Plattform

EAM-Lösungen

  • Joël Schüepp
  • Chief Executive Officer
  • Cinerius Financial Partners

„Unsere Stärke liegt darin, ein Modell für Unternehmer entwickelt zuhaben“

In nur vier Jahren hat die Plattform Cinerius Mehrheitsbeteiligungen an bereits zehn unabhängigen Vermögensverwaltern in Deutschland, der Schweiz, Liechtenstein und Luxemburg erworben. Joël Schüepp erläutert die Dynamik dahinter und erklärt das Modell, das gezielt auf unternehmerisch denkende Partner ausgerichtet ist: mit Autonomie, gemeinsamen Hebeln, Nachfolgelösungen, digitalem Marketing und zentraler Unterstützung bei Schlüsselaufgaben.

Von Jérôme Sicard

Wo steht Cinerius heute in seiner Entwicklung?

In nur vier Jahren haben wir 15 Milliarden an verwalteten Vermögen erreicht und sind gemessen an den Assets under Management zur grössten Plattform für unabhängige Vermögensverwalter im DACH-Raum geworden. Aber dabei wol­len wir es nicht belassen. Wir stehen kurz vor dem Abschluss unserer ersten Trans­aktion in Luxemburg und damit vor dem Eintritt in einen neuen Markt.

Unsere Stärke liegt darin, ein Geschäftsmo­dell für Unternehmer entwickelt zu haben. Wir gewähren unseren Partnern Autonomie in der Markenführung, in der Kundenbetreu­ung und im Portfoliomanagement. Gleichzei­tig stellen wir einen Werkzeugkasten zur Ver­fügung mit partnerschaftlich entwickelten Services, die ihr Wachstum fördern und es ihnen ermöglichen, sich noch stärker auf ihre Kundinnen und Kunden zu konzentrieren.

Dank dieses Modells lag unser annualisier­tes organisches Nettoneugeldwachstum im ersten Halbjahr bei 8 % auf Basis unserer Kundenvermögen. Mit der Marktdynamik und den laufenden Akquisitionen peilen wir bis Ende 2025 ein Gesamtwachstum von 15 bis 20 % an. Unser Fokus bleibt dabei zwei­gleisig: Einerseits werden wir durch weitere Zukäufe wachsen. Andererseits werden wir mit steigender Grösse unser Leistungsan­gebot weiter ausbauen und dadurch das organische Wachstum weiter unterstützen.

Wie sieht Ihr idealer Partner im Bereich der unabhängigen Vermögensverwalter aus?

Wir konzentrieren uns auf erfolgreiche Vermögensverwalter, die ihre Fähigkeit zu organischem Wachstum bereits unter Beweis gestellt haben. Geografisch fokus­sieren wir uns aktuell auf die DACH-Region und Luxemburg. Die Vermögensverwal­tung soll das Kerngeschäft darstellen – sie soll nicht einfach eine von vielen Aktivitä­ten, sondern das eigentliche Rückgrat des Unternehmens sein.

Doch am wichtigsten ist der menschliche Faktor. Bei Cinerius stehen die Menschen im Mittelpunkt, und die Chemie muss stim­men. Für eine erfolgreiche Zusammenar­beit ist es entscheidend, dass die Bezie­hung auf gegenseitigem Vertrauen beruht. Generell müssen nicht alle Kriterien erfüllt sein, aber wir bleiben anspruchsvoll bei unseren Auswahlprozessen.

Was sind die Hauptgründe, warum sich Vermögensverwalter mit Cinerius austauschen?

Vier Motive tauchen immer wieder auf. Erstens das Alter der Gründer. Viele sind sehr aktiv, aber beginnen verständlicher­weise, über ihre Nachfolge nachzudenken. Dafür bieten wir ein Nachfolgemodell, das auf Unternehmerinnen und Unternehmer zugeschnitten ist – mit Respekt für ihr Tempo und ihre Vision.

Zweitens das Wachstum. Manche möchten den nächsten Entwicklungsschritt machen und weiterkommen. Wir bringen dafür Kapital, Know-how, Möglichkeiten für Zukäufe und konkrete Ideen für mehr orga­nisches Wachstum mit. Die Kundenerwar­tungen verändern sich, die Digitalisierung wird zum Muss – auch auf diesen Feldern unterstützen wir unsere Partner aktiv.

Drittens die zunehmenden regulatori­schen Anforderungen. Sie werden kom­plexer und anspruchsvoller, hier entlasten wir ganz gezielt.

Und viertens das Thema Governance. In manchen Firmen ist das Aktionariat sehr fragmentiert. Wenn wir eine Beteiligung eingehen, schaffen wir auch hier klarere Strukturen.

Mit welchen Partnern haben Sie bereits eine Nachfolgelösung umgesetzt?

Wir haben bereits mehrere Nachfolgelö­sungen begleitet und dabei wertvolle Erfahrung gesammelt. Bei KSW Vermö­gensverwaltung beispielsweise haben drei neue, intern ausgewählte Geschäftsführer die Leitung übernommen. Bei BV&P Ver­mögen sind zwei interne Geschäftsführer zum Gründer gestossen, um Kontinuität zu gewährleisten. Bei HP&P und B&K haben wir ergänzend externe Lösungen gewählt und erfolgreich Führungskräfte von ausser­halb eingesetzt.

Jede Situation erfordert eine individuelle Herangehensweise. Manche möchten nur etwas kürzertreten, die Geschäftsführung erweitern oder dem Verwaltungsrat beitre­ten. Andere bevorzugen einen klaren Schnitt – was nicht immer leichtfällt. Unser Ziel ist in jedem Fall dasselbe: eine erfolg­reiche Zukunft für das Unternehmen zu sichern und das zu bewahren, was seinen Wert ausmacht – nämlich die langjährigen Kundenbeziehungen und Mitarbeitenden.

