale inne, wo er während fast 20 Jahren eine umfassende Expertise in der Vermögensverwaltung aufbauen konnte. Pierre hat das Family Officer-Zertifikat der ISFB ins Leben gerufen und leitet es. Er hat einen Bachelor in Betriebswirtschaft und einen CAS in Fundraising der HSG. Er hat mehrere Postgraduate-Zertifizierungen erhalten, darunter den Certified International Wealth Manager (CIWM) und den Certified Wealth Management Advisor (CWMA). Ausserdem absolvierte er das Executive Program „Strategic Management in Banking“ an der INSEAD.
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
Pierre Ricq
Union Bancaire Privée
„Zwischen Vermögensverwalter und Family Officer unterscheiden“
Alain Zell
Capitalium
„Performance Watcher - ein wertvolles Instrument, um den Wert unserer Ergebnisse richtig einzuschätzen“.
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Im Februar, wie übrigens auch im Januar, profitierten die Anleger in Franken und Euro von der Widerstandsfähigkeit der europäischen Aktien und gleichzeitig von der Schwäche der grossen amerikanischen Technologiewerte.
Der Februar war ein relativ ruhiger Monat für Schweizer-Franken-Portfolios, die von der Verbesserung des globalen Anleihenmarktes und der anhaltenden Outperformance europäischer Aktien gegenüber US-Aktien profitierten. Tatsächlich behielten die Schweizer Large Caps ihre Aufwärtsdynamik auch 2025 bei und erreichten regelmässig neue historische Höchststände. In der Zwischenzeit verloren die US-amerikanischen „Magnificent Seven“ an Schwung, wodurch die Widerstandsfähigkeit der CHF-Portfolios gestärkt wurde.
CHF: Geduld wird belohnt
Der Februar war ein relativ ruhiger Monat für Schweizer-Franken-Portfolios, die von der Verbesserung des globalen Anleihenmarktes und der anhaltenden Outperformance europäischer Aktien gegenüber US-Aktien profitierten. Tatsächlich behielten die Schweizer Large Caps ihre Aufwärtsdynamik auch 2025 bei und erreichten regelmässig neue historische Höchststände. In der Zwischenzeit verloren die US-amerikanischen „Magnificent Seven“ an Schwung, wodurch die Widerstandsfähigkeit der CHF-Portfolios gestärkt wurde.
Die Performance der CHF-Portfolios spiegelt diese Stabilität wider. Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 28. Februar stiegen die Portfolios mit niedrigem Risiko um 1,7 % bei einem Risiko von 2,7 %, während die Portfolios mit hohem Risiko um 3,5 % bei einem Risiko von 6,0 % stiegen. Im kürzeren Zeitraum vom 31. Januar bis zum 28. Februar war die Performance hingegen moderater und bei den Portfolios mit hohem Risiko sogar negativ (-0,2 %).
USD: Eine enttäuschende Performance
Der fallende US-Dollar und die niedrigeren Anleiherenditen hätten eine Stütze für Multi-Asset-Portfolios in USD sein können. Die trübe Performance des US-Marktes, die durch das Debakel der „Magnificent Seven“ gekennzeichnet war, belastete jedoch die aggressiveren Portfolios. So haben sich die USD-Portfolios seit Jahresbeginn schlechter entwickelt als die Portfolios in CHF und EUR.
Die Zahlen verdeutlichen diese Schwierigkeit: In den ersten beiden Monaten des Jahres legten die Portfolios mit hohem Risiko in USD nur um 1,5 % zu, bei einem hohen Risiko von 8,4 %. Im letzten Monat war der Trend mit einem Rückgang von -1,4 % noch deutlicher. Selbst Portfolios mit mässigem Risiko wiesen im letzten Zeitraum eine negative Wertentwicklung von -0,7 % auf.
EUR: Eine widerstandsfähige Diversifizierung
Wie bei den CHF-Portfolios sorgte die deutliche Outperformance europäischer Aktien gegenüber US-Aktien dafür, dass die EUR-Portfolios positive Renditen erzielten. Ein robuster Anleihenmarkt und die Widerstandsfähigkeit von Nicht-US-Aktien glichen den Gegenwind durch den schwachen Dollar und den Fall der „Magnificent Seven“ aus.
Die Daten zeigen eine bessere Widerstandsfähigkeit der EUR-Portfolios. Zwischen Januar und Februar stiegen die Portfolios mit niedrigem Risiko um 1,8 % bei einem Risiko von 2,9 %, während die Portfolios mit hohem Risiko einen Anstieg von 2,8 % bei einem Risiko von 5,2 % verzeichneten. In dem kürzeren Zeitraum blieben die Portfolios mit hohem Risiko unverändert (0,0 %) und bestätigten damit ihre Robustheit gegenüber der Marktvolatilität.
Conclusion
Der Februar bestätigte die Divergenz zwischen den europäischen und den US-amerikanischen Märkten. Während die Portfolios in CHF und EUR von der Widerstandsfähigkeit europäischer Aktien und einem starken Anleihenmarkt profitierten, litten die Portfolios in USD unter der schlechten Performance der großen US-Technologiewerte. Der PWI+ Index, der auf der Stärke partizipativer Daten, relevanten Renditen nach Gebühren und unparteiischen Berechnungen beruht, beleuchtet diese Trends und ihre Auswirkungen auf die Anlagestrategien.
Die Performance Watcher Indizes, vom 31.01.2025 bis zum 28.02.2025.
Index, Performance, Volatilität
CHF Geringes Risiko, 0,7%, 1,6%
CHF Mittleres Risiko, 0,2%, 3,1%
CHF Hohes Risiko, -0,2%, 5,1%
EUR Geringes Risiko, 0,4%, 1,7%
EUR Mittleres Risiko, 0,2%, 3,0%
EUR Hohes Risiko, 0,0%, 4,2%
USD Geringes Risiko, 0,3%, 2,0%
USD Mittleres Risiko, -0,7%, 4,6%
USD Hohes Risiko, -1,4%, 7,0%
Eric Bissonnier
Performance Watcher
Eric Bissonnier ist seit Juni 2022 CEO von Performance Watcher. Er begann seine Karriere 1992 bei Chase Manhattan Private Bank in Genf und New York. Im Jahr 1998 wechselte er zum alternativen Multi-Management-Unternehmen EIM, wo er 2002 CIO wurde. Bei den EIM-Nachfolgeunternehmen Gottex und LumX Asset Management blieb er bis 2019 im Amt. Er war massgeblich an der Entwicklung des Fintechs LumRisk beteiligt, einem Spin-off von EIM, das sich auf Risikomanagement spezialisiert hat. Eric ist CFA-zertifiziert und hat einen Master-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften von der Universität Genf.
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„Zwischen Vermögensverwalter und Family Officer unterscheiden“
Alain Zell
Capitalium
„Performance Watcher - ein wertvolles Instrument, um den Wert unserer Ergebnisse richtig einzuschätzen“.
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In dieser neuen Rubrik, Best Practice, in der verschiedene Lösungen für das Wealth Management und deren optimale Nutzung untersucht werden, erläutert Alain Zell, wie er Performance Watcher einsetzt. Als Marketinghebel, Reporting-Lösung und internes Kontrollinstrument.
Von Jérôme Sicard
Wie haben Sie die Kundenbeziehung bei Capitalium organisiert?
Wir organisieren sie und bauen sie langfristig auf. Sie ist zunächst als eine Partnerschaft konzipiert, die wir mit jedem unserer Kunden entwickeln – eine Partnerschaft, die auf Vertrauen und Interessenangleichung beruht.
In dieser Kundenbeziehung ist Transparenz das Zauberwort. Natürlich haben wir Transparenz in unsere Anlageprozesse, aber auch in Bezug auf unsere Vergütung und unsere Ergebnisse, da wir mit offenen Büchern arbeiten. Unsere Kunden können unsere Konten einsehen, wann immer sie wollen.
Welchen Platz nimmt Performance Watcher in diesem System ein?
In diesem Schema ist Performance Watcher das Instrument, mit dem der Kunde überprüfen kann, ob wir unsere Versprechen einhalten oder ob wir alles tun, um sie zu erfüllen. Wie er eingesetzt wird, hängt davon ab, in welcher Phase sich die Kundenbeziehung gerade befindet. In der Akquisitionsphase setzen wir Performance Watcher als Marketinginstrument ein, mit dem wir unsere Bemühungen um Transparenz unterstreichen können.
Sobald der Kunde mit dem Konzept vertraut ist, integrieren wir Performance Watcher systematisch in unsere Geschäftsberichte, sodass er seine risikobereinigten Ergebnisse überprüfen und mit den Ergebnissen, die unsere Konkurrenten ihrerseits erzielt haben, vergleichen kann.