Wie würden Sie Ihr Leistungs-versprechen beschreiben?

Unsere Partner sind etablierte, grosse Häuser, die das bewahren sollen, was sie erfolgreich gemacht hat. Deshalb lassen wir ihnen Freiheit in der Betreuung der Kundschaft und im Portfoliomanagement.

Ergänzend kommt der Beitrag von Cine­rius hinzu. Wir bieten eine strukturierte Begleitung, um sie beim Wachstum zu unterstützen und operativ zu entlasten. Wir bieten den besagten Werkzeugkasten und zusammen mit jeder Gesellschaft wählen wir die für sie passenden Leistungen aus, je nach Bedarf und Priorität.

Beim Thema Wachstum unterstützen wir gezielt im Bereich Digital Marketing, beim Recruiting von Relationship Managern sowie bei der Erweiterung des Angebots – etwa mit Private-Markets-Expertise oder digitalen Assets. Und wenn es um externes Wachstum geht, begleiten wir unsere Part­ner auch bei Add-on-Transaktionen.

Auf der Supportseite können wir zentral die Bereiche Compliance, regulatorische Anforderungen, IT und HR begleiten oder übernehmen. So gewinnen unsere Part­ner wertvolle Zeit, die sie ihren Kunden widmen können.

Welche Modelle gibt es aktuell, um Teil von Cinerius zu werden? Bieten sie nur die komplette Integration als Add-on an, wie Sie es erwähnt haben?

Nein, wir bieten zwei Wege, um Teil des Cinerius-Verbunds zu werden. Der erste ist, als eigenständiger ‘Hub’ mit eigener Struktur und Identität in die Plattform einzu­treten. Die zweite, neuere Option ist die Integration in eine bestehende Gesell­schaft innerhalb des Verbunds – dies bezeichnen wir als ‘Add-on’.

Dieses Format entspricht einer Entwick­lung, die wir im Markt beobachten: Unsere bestehenden Partner erhalten so die Möglichkeit, gezielte externe Wachs­tumsoptionen zu verfolgen. Wir beglei­ten sie durch den gesamten Prozess – Finanzierung, Strukturierung und Integ­ration neuer Teams. In diesem Jahr haben in Zürich Huber & Partner und Monaval diesen Weg gewählt und sich im Rahmen eines Add-ons der bestehenden Grup­pengesellschaft SSI angeschlossen.

Sie haben Ihren Beitrag im digitalen Marketing erwähnt. Was heisst das konkret?

Digital Marketing ist ein Sammelbegriff, der vieles bedeuten kann. Bei Cinerius steht er für sehr konkrete Aktivitäten. Unsere Grösse erlaubt uns Investitionen in Wachstumsträger, die für einzelne Gesellschaften schwer umsetzbar wären. Genau so ist unser digitales Marketing entstanden. Wir haben intern eigene Kompetenzen aufgebaut, wodurch wir spezifische Programme entwickeln und umsetzen. Das umfasst LinkedIn- Kampagnen mit Fokus auf Unternehmer, Google Ads mit branchenspezifischen Keywords, SEO sowie umfassende Opti­mierungen der Websites unserer Partner.

Das ist kein Selbstzweck – im Gegenteil: Bereits in diesem Jahr haben diese Kampa­gnen neue Kunden generiert und jüngere Zielgruppen erreicht, die über klassische Wege kaum angesprochen werden. Und wir testen bereits neue Kanäle wie Insta­gram oder YouTube.

Alle diese Massnah­men erfolgen unter der Marke und dem Auftritt der jeweiligen Partnergesellschaft.

Wie sieht Ihre Erfolgsbilanz beim Recruitment von Relationship Managern aus?

In diesem Markt sucht jeder nach Talen­ten – aber nur wenige wissen, wie aufwen­dig das tatsächlich ist. Es braucht viel Ener­gie, Struktur und Durchhaltevermögen.

Wenn eine Rekrutierung nicht über das persönliche Netzwerk erfolgt, wird der Prozess schnell sehr anspruchsvoll. Man muss zahlreiche Kontakte knüpfen, Gesprä­che führen, Interviews organisieren – oft mit geringer Abschlussquote. Um hier effi­zienter zu werden, haben wir eine eigene HR-Einheit aufgebaut. Damit konnten wir in den vergangenen zwölf Monaten 25 neue Talente für unsere Gruppe gewinnen.

Joël Schüepp

Cinerius Financial Partners

Joël Schüepp ist seit letztem Jahr CEO der Cinerius Financial Partners AG. Er verbindet langjährige internationale Erfahrung im Wealth Management mit strategischer Innovationskraft. Mit Stationen als Managing Director bei Credit Suisse und UBS sowie als Partner bei Boston Consulting Group hat er Wealth Management Geschäfte verantwortet und zu nachhaltigem Wachstum geführt, digitale & analytics-basierte Innovationen vorangetrieben und Unternehmen erfolgreich transformiert.

Joël Schüepp hat sein Studium in Banking & Finance an der Universität Zürich abgeschlossen und einen internationalen MBA im Austauschprogramm zwischen der Tsinghua University und der MIT Sloan School of Management absolviert.

 

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Mario Pfiffner
Invest-Partners
«Die FINMA sollte die strukturellen Besonderheiten der uVV stärker berücksichtigen.».

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Laurent Forestier
AtonRâ
„Eine Anlageidee schnell in ein kohärentes Portfolio überführen“

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SPHERE

The Swiss Financial Arena

Seit der Gründung im Jahr 2016 unterstützt und vernetzt SPHERE die Community der Schweizer Finanzbranche. SPHERE ermöglicht den Austausch, sei es mit dem vierteljährlich erscheinenden Magazin, den beiden Sonderausgaben für institutionelle Anleger, der Website, den Newsletter und den Veranstaltungen, die das ganze Jahr hindurch durchgeführt werden. Toutes les parties prenantes de la finance, l’un des plus importants secteurs économiques de Suisse, ont ainsi à leur disposition une plateforme où il leur est possible d’échanger, de s’informer et de progresser.

Instrument

EAM-Lösungen

  • Aurélie Léger
  • Leiterin des Bereichs Financing
  • Indosuez Wealth Management

„Für Vermögensverwalter ist der Kredit zu einem Instrument zur Gewinnung neuer Kunden geworden.“

In einem Umfeld, in dem finanzielle Flexibilität zu einem strategischen Hebel geworden ist, hat sich der Kredit zu einer Säule der Vermögensverwaltung entwickelt. Kreditlösungen sind vielfältiger und ausgefeilter geworden und haben sich zu einem echten Instrument zur Gewinnung neuer Kunden für Vermögensverwalter entwickelt. Aurélie Léger gibt hier einen Überblick.

Von Jérôme Sicard

Welche Kreditarten werden heute am häufigsten nachgefragt?
Das Flagschiffprodukt ist nach wie vor der Lombardkredit, mit dem Liquidität aus einem Portfolio von Finanzanlagen generiert werden kann. Er macht mehr als 80 % unseres Kreditvolumens aus. Diese Finanzierungen stützen sich insbesondere auf traditionelle Anlageportfolios, Private-Equity-/Kreditfonds oder Lebensversicherungsverträge.
Wir finanzieren auch Wohn- und Gewerbeimmobilien, hauptsächlich in der Schweiz, in Frankreich, Monaco, London und Singapur. Dank Crédit Agricole CIB, unserer Investmentbank, sowie unseren Schwestergesellschaften in den Benelux-Ländern und Südeuropa (Italien & Spanien) können wir unsere Finanzierungskapazitäten zusätzlich erweitern. Dieser Geschäftsbereich macht etwa 15 % unserer Ausleihungen aus. Wir stützen uns dabei auf den von einem zugelassenen externen Sachverständigen geschätzten Marktwert oder den Kaufpreis. Bei gewerblichen Vermögenswerten steht die Renditefähigkeit im Vordergrund.
Schliesslich sind wir auch im Bereich atypischer Finanzierungen tätig: Privatjets, Leasing-Yachten oder bestimmte nicht börsennotierte Unternehmen, die vorzugsweise bereits von der Gruppe betreut werden.

Wie hat sich das Angebot in den letzten Jahren entwickelt?
Wir haben uns darauf konzentriert, unser Angebot zu verfeinern. Unsere Kreditpolitik wurde überarbeitet, um die Belehnungswerte insbesondere bei Anleihen und strukturierten Produkten genauer zu bestimmen. Während wir früher relativ breite Raster nach Laufzeiten oder Ratings anwendeten, verfügen wir heute über sehr präzise Matrizen, was uns gegenüber der Konkurrenz wettbewerbsfähiger macht.
Zudem haben wir die Belehnungswerte im Bereich Private Equity, in dem Indosuez über ausgewiesene Expertise verfügt, erhöht. Dies ist ein Schwerpunkt, den wir künftig stärker hervorheben wollen. Wir haben auch neue Anlageklassen geprüft, etwa katarische und demnächst saudische Wertpapiere. Andere Anfragen – beispielsweise im Bereich Kunstwerke – führen dazu, dass wir die Machbarkeit neuer Produkte testen. Wir sagen nicht immer Ja, aber solche Anfragen fliessen in unsere strategischen Überlegungen ein.

Inwieweit ist Kredit heute zu einem festen Bestandteil der Vermögensverwaltung geworden?

Kredite sind zu einem unverzichtbaren Hebel geworden. Sie ermöglichen es, die Vermögensstruktur zu optimieren, zu diversifizieren, die Liquiditätsallokation zu verbessern, Investitionen zu finanzieren, ohne sich zu desinvestieren, Nachfolgelösungen vorzubereiten, die Steuerstruktur zu optimieren – und selbstverständlich die Portfolioperformance durch den Leverage-Effekt zu steigern.
Der Einsatz von Krediten hat sich stark verbreitet, insbesondere bei jüngeren Generationen, die ihn als ein natürliches Optimierungsinstrument betrachten. Ältere Kunden sind teilweise zurückhaltender – manche haben noch nie einen Kredit in Anspruch genommen –, aber der Trend ist eindeutig. Für Vermögensverwalter ist Kredit zu einem Akquisitionsinstrument und einem Differenzierungsfaktor geworden.

Warum ist es für einen Vermögensverwalter so wichtig, Kreditlösungen in sein Angebot zu integrieren?
Heute muss ein unabhängiger Vermögensverwalter in der Lage sein, den gesamten Bedarf seiner Kundschaft abzudecken – sei es, schnell Liquidität zu generieren, eine Immobilie im Ausland zu finanzieren oder komplexere Strukturen im Bereich Private Equity oder Nachfolge umzusetzen. Ohne diesen Baustein bleibt sein Angebot unvollständig, und er läuft Gefahr, dass der Kunde sich einer Bank oder einem anderen Verwalter zuwendet.

Die Integration von Kredit verändert die Natur der Beziehung: Sie ermöglicht es dem Verwalter, ein ganzheitlicher Partner zu werden, der den Kunden in entscheidenden Momenten begleitet. Sie ist ein starkes Instrument zur Kundenbindung, da eine Finanzierung auf Dauer verpflichtet und gleichzeitig ein strategischer Hebel ist, weil sie das Vertrauen stärkt. Darüber hinaus verschafft die Strukturierung eines Kredits dem Verwalter eine detailliertere Sicht auf das Gesamtvermögen und eröffnet neue Beratungsmöglichkeiten. Kurz gesagt: Wer Kreditlösungen anbietet, erweitert seine Kompetenz, sichert die Kundenbeziehung und schafft einen Mehrwert, den nur wenige unabhängige Anbieter heute liefern können.