Es ist auch ein wertvolles Instrument, um die Risikotoleranz unserer Kunden zu messen und so ihr Anlageprofil zu validieren. Je nachdem, wie sie auf unsere Berichte reagieren, können wir ihre Risikobereitschaft besser einschätzen. Wir sehen, ob sie sich besser für ein etwas dynamischeres Management oder im Gegenteil für eine etwas defensivere Verwaltung eignen.
Welche Funktionen nutzen Sie hauptsächlich?
Wenn wir bei unseren Kunden sind, nutzen wir einerseits die von Performance Watcher angebotene Übersicht mit dem gesamten Verlauf und andererseits dem Year-to-Date-Segment. Auf diese Weise können wir sehen, wie sich sein Portfolio im Vergleich zu den Portfolios unserer Konkurrenten entwickelt und können so seine tatsächliche Risikotoleranz besser einschätzen.
Intern nutzen wir alle Funktionen, die es uns ermöglichen, die Relevanz unserer Entscheidungen zu messen und das mit unseren Portfolios verbundene Risiko besser zu steuern. Wir verfolgen ihre Entwicklung im Laufe der Zeit und überprüfen die Angemessenheit der Portfolios sowohl in Aufwärts- als auch in Abwärtsphasen.
Welches Feedback erhalten Sie von Ihren Kunden?
Das Interesse unserer Kunden an Performance Watcher hängt natürlich davon ab, wie sensibel sie auf diese Art von Informationen reagieren. Wir passen uns zunächst an ihre Erwartungen an. Wir haben etwa 60 Kunden. Nicht alle fragen danach – oder kümmern sich darum – aber alle erhalten die Performance-Watcher-Bilanzen, da sie in unserer Berichtserstellung integriert sind.
Die Anwendung Performance Watcher mit ihrem Barometer, welches das Verhalten des Portfolios zusammenfasst, als würde es das Wetter anzeigen, ist sehr intuitiv, erfordert aber dennoch eine gewisse Einarbeitungszeit, damit die Kunden die Prinzipien verstehen. Wenn sie einmal verinnerlicht sind, werden sie schnell angenommen. Sie schätzen insbesondere die Tatsache, dass Performance Watcher eine externe, unabhängige Quelle ist, die ein objektives Benchmark oder einen objektiven Vergleich auf der Grundlage realer Portfolios und nicht eines theoretischen Benchmarks bietet. Das Feedback unserer Kunden ist also sehr konstruktiv.
Welche Vorteile ziehen Sie daraus für Capitalium?
Wir nutzen es vor allem als Kontrollinstrument. Es ist ein wertvolles Instrument, um den Wert unserer Ergebnisse ohne Selbstgefälligkeit richtig einzuschätzen, die passenden Schlussfolgerungen zu ziehen und die Korrekturen vorzunehmen, die möglicherweise erforderlich sind oder auch nicht. Wie wir gerne sagen: Sich mit den Besten zu umgeben, bedeutet, sich selbst immer wieder in Frage zu stellen. Das ist der Geist, in dem wir bei Capitalium voranschreiten. In dieser Logik setzt uns Performance Watcher, der viele andere Manager zusammenbringt, einem gesunden Druck aus.
Haben Sie bei Ihren Kunden neue Erwartungen an die Berichterstattung feststellen können?
Die Kunden erwarten, dass Managementberichte klare, präzise und leicht verständliche Informationen enthalten. Wir kämpfen gegen Nebelmaschinen oder „Zusammenfassungen“, die sich über 200 Seiten erstrecken. Alle unsere Berichte sind auf die Erwartungen unserer Kunden und den Grad ihrer Raffinesse zugeschnitten. Aber alle stehen im Einklang mit unserer Verwaltungsphilosophie, die Portfolios bevorzugt, welche leicht zu lesen und zu durchschauen sind – zum Beispiel mit ETFs oder Direktlinien, statt tausender Fondsblätter, bei denen der Begriff Risiko von den Kunden und oft auch von den Managern selbst kaum verstanden wird.
Alain Zell
Capitalium
Alain Zell ist CEO von Capitalium, das er 2016 zusammen mit Sébastien Leutwyler gegründet hat. Nachdem er seine Karriere 1989 bei der Credit Suisse begonnen hatte, wechselte er 1999 zur Bank Lombard Odier, wo er aktiv zum Aufbau des Privatkundengeschäfts beitrug. Vor der Gründung von Capitalium war er dort Direktor und verantwortlich für den internationalen Schweizer Markt.
Alain hat einen Bachelor in Wirtschaft und Management sowie mehrere Zertifizierungen im Bereich Financial Engineering. Er hat das eidgenössische Diplom als Finanz- und Anlageexperte sowie die Zertifizierungen TEP (Trust Estate Practitioner) und CIWM (Certified International Wealth Manager) erhalten.
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In dreissig Jahren hat sich der Genfer Vermögensverwalter Forum Finance grundlegend gewandelt. Ihr Angebot hat sich erweitert, das Profil ihrer Kunden hat sich verändert, aber am deutlichsten ist der Wandel intern zu erkennen. Der Schwerpunkt lag auf der Erneuerung der Teams und der Weitergabe zwischen den Generationen, sowohl zum Wohle des Unternehmens als auch zu dem seiner Kundschaft.
Von Jérôme Sicard
Wie haben Sie das Angebot von Forum Finance in den letzten 30 Jahren weiterentwickelt?
Unser Angebot hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt, weil sich unsere Kunden selbst grundlegend verändert haben. Sie sind viel jünger, aktiver und stärker in der realen Welt verwurzelt. Wir suchen daher nach spezifischeren Produkten wie Private Equity oder sehr gezielten Investmentfonds, die über die von den Banken üblicherweise angebotene Plain Vanilla hinausgehen. Wir bevorzugen daher originellere, exklusivere Ideen, um diese Standardisierung zu vermeiden.
Auf einer etwas technischeren Ebene haben wir auch unsere Art der Portfolioverwaltung überdacht, um besser auf komplexere, volatilere und schnelllebigere Märkte reagieren zu können. Bei ausgewogenen Mandaten können wir je nach Situation sehr schnell von einem 60-40-Modell zu einem 40-60-Modell wechseln. Wir geben natürlich jedem unserer Kunden einen bestimmten Rahmen für die Vermögensverwaltung, aber wir wollen ihnen auch eine gewisse Mobilität und Flexibilität bieten.
Zudem haben wir auch die Vermögensplanung in unser Angebot aufgenommen. Oft stellen wir auf diesem Weg den ersten Kontakt zu unseren Kunden her, bevor sie sich dazu entschliessen, uns einen Teil ihres Vermögens anzuvertrauen. Unter der Leitung von Alban Janssens de Bisthoven ermöglicht uns unser Wealth-Planning-Bereich ein frühzeitiges Eingreifen in die Wertschöpfungskette.
Wird das Wealth Planning gegenüber der Portfolioverwaltung an Bedeutung gewinnen?
Nein, die Portfolioverwaltung bleibt unbestreitbar unser Kerngeschäft. Die Vermögensplanung ermöglicht es uns jedoch, die Bedürfnisse unserer Kunden besser zu antizipieren und zu verstehen. Sie hilft uns dabei, sie sowohl bei der Verwaltung als auch beim Aufbau ihres Vermögens zu begleiten. In diesem Sinne stellt sie einen echten Mehrwert dar, sowohl für sie als auch für uns.
Inwiefern führt die Verjüngung der Kundschaft dazu, dass Sie Ihr Angebot ändern?
Ererbtes Vermögen gibt es zwar noch, aber es nimmt tendenziell ab. Früher machte es etwa 80 % unserer Portfolios aus. Heute ist es auf rund 50 % gesunken. Die andere Hälfte der Kunden sind Unternehmer, die anspruchsvoller und proaktiver sind. Sie haben ihr Unternehmen erfolgreich verkauft und stehen nun mit einem Kapital da, das sich auf Dutzende oder sogar Hunderte Millionen Schweizer Franken beläuft, aber sie wollen nicht passiv bleiben. Sie wollen reinvestieren, neue Projekte finanzieren und neue Möglichkeiten erkunden. Sie suchen daher nach einem Vermögensverwalter, der agil sein kann und sich ihrem Tempo anpasst. Unsere Rolle ist es, reaktiv zu sein, diese Dynamik zu begleiten und ihnen massgeschneiderte Lösungen anzubieten.
Wie bereiten Sie sich auf die nächsten dreissig Jahre vor?
Wir beabsichtigen, den bislang erfolgreichen Weg fortzusetzen. Wir gewinnen neue Kunden, wir werben erfolgreich Vermögensverwalter von Banken oder anderen Vermögensverwaltungsgesellschaften an, die nach anderen Möglichkeiten und einem Geschäftsmodell suchen, das besser zu ihnen passt. Privatbanken werden zunehmend kontrolliert. Sie leiden unter den neuen Vorschriften genauso wie wir, wenn nicht sogar noch mehr. In diesen Banken könnte das Risikomanagement allmählich an die Stelle des Kundenmanagements treten. Wir wollen dies vermeiden und unserem Ansatz treu bleiben: einen persönlichen, agilen und auf die tatsächlichen Bedürfnisse unserer Kunden ausgerichteten Service bieten.