Wie arbeiten Sie in diesem Bereich mit externen Vermögensverwaltern und Family Offices zusammen?
Wir arbeiten mit zahlreichen Vermögensverwaltern und Family Offices in der Schweiz, im Nahen Osten und in Asien zusammen – dort verfügen wir ebenfalls über ein spezialisiertes Team. So realisieren wir beispielsweise Hypothekarfinanzierungen in Europa für Kunden aus Singapur, Hong Kong Abu Dhabi oder Dubai.
Mit unseren Partnern setzen wir auf eine transparente Dreiecksbeziehung. Wir präsentieren ihnen regelmässig unser Angebot – sei es im Bereich Lombardkredite, Immobilienfinanzierungen oder atypische Finanzierungen –, damit sie unseren Handlungsspielraum genau kennen. Diese Zusammenarbeit schafft Mehrwert: Sie verschafft mehr Transparenz über das Gesamtvermögen des Kunden und ermöglicht, zusätzliche Lösungen anzubieten. Für Family Offices kann dies sogar so weit gehen, dass wir den Kunden an andere Abteilungen der Gruppe heranführen, etwa an unsere Investmentbank, wenn es um seine Unternehmen geht.

Wie sind die Finanzierungslösungen bei Indosuez Wealth Management strukturiert?
Individuell. Wir strukturieren unsere Finanzierungslösungen vollkommen massgeschneidert. Jeder Antrag wird eingehend geprüft – unter Berücksichtigung der gesamten Vermögenssituation des Kunden, seiner Ziele, seiner Bedürfnisse und der Art seiner Vermögenswerte. Wir analysieren sowohl die Besitzstruktur als auch die Liquidität oder Volatilität der Assets, um zu bestimmen, welche Kreditform geeignet ist. Dank unserer soliden Bilanz und unserer Engineering-Kompetenz – sowohl im Kreditbereich als auch in unseren Vermögensstrukturierungsteams – können wir Lösungen von der einfachsten bis zur hochkomplexen Ausgestaltung anbieten, gestützt auf ein breites Spektrum an Sicherheiten: finanzielle, immobilienbasierte oder auch nicht börsennotierte.

Bieten Sie auch Finanzierungen, die auf nicht börsennotierte Anlagen abgestützt sind?
Ja, das ist ein stark wachsendes Segment. Wir finanzieren Private-Equity- und Private-Debt-Fonds oder auch bestimmte direkte Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen, sofern diese gut strukturiert sind. Unsere sehr unternehmerisch geprägte Kundschaft ist naturgemäss oft in solchen illiquiden Vermögenswerten investiert. Diese Finanzierungen ermöglichen es ihr, Liquidität zu schaffen, zu diversifizieren oder Nachfolgelösungen vorzubereiten. Wir haben beispielsweise die Kinder eines Kunden finanziert, damit sie Familienbeteiligungen übernehmen konnten, oder auch einen Käufer bei einer Unternehmensnachfolge begleitet.

Welche spezifischen Herausforderungen sind mit dieser Art der Finanzierung verbunden?
Die grösste Schwierigkeit liegt in der Liquidität und der Bewertung. Anders als börsennotierte Titel, werden diese Vermögenswerte nicht täglich bewertet. Wir setzen daher Sicherungsmechanismen ein, so beispielsweise regelmässige unabhängige Bewertungen, Diversifikationsanforderungen sowie ein Mindestnettovermögen des Kunden. Wir analysieren auch Aktionärsverträge, da manche deren Zustimmung bei einer Verpfändung oder ihr Vorkaufsrecht beim Verkauf vorsehen. In bestimmten Fällen verlangen wir sogar, dass diese Verträge angepasst werden, um die Bank abzusichern.
Diese Vorsichtsmassnahmen gewährleisten die Stabilität der Strukturen. Dank der Qualität unserer Kunden und der Strenge unserer Überwachung haben wir nur sehr wenige problematische Fälle. Das bestätigt, dass diese Art von Finanzierung, wenn sie solide strukturiert ist, ein wirkungsvolles Instrument ist, um Unternehmer und ihre Familien langfristig zu begleiten.

Aurélie Léger

Indosuez Wealth Management

Aurélie Léger kam 2022 zum Finanzierungsteam von Indosuez Wealth Management. Sie begann ihre berufliche Laufbahn 2006 in Paris bei der Société Générale Corporate & Investment Banking in der Abteilung für gewerbliche Immobilienfinanzierung für Unternehmens- und institutionelle Kunden. Im Jahr 2008 wechselte sie in die Abteilung für Infrastrukturfinanzierungsberatung der Banque Edmond de Rothschild in Genf und kam 2011 als Spezialistin für die Strukturierung maßgeschneiderter Finanzierungen für UHNW-Kunden zu den Wealth Management-Teams von BNP Paribas (Schweiz). Aurélie Léger absolvierte eine Ausbildung an der ESSEC Business School mit Spezialisierung auf Finanzen.

 

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Mario Pfiffner
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«Die FINMA sollte die strukturellen Besonderheiten der uVV stärker berücksichtigen.».

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„Eine Anlageidee schnell in ein kohärentes Portfolio überführen“

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Allianz

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  • Nicole Curti
  • Präsidentin
  • ASV-ASWM

„Unser Berufsstand braucht ein stärkeres, glaubwürdigeres Image“

Die Allianz Schweizerischer Vermögensverwalter unter dem Vorsitz von Nicole Curti hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Image, die Glaubwürdigkeit und die Attraktivität des Berufsstands der unabhängigen Vermögensverwalter zu stärken. Professionalisierung, Ausbildung, Innovation, Synergien zwischen den Mitgliedern, institutionelle Anerkennung: All dies sind strategische Initiativen, welche die Allianz durchführt, um eine zunehmend engagierte Gemeinschaft zu vereinen.

Von Jérôme Sicard

Aufwertung des Berufs des unabhängigen Vermögensverwalters

Wir möchten dem Beruf des externen Vermö­gensverwalters ein professionelleres Image verleihen. Dieser Beruf verdient es, besser verstanden und respektiert zu werden. Die FINMA hat uns dabei sehr geholfen. Die neuen Vorschriften, die für unabhängige Vermögens­verwalter fast ebenso streng sind wie für Ban­ken, haben unsere Legitimität gestärkt. Früher konnten sich Menschen mit den unterschied­lichsten Hintergründen in der Vermögensver­waltung versuchen, ohne unbedingt über die erforderliche Erfahrung oder Struktur zu ver­fügen. Lange Zeit bildeten Vermögensverwal­ter eine recht heterogene Gruppe. Das ist heute nicht mehr der Fall.

Innerhalb der Allianz betrachten wir diese formelle Anerkennung als eine wesentliche Grundlage. Unsere Aufgabe ist es, sie zu fördern und zu verkörpern. Wir sind gewis­sermassen ihr institutioneller Vertreter. Auf unsere Weise möchten wir ein Schaufens­ter für den Beruf des unabhängigen Ver­mögensverwalters sein.

Dabei dürfen wir unsere Flexibilität jedoch nicht verlieren. Die DNA der Schweiz sind kleine und mittlere Unternehmen. Das Glei­che gilt für den Vermögensverwaltungs­sektor. Wir alle leiten kleine, sehr flexible und sehr effiziente Strukturen. Das macht übrigens die Stärke unseres Sektors aus. Wir wollen nicht alle zu Giganten werden. Ein unabhängiger Vermögensverwalter kann mit einem Vermögen von 1 Milliarde durchaus einen professionellen Service bieten. Man sollte nicht glauben, dass man 10 oder 15 Milliarden braucht, um seine Kompetenzen unter Beweis zu stellen.

Talente anziehen

Wir alle wollen Talente für unsere Struktu­ren gewinnen. Das ist eine der wichtigs­ten Herausforderungen, vor denen wir heute stehen. Wir würden uns beispiels­weise wünschen, dass die Relationship Manager in den Banken an uns denken, wenn sie einen Wechsel in Betracht zie­hen. Anstatt sich anderen Banken zuzu­wenden, würden wir es vorziehen, wenn sie die unabhängige Vermögensverwal­tung als eine durchaus legitime Alterna­tive mit ebenso attraktiven Perspektiven für sie betrachten würden.

Dazu muss unser Beruf jedoch ein stärke­res, glaubwürdigeres Image haben. Die Talente, die auf unserem Radar erschei­nen, müssen wissen, dass wir über solide Strukturen, hochmoderne Tools, einen regulatorischen Rahmen und eine starke Gemeinschaft verfügen, die hinter uns steht. Das ist es, was wir mit der Allianz erreichen wollen: den Wunsch wecken, sich uns anzuschliessen, attraktiv für die besten Profile zu sein – auch für die Jüngeren.

Synergien fördern

In der Allianz ist es zu einer Priorität gewor­den, die Mitglieder zusammenzubringen und Synergien zwischen uns zu fördern. Der Verband hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Von einem einfachen Zusammenschluss historisch konkurrieren­der Akteure hat er sich zu einer echten Gemeinschaft gewandelt. Es wurden kon­krete Instrumente eingeführt, um unseren Austausch zu erleichtern. Ich denke dabei beispielsweise an den Compliance Hub, in dem Compliance-Verantwortliche ihre Prak­tiken und Lösungen austauschen. Ausser­dem wurden Arbeitsgruppen zu Schlüssel­themen wie Investitionen, Regulierung, hauseigene Produkte oder technologische Instrumente eingerichtet. Und es werden informellere Kanäle in Betracht gezogen – wie ein gemeinschaftlicher Chat –, um die im Alltag auftretenden Probleme zu lösen.

Über diese Massnahmen hinaus hat sich eine ganze Mentalität etabliert: Solidarität, spontaner Austausch, der Reflex, einen Kol­legen anzurufen – egal, ob er ein Konkur­rent ist! –, um ihn um Rat zu fragen. Einige dieser Beziehungen haben sich zu Freund­schaften entwickelt. Heute treffen sich die Mitglieder zu Aperitifs in ihren Büros, zu Ver­anstaltungen wie dem CEO Summit oder einfach zu einem gemeinsamen Mittages­sen. Es hat sich eine echte kollektive Dyna­mik entwickelt, die sich deutlich von dem formellen Image unterscheidet, das man oft mit unserer Branche verbindet.

Kompetenzen entwickeln

Wir arbeiten intensiv am Thema Weiterbil­dung. In Zusammenarbeit mit BDO haben wir SAQ-zertifizierte Module entwickelt. Ausserdem wurden Webinare zu den The­men AML, Regulierung und Cybersicher­heit organisiert. Im Bereich Cybersicher­heit haben wir sogar Phishing-Kampagnen in den Teams simuliert, um die Reaktionen der Mitarbeitenden zu testen.

Parallel dazu haben wir Mikro-Weiterbil­dungen eingeführt. Alle zwei Wochen pro­duzieren wir ein kurzes Video mit zwei oder drei Fragen, um die Wachsamkeit unserer Mitarbeiter aufrechtzuerhalten. Das ist recht einfach, aber sehr effektiv. Und für alle Mitarbeiter, die Mitglieder der Alli­anz sind, kostenlos.