Planen Sie über die Vermögensplanung hinaus neue Geschäftsbereiche?
Nein, wir konzentrieren uns weiterhin auf unser Kerngeschäft. Künstliche Intelligenz wird sicherlich unser Arbeitsumfeld verändern, aber die persönliche Komponente, sowohl in Bezug auf die Kontakte als auch auf die Entscheidungsfindung, wird weiterhin eine wichtige Rolle spielen.
Wir investieren also in die Menschen, in die wir bereits viel investiert haben. Der Fortbestand von Forum Finance hängt von der Gewinnung und Ausbildung von Talenten ab, die das Unternehmen in den nächsten dreissig Jahren tragen werden. Davon sind wir schon lange überzeugt. Zu viele Vermögensverwalter scheitern, weil sie diesen Übergang nicht vorausgesehen haben. Wir hingegen bereiten uns auf die Zukunft vor, indem wir junge Mitarbeitende in die Führungsebene aufnehmen und ihnen schnell die Möglichkeit bieten, als Teilhaber Anteile am Unternehmen zu erwerben.
Wie gehen Sie dabei konkret vor?
Heute sind wir acht Partner. Zwei behielten ihre Anteile, haben aber keine operative Funktion mehr: Etienne Gounod und Philippe Kern. Sie sitzen nun im Verwaltungsrat. Zudem gibt es zwei Hauptpartner, Egon Vorfeld und mich, und dazu kommen vier Minderheitsaktionäre, die sozusagen den Nachwuchs bilden. Hierbei handelt sich um Jean-François Andrade, Alban Janssens de Bisthoven, Charles-Henri de Marignac und Tanja von Ahnen. Sie sind bereits vollständig in die Führung des Unternehmens eingebunden.
Wir haben zwischen uns einen Aktionärspakt geschlossen, der diese Kontinuität garantiert. Nach dem 65. Lebensjahr sollte sich ein Partner schrittweise zurückziehen, wie es Etienne und Philippe tun. Er muss auch seine Anteile wieder verkaufen, die die jüngeren Teilhaber später zurückkaufen können. Bisher haben drei Partner ihre Anteile zurückgekauft.
Auf welcher Grundlage?
Ein Vielfaches des durchschnittlichen EBITDA der letzten drei Jahre, vor Boni, ohne ausserordentliche Aufwendungen und Erträge. Dies ist ein sehr interessantes Konzept, da es uns letztendlich ermöglicht, die Übertragung des Unternehmens unter den besten Bedingungen zu gewährleisten.
Wie lange dauert es, bis die jüngeren Partner 10 % des Kapitals von Forum Finance besitzen?
Das hängt von ihrer finanziellen Situation und ihrer Bereitschaft ab, sich zu verschulden, aber in der Regel dauert es zwischen fünf und zehn Jahren. Ich möchte jedoch daran erinnern, dass es für uns nicht nur um den Besitz von Anteilen geht. Um unsere Aktivitäten dauerhaft zu sichern, sollen unsere jüngeren Teilhaber auch eine exekutive Rolle in der Geschäftsleitung übernehmen. Während sie ihre Kunden betreuen, müssen sie auch lernen, das Unternehmen zu führen und sein Wachstum zu steuern.
Sie haben vorhin von Regulierung gesprochen. Wenn Sie der FINMA eine Frage stellen wollten, welche wäre das?
Das Problem der FINMA besteht meiner Ansicht nach heute darin, dass sie zu viele junge Juristen in ihren Reihen hat, die mit dem Geschäftsmodell der unabhängigen Vermögensverwalter nicht vertraut sind. Wir haben den Eindruck, dass sie sich nur auf das Risiko konzentrieren, was unsere Entwicklung manchmal belasten kann. Wenn ich eine Frage an die FINMA stellen müsste? Ja, ich würde mich sehr über ein Feedback zu den Berichten freuen, die wir ihnen schicken.
Hippolyte de Weck
Forum Finance
Hippolyte wurde 2022 zum CEO ernannt, nachdem er 2011 als Managing Partner zu Forum Finance gekommen war und er schon seit 17 Jahren bei der UBS gearbeitet hatte. Er war in verschiedenen Bereichen wie Fixed Income, Risikomanagement und Portfoliomanagement in Genf, Zürich und Frankfurt tätig. Bevor er zu Forum Finance kam, war er Senior Key Client Advisor.
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Bekim Laski ist der neue Chief Investment Officer von smzh, dem Zürcher unabhängiger Finanzdienstleister, der sich als „Multi Family Office light“ für Privatkunden und KMU positioniert. Innerhalb von smzh wird er insbesondere für die Strukturierung der Entwicklung von Anlagelösungen zuständig sein.
Von Jérôme Sicard
Wie sollte eine richtige Allokationsstrategie heute aufgebaut sein?
Hierbei gilt es zwei wichtige Aspekte zu berücksichtigen. Erstens bleiben die Grundprinzipien des Investierens unverändert: Eine breite Portfolio-Diversifikation und das individuelle Risiko-Rendite-Profil sind weiterhin zentrale Eckpfeiler und behalten ihre Relevanz. Die Risiko-Rendite-Erwartungen der einzelnen Person bestimmen letztendlich die Struktur der strategischen Asset-Allokation.
Zweitens ist aus Sicht der Asset-Allokation die Anpassungsfähigkeit an die aktuellen Marktbedingungen entscheidend. Vor allem Schweizer Investierende stehen vor grossen Herausforderungen. Anhaltend niedrige Zinsen machen hochwertige CHF-Anleihen unattraktiv, da sie weder real noch nominal eine angemessene Rendite bieten. Dies erfordert ein grundlegendes Überdenken des traditionellen 60/40-Portfolioallokationsmodells, bei dem Anleihen in Multi-Asset-Portfolios eine entscheidende Rolle spielen.
Als Reaktion darauf können AnlegerInnen alternative Anlagen wie Private Debt, Private Equity, Infrastruktur, Hedgefonds und Immobilien in Betracht ziehen, sofern sie die inhärenten Illiquiditätsrisiken tragen können. Immobilien spielen in Schweizer Portfolios eine besondere Rolle, da viele Anlegende über Wohneigentum bereits ein erhebliches Engagement haben, was den Bedarf an zusätzlichen inländischen Immobilienanlagen verringert. In solchen Fällen können alternative Anlagen oder internationale Immobilien eine effektivere Diversifizierungsstrategie darstellen.
Was ist Ihre Rolle als CIO bei smzh?
Meine Aufgabe ist es, unsere Anlagedienstleistungen und unser Angebot weiterzuentwickeln und zu professionalisieren, um sicherzustellen, dass unsere Kundschaft von einem strukturierten und unabhängigen Ansatz profitieren. Im Gegensatz zu traditionellen Finanzinstituten bieten wir keine eigenen Anlageprodukte an. Stattdessen konzentrieren wir uns auf die Schaffung eines robusten Anlagekonzepts – unsere «House View», die allen unseren Beratungsaktivitäten zugrunde liegt – in Kombination mit einer erstklassigen offenen Architektur für Anlagelösungen, mit der wir massgeschneiderte, kundenorientierte Dienstleistungen anbieten können.
Darüber hinaus verfolge ich aktiv strategische Partnerschaften, um unsere Marktreichweite zu vergrössern und den Zugang zu einem vielfältigen Anlagespektrum zu gewährleisten, das für die Bereitstellung der bestmöglichen Lösungen für unsere KundInnen unerlässlich ist.
Und nicht zuletzt stehen Transparenz und Vertrauen im Mittelpunkt unserer Philosophie. Ein wichtiger Teil meiner Aufgabe ist es, unsere Anlageansichten und Dienstleistungen allen Stakeholdern klar zu kommunizieren und das Engagement von smzh für eine unabhängige, qualitativ hochwertige Finanzberatung zu verstärken.
Warum ist es so wichtig, eigene Inhalte zu erstellen, die auf Ihren Erfahrungen bei der Credit Suisse oder UBS basieren?
Der Aufbau eigener Anlage- und Markteinschätzungen ist meiner Meinung nach von grundlegender Bedeutung für eine hochwertige, unabhängige Finanzberatung. Dies hilft uns, Perspektiven zu entwickeln, die auf die spezifischen Bedürfnisse unserer Kundschaft zugeschnitten sind. smzh verfolgt bei der Vermögensstrukturierung einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl «bankable» als auch «non-bankable» Vermögenswerte einbezieht, um sicherzustellen, dass alle Aspekte der finanziellen Situation berücksichtigt werden. Dazu ist es wichtig, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Wir setzen Prioritäten bei den Dingen, die wirklich einen Mehrwert bringen, und sind gleichzeitig flexibel genug, um neue Chancen zu erkennen.
Wie ist smzh auf dem Markt positioniert?