Wir haben auch Sitzungen angeboten, die sich ausschliesslich mit LinkedIn befassen. Wie optimiert man sein Profil? Wie lassen sich Unternehmenskonten und persönliche Konten miteinander vereinbaren? Wie macht man sich mit dem Algorithmus ver­traut? Wir möchten, dass jedes Mitglied seine Kompetenzen über den Finanzbe­reich hinaus weiterentwickeln kann, unter anderem in den Bereichen Kommunikation, Digitaltechnik und Technologie.

Innovation fördern

Wir alle haben viel in Tools investiert. Den­noch verwendet jedes Mitglied der Allianz ein anderes PMS oder CRM. Einige ver­wenden Wize, andere Expertsoft oder Infront, welches Assetmax übernommen hat. Die Liste ist lang. Deshalb haben wir Arbeitsgruppen nach PMS gebildet. Die Idee ist, die Bedürfnisse zu bündeln, sich über die gewünschten Entwicklungen abzustimmen und gemeinsam zu verhan­deln, um einen Service und eine digitale Lösung zu erhalten, die wirklich unseren Bedürfnissen entsprechen.

Das ist natürlich nicht einfach, aber es geht voran. Wir versuchen auch, als Schnittstelle zwischen den Anbietern und den Mitglie­dern zu fungieren, damit die Produkte wirklich unseren Bedürfnissen entspre­chen. Und genau diese Rolle kann die ASWM übernehmen, denn ein einzelnes Mitglied hätte allein nicht dieses Gewicht.

Stärkung der institutionellen Beziehungen

Die Allianz geniesst mittlerweile echte Glaubwürdigkeit bei den Institutionen. Wir treffen uns zweimal im Jahr auf deren Wunsch mit der FINMA. Wir sind für sie zu bevorzug­ten Gesprächspartnern geworden, da wir die einflussreichsten Vermögensverwalter des Finanzplatzes vertreten. Wir stehen auch in regelmässigem Austausch mit der Asset Management Association Switzerland und der Swiss Banking Association. Wir diskutie­ren sogar die Einrichtung einer speziellen Arbeitsgruppe für unabhängige Vermö­gensverwalter innerhalb der SBVg nach luxemburgischem Vorbild.

Auf internationaler Ebene unterhalten wir Verbindungen zur ABBL in Luxemburg sowie zu Dubai und Singapur… Dieser Aus­tausch ist sehr bereichernd. Langfristig möchten wir, dass die Allianz als Referenz­akteur in der Vermögensverwaltung in der Schweiz und auf internationaler Ebene anerkannt wird. Wir sind ein institutionelles Schaufenster für den Berufsstand und möchten in dieser Funktion Gehör finden.

Veranstaltungen organisieren, um die Sichtbarkeit und die Gemeinschaft zu stärken

Unsere Veranstaltungen geben der Allianz Gestalt. Wir treffen uns oft. Ich denke zum Bei­spiel an den CEO Summit, der zu einem unse­rer Höhepunkte geworden ist. In diesem Jahr haben wir das Bundeshaus in Bern besucht, Parlamentarier getroffen, eine Marktstudie von BCG entdeckt und ein Speed-Dating zwischen den Mitgliedern organisiert. Wir hatten auch das Glück, Sabine D’Amelio-Favez, Direktorin des Eidgenössischen Finanzdepartements, Patricia Danzi, Generaldirektorin des SECO, und Tim Radjy, Gründer und Präsident von AlphaMundi, bei uns zu haben.

Wir haben auch die Custody Bank Awards ins Leben gerufen, die ein grosser Erfolg sind. Sie haben in wenigen Jahren eine unglaubli­che Bedeutung erlangt, und die Depotbanken schätzen unseren Ansatz sehr.

In kleinerem Rahmen organisieren wir auch Apéros bei den Mitgliedern, die abwechselnd einladen, wodurch die Mitarbeiter die ande­ren Mitglieder besser kennenlernen und der Austausch zwischen ihnen erleichtert wird.

Und natürlich wird all diese Arbeit in den sozi­alen Netzwerken weiterverbreitet. Wir betrei­ben unseren LinkedIn-Auftritt und teilen die Veröffentlichungen unserer Mitglieder. Wir stellen ihre Teams und ihre Geschichten in den Vordergrund. Auch hier ist es unser Ziel, eine professionelle Community aufzubauen, sie lebendig, sichtbar und vernetzt zu machen.enster für den Berufsstand und möchten in dieser Funktion Gehör finden.

Nicole Curti

ASV-ASWM

Nicole Curti ist Managing Partnerin von Capital Y, der Genfer Boutique, und seit März 2022 Präsidentin der ASV-ASWM, der Allianz der Schweizer Vermögensverwalter. Sie ist seit 25 Jahren in der Vermögensverwaltung tätig. Zunächst arbeitete sie zehn Jahre lang bei Lombard Odier, insbesondere in der Abteilung Key Clients. Anschliessend gründete und leitete sie die Schweizer Tochtergesellschaft von Stanhope Capital, bevor sie zu Capital Y kam. Nicole gehört mehreren Verwaltungs- und Beiräten an und ist zudem Mitglied des Zentralausschusses von Swiss Athletics. Sie hat einen Bachelor in Politikwissenschaften der Universität Lausanne und einen MBA der ESADE Business School in Barcelona.

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Mario Pfiffner
Invest-Partners
«Die FINMA sollte die strukturellen Besonderheiten der uVV stärker berücksichtigen.».