Wir sind ein unabhängiges Unternehmen, das umfassende, massgeschneiderte Lösungen sowohl für Privatpersonen als auch für KMU anbietet. Mit unserer «Family Office light»-Philosophie setzen wir auf einen holistischen Ansatz, der den gesamten Lebenskontext und die «bankable» sowie «non-bankable» Vermögenswerte unserer Kundschaft einbezieht, unabhängig von der effektiven Vermögensgrösse. Dadurch können wir sowohl BerufseinsteigerInnen als auch Unternehmende individuell beraten. Unsere Dienstleistungen gehen über die traditionelle Vorsorge- und Vermögensberatung hinaus und umfassen auch Immobilienberatung – inkl. Hypotheken und Finanzierungslösungen – sowie Versicherungs-, Steuer- und Rechtsdienstleistungen über unser Netzwerk von Partnern.
Und was sind die grössten Herausforderungen, denen Sie sich heute in dieser Hinsicht stellen müssen?
Aus Sicht der Finanzmärkte ist es von Natur aus herausfordernd, sich im Anlageumfeld zurechtzufinden. In den über 25 Jahren, die ich in der Branche tätig bin, habe ich noch kein einziges Jahr erlebt, das als «einfach» bezeichnet werden könnte. Die Märkte entwickeln sich ständig weiter, und wir müssen uns kontinuierlich an neue Gegebenheiten anpassen. Es gibt keine Zauberformel – Erfolg basiert auf Sorgfalt, Disziplin, Agilität und strategischer Voraussicht.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wird die Finanzberatung immer komplexer. Kundinnen und Kunden erwarten heute einen nahtlosen, ganzheitlichen Ansatz, der Anlagen, Immobilien, Steuern, Finanzierung und Vorsorgeplanung integriert. Wird jedoch jeder Aspekt separat behandelt, führt dies häufig zu Ineffizienzen. Bei smzh brechen wir diese voneinander getrennten Bereiche durch Teamarbeit und eine schlanke Struktur auf und bündeln die Kompetenzen unserer ExpertInnen, um integrierte Lösungen anzubieten, die auf die besonderen Umstände unserer Kundschaft zugeschnitten sind. Unsere Stärke liegt in unserer Agilität und unserer Fähigkeit, komplexe Situationen zu meistern und klare, umsetzbare Dienstleistungen anzubieten, ohne die üblichen Hindernisse, die den Prozess verlangsamen.
Eine weitere Herausforderung stellt die effektive Kommunikation und das Engagement in einer Welt, in der die demografischen Eigenschaften der Kundschaft äusserst heterogen sind. Wir wenden uns an traditionelle Anlegende, die ausführliche Diskussionen und detaillierte Marktanalysen schätzen, aber auch an die Digital Natives, die Inhalte anders konsumieren und sofortige, klare und interaktive Erkenntnisse erwarten. Die richtige Balance zwischen fundierten und leicht zugänglichen Informationen zu finden, bleibt eine wichtige Priorität.
Welche Entwicklungen sind derzeit für smzh geplant?
Eine unserer Prioritäten besteht darin, wiederkehrende Aufgaben zu systematisieren und zu optimieren, um unsere Prozesse zu straffen und die Effizienz zu erhöhen. Unser Ziel ist es, eine gesteigerte Effizienz zu erreichen, ohne den persönlichen Kontakt zu verlieren, der uns auszeichnet. Ohne Legacy-Systeme können wir moderne Technologie flexibel einsetzen, um unsere Kundschaft bestmöglich zu betreuen.
Die Talententwicklung ist für den Erfolg und das Wachstum unseres Unternehmens von zentraler Bedeutung. Wir investieren in Schulungs- und Weiterbildungsprogramme, um die hohen Standards aufrechtzuerhalten.
Wir sehen unsere Zukunft als harmonische Verbindung von Innovation und Tradition: Wir setzen Technologie dort ein, wo sie echten Mehrwert schafft, bewahren den persönlichen Kontakt, wo er am wichtigsten ist, und entwickeln uns kontinuierlich weiter, um den Anforderungen unserer vielfältigen Kundschaft gerecht zu werden.
Bekim Laski
smzh
Bekim Laski ist ein erfahrener Experte in den Bereichen Vermögensverwaltung und Investitionen. Über 25 Jahre lang hat er seine Karriere bei grossen Banken wie UBS und Credit Suisse absolviert. Im Dezember 2024 trat er als Chief Investment Officer und Partner in die smzh ein. In dieser Rolle ist er für die Leitung der Investitionsabteilung verantwortlich und beteiligt sich aktiv an der strategischen Entwicklung des Unternehmens. Bekim Laski hat an der University of Applied Sciences in Bern studiert und besitzt zudem die CFA-Zertifizierung.