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„Eine Anlageidee schnell in ein kohärentes Portfolio überführen“

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Seit der Gründung im Jahr 2016 unterstützt und vernetzt SPHERE die Community der Schweizer Finanzbranche. SPHERE ermöglicht den Austausch, sei es mit dem vierteljährlich erscheinenden Magazin, den beiden Sonderausgaben für institutionelle Anleger, der Website, den Newsletter und den Veranstaltungen, die das ganze Jahr hindurch durchgeführt werden. Toutes les parties prenantes de la finance, l’un des plus importants secteurs économiques de Suisse, ont ainsi à leur disposition une plateforme où il leur est possible d’échanger, de s’informer et de progresser.

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  • Gzim Hasani
  • Gründer und CEO
  • smzh

„Zu viele Akteure denken in Segmenten oder Transaktionen. Wir denken in Entwicklungspfaden

Mit smzh macht Gzim Hasani das Family-Office-Modell einem breiteren Kundenkreis zugänglich. Die hybride Plattform deckt daher alle Bereiche des Vermögens ab: Vorsorge, Steuern, Immobilien und Hypotheken sowie Versicherungen. Der unabhängige Beratungsansatz, ist darauf ausgelegt, Kunden zu begleiten, deren persönliche Situation für die traditionelle Vermögensverwaltung zu komplex ist.

Von Jérôme Sicard

Warum haben Sie beschlossen, dass es an der Zeit war, Family-Office-Dienstleistungen einem breiteren Kundenkreis zugänglich zu machen?

Ich habe lange Zeit sehr vermögende Kunden beraten. Ich weiss also, wie ein erstklassiger Service aussieht, der gleichzeitig personalisiert, reaktions­schnell und ganzheitlich ist. Aber ich habe auch die andere Seite gesehen: Kundinnen und Kunden mit einem Vermögen von drei Millionen Franken, dazu nochmals drei Mil­lionen an Hypotheken und einer soliden Vorsorge, die an Callcenter weitergeleitet wurden. Das erschien mir immer absurd.

Diese Menschen sind jedoch keine Ausnah­men. Ihr finanzielles Leben ist komplex, sie sind bereit, für einen hochwertigen Service zu zahlen, aber sie bleiben unter den will­kürlichen Schwellenwerten, die von den Banken festgelegt wurden. Meiner Meinung nach sollte der Zugang zu einer hochwerti­gen Beratung von der Komplexität der Bedürfnisse abhängen und nicht nur von der Höhe des Vermögens. Und dieses Kunden­segment wird vielfach ausseracht gelassen.

Wie definieren Sie Ihr Modell eines «Family Office Light»?

Es basiert auf vier Säulen: Finanzplanung, Anlageberatung, Versicherungen und Immobilien/Hypotheken. Das Leben in der Schweiz ist von vornherein mit einer gewis­sen finanziellen Komplexität verbunden – Steuerfragen ab 18 Jahren, 3. Säule, Versi­cherungen, Hypotheken –, ohne dass man unbedingt über ein grosses Vermögen verfügen muss.

Wir haben eine einzigartige Plattform geschaffen, die es ermöglicht, alles integ­riert zu steuern. Normalerweise muss ein Kunde mit fünf Beratern jonglieren, von denen jeder sein eigenes Fachgebiet hat. Das führt zu Reibungsverlusten und blinden Flecken. Wir bieten hingegen eine einzige Schnittstelle, einen einzigen Ansprechpart­ner und eine kohärente Gesamtberatung.

Handelt es sich dabei nur um eine abgespeckte Version der Dienstleistungen, die UHNWI vorbehalten sind?

Nicht wirklich. Die Grundbedürfnisse sind sehr ähnlich. Jeder möchte gehört und verstanden werden, um seine Entscheidun­gen gelassener treffen zu können. Ob Sie nun 3 oder 300 Millionen verwalten, Sie kümmern sich genauso um Ihre Rente, Ihre Steuern, Ihre Anlagen und Ihre Versiche­rungen. Was sich ändert, ist der Umfang, nicht die Absicht.

Wir haben einfach die willkürliche Grenze aufgehoben, die besagte: «Diese Art von Service ist nur für Menschen mit über 20 Millionen Franken vorbehalten.»

Steht die Technologie im Mittelpunkt Ihres Modells?

Viele denken, dass es in erster Linie um Technologie geht. Das ist nicht der Fall – zumindest nicht am Anfang. Alles beginnt mit Vertrauen. Wir kommen aus der Welt der Ultra High Net Worth Individuals. Die Kunden kannten uns bereits, was uns einen privilegierten Zugang zu Banken und Versicherern verschaffte. Und natür­lich haben wir geliefert. Parallel dazu hat sich der Markt weiterentwickelt. Die Loya­lität gegenüber traditionellen Banken brö­ckelte im Laufe der Jahre. Heute erwarten Kundinnen und Kunden Gegenseitigkeit. Sie wollen gesehen, verstanden und prio­risiert werden. Diese Veränderung hat den Weg für Akteure wie uns geebnet.

Wie monetarisieren Sie Ihre Dienstleistungen über die Portfolioverwaltung hinaus?

Mit Bedacht. Wir verfolgen kein transakti­onsorientiertes Geschäftsmodell. Der Schlüssel liegt in der Tiefe und Langlebig­keit der Beziehung. Unser Modell basiert auf schlanken, wiederkehrenden Margen: Versicherungen, Hypotheken, Vorsorge, Beratung. Und wir wachsen gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden.

Die VZ Vermögenszentrum ist eine gute Referenz: Sie haben gezeigt, dass sich ein solches, auf mehrere Dienstleistungen aus­gerichtetes Modell in grossem Massstab umsetzen lässt. Unsere Version ist einfach moderner, dynamischer, aber das Prinzip bleibt dasselbe: Wir wollen wiederkehrende Werte schaffen, die auf Vertrauen basieren.

Was ist bei smzh möglich, was bei Credit Suisse oder Julius Bär nicht möglich war?