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Im Januar profitierten CHF-Anleger unter anderem von der rückläufigen Entwicklung der US-Tech-Branche und der Erholung der Schweizer Aktien, wodurch sie eine gute Performance erzielten. So erbrachte beispielsweise der Performance Watcher-Index «CHF – Moderates Risiko» eine Rendite von 2,6 % bei einer Volatilität von 4,9 %.
Nach einem annehmbaren Jahr 2024 war auch der Januar wieder ein guter Monat für CHF-Portfoliomanager. Die positiven Wirtschaftsdaten aus der Eurozone, die relative Schwäche des Franken gegenüber dem Euro und die Reduzierung des Engagements in US-Technologiewerten trugen zu dieser soliden Performance bei. Die Revision der Gewinnprognosen deutet auf potenzielle Chancen auf den europäischen Märkten hin.
Europäische Aktien zeigten eine bemerkenswerte Stärke und übertrafen die USA mit einem Plus von 7,1 %, während die Schweiz um 8,6 % zulegte. Die politischen Massnahmen von Präsident Trump, der wieder ins Weisse Haus einzog, haben die US-Aktien zunächst beflügelt, aber auch einige Komplexitäten mit sich gebracht, insbesondere innerhalb des technologieintensiven US-Marktes. Das aufstrebende chinesische Unternehmen DeepSeek, das mit OpenAI und ChatGPT konkurriert, stellt die traditionellen US-amerikanischen Technologieführer vor neue Herausforderungen.
Bei den Anleihen war die Volatilität der Renditen aufgrund des erwarteten Inflationsdrucks im Zusammenhang mit der US-Finanzpolitik erheblich. Europäische Anleihen wiesen unterschiedliche Ergebnisse auf, während die Kreditmärkte eine Verengung der Spreads verzeichneten. High-Yield-Anleihen der USA entwickelten sich besser als europäische, und globale Investment-Grade-Anleihen erzielten moderate Renditen.
Der schwächere Dollar wirkte sich auf Euro-basierte Investitionen aus, milderte den Druck auf exportorientierte Sektoren und förderte die Wertentwicklung von Schwellenländeranleihen. Der Schweizer Franken verlor gegenüber dem Euro an Wert, was den Anlegern, deren Engagement in Anleihen und Aktien nicht abgesichert ist, zugute kam.
Die Volatilität der Portfolios war in den Portfolios in USD höher, blieb aber angesichts der positiven Korrelation zwischen Anleihen und Aktien überraschend moderat.
Das Jahr hat gerade erst begonnen, aber die negative Entwicklung der Magnificent Seven, die die weltweiten Indizes dominieren, könnte beweisen, dass eine gute Diversifizierung letztendlich nicht nur sinnvoll, sondern auch umsichtig ist.
Die Performance Watcher-Indizes
Index, Performance, Volatilität
CHF Geringes Risiko, 1,4%, 3,4%
CHF Mittleres Risiko, 2,6%, 4,9%
CHF Hohes Risiko, 3,7%, 6,4%
EUR Geringes Risiko, 1,4%, 3,5%
EUR Mittleres Risiko, 2,4%, 5,3%
EUR Hohes Risiko, 2,7%, 5,9%
USD Geringes Risiko, 1,5%, 4,9%
USD Mittleres Risiko, 2,3%, 7,8%
USD Hohes Risiko, 2,9%, 9,6%
Eric Bissonnier
Performance Watcher
Eric Bissonnier ist seit Juni 2022 CEO von Performance Watcher. Er begann seine Karriere 1992 bei Chase Manhattan Private Bank in Genf und New York. Im Jahr 1998 wechselte er zum alternativen Multi-Management-Unternehmen EIM, wo er 2002 CIO wurde. Bei den EIM-Nachfolgeunternehmen Gottex und LumX Asset Management blieb er bis 2019 im Amt. Er war massgeblich an der Entwicklung des Fintechs LumRisk beteiligt, einem Spin-off von EIM, das sich auf Risikomanagement spezialisiert hat. Eric ist CFA-zertifiziert und hat einen Master-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften von der Universität Genf.
Pierre Ricq
Union Bancaire Privée
„Zwischen Vermögensverwalter und Family Officer unterscheiden“
Alain Zell
Capitalium
„Performance Watcher - ein wertvolles Instrument, um den Wert unserer Ergebnisse richtig einzuschätzen“.
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