Unabhängigkeit. Das ist der wichtigste Unterschied. Als Banker wollte ich meine Kunden umfassend beraten, war aber dazu nicht in der Lage. Ich konnte ihnen keine Steuerberatung anbieten, ihnen nicht bei der Strukturierung ihrer Altersvorsorge helfen oder Perspektiven im Immobilien­bereich aufzeigen. Wir konnten nicht immer die relevantesten Empfehlungen aussprechen, da wir mit bestimmten Ein­schränkungen konfrontiert waren.

Heute, mit einer wirklich offenen Architektur, gibt es diese Einschränkungen nicht mehr. Ich kann die UBS für diesen Bedarf empfeh­len, die Allianz oder Lombard Odier, ohne dass es zu Interessenkonflikten kommt. Wir kümmern uns um die Due Diligence und der Kunde entscheidet. Diese Freiheit kommt dem Kunden zugute.

Welche Ihrer Services bringen aktuell den grössten Mehrwert?

Heute sind das eindeutig: Versicherun­gen, Hypotheken und Immobilienberatung. Das sind Bereiche, in denen wir über fun­diertes Fachwissen verfügen und unsere Glaubwürdigkeit weithin anerkannt ist. Wir begleiten beispielsweise Familien, die Immobilien im Wert von mehreren hundert Millionen verwalten – von der Finanzierung über die Strukturierung bis hin zum Risiko­management.

Aber die Zukunft gehört der Integration. Unser «CIO Office» wächst rasant. Mit smzh Invest bieten wir Zugang zu individu­ellen Anlagedepots ab einem Mindestbe­trag von 1’000 Franken an, die sowohl im Rahmen einer klassischen Anlage als auch im Rahmen der dritten Säule zugänglich sind. Darüber hinaus erweitern wir unser Angebot im Bereich Asset Allokation für Kundinnen und Kunden mit nicht-bankfähi­gen Vermögenswerten. Viele Unterneh­merinnen und Unternehmer haben bis zu 80 % ihres Vermögens im eigenen Unter­nehmen – eine grosse Konzentration im Kontext des Gesamtvermögens.

Was sind heute die wichtigsten Erwartungen Ihrer Kunden?

Klarheit und Einfachheit. Zwischen Zinssät­zen, Immobilien, Weltpolitik und Pensions­kassenreform fühlen sich viele überfordert. Ihre Fragen sind sehr konkret. Kann ich mir das leisten? Was ist, wenn ich 100 Jahre alt werde? Muss ich meine Immobilie als Sicherheit hinterlegen?

Wir erhalten auch immer mehr Anfragen nach «Zweitmeinungen». Die Kunden wol­len nicht unbedingt ihre Bank wechseln – aber sie wollen einen unabhängigen, externen und objektiven Blick. Genau da kommen wir ins Spiel.

An wen richtet sich smzh konkret?

An alle. Vom 19-Jährigen, der seine Haus­ratversicherung abschliesst, bis zur Fami­lie, die 14 Milliarden verwaltet. Das ist kein Slogan, das ist Realität. Wir glauben an eine Begleitung über den gesamten Lebens­zyklus hinweg.

Zu viele Akteure denken in Segmenten oder Transaktionen. Wir denken in Entwick­lungspfaden. Der Student von heute kann der grosse Unternehmer von morgen sein. Und an diesem Tag werden wir seine Geschichte bereits kennen.

Was ist Ihr Ziel für 2030?

Unsere Ziele sind klar. Wir streben mehr als 400 Mitarbeiter, rund 60’000 Kundinnen und Kunden und eine führende Position auf dem Schweizer Markt an – nicht nur als Finanzberatungsunternehmen, sondern als integrierte Plattform.

Wir verfügen über die Infrastruktur: 13 Standorte in der Schweiz, ein digitales Sys­tem, skalierbare Teams. Und wir arbeiten noch immer nur mit einem Bruchteil unse­rer Kapazität. Derzeit konzentrieren wir uns auf die Deutschschweiz, wo die Nachfrage sehr hoch ist.

Wir investieren entschlossen in Technolo­gie – nicht, um einem Trend zu folgen, son­dern um Mehrwert zu schaffen. Unsere Plattform Prisma ist im Prinzip ein Family Office in der Hosentasche: vollständige Transparenz über Anlagen, Versicherun­gen, Steuern, Vorsorge. Self-Service, wenn gewünscht, Expertenberatung, wenn nötig. Dieses hybride Modell – digital und menschlich – ist die Zukunft der Branche. Und wir sind schon dort.

Welche Art von Partnerschaften bevorzugen Sie?

Wir sind offen für alle Partnerschaften, die unseren Kundinnen und Kunden einen Mehrwert bieten und sich in unser Öko­system integrieren – Banken, Versicherun­gen, Krankenkassen, Steuerberater, Treu­händer usw.

Wir bieten bereits White-Label-Lösungen für externe Vermögensverwalter an, die sich an unsere Beratungsinfrastruktur anschliessen. Übernahmen sind nicht aus­geschlossen – unter der einzigen Voraus­setzung, dass die Unternehmenskulturen übereinstimmen. Viele wollen die Vergan­genheit monetarisieren. Wir bauen die Zukunft auf. Und wir suchen Partner, die diese Sicht teilen.

Gzim Hasani

smzh

Gzim Hasani leitet smzh, einen unabhängigen Finanzdienstleister, der in den Bereichen Anlagen, Vorsorge, Steuern, Immobilien, Versicherungen und Rechtsstrukturierung tätig ist. Er ist Gründer von Impegno & Partners, die sich der Vermögensberatung für sehr vermögende Kunden widmet. Seine Expertise basiert auf langjährige Erfahrung mit UHNWI-Kunden, insbesondere bei Credit Suisse und Julius Bär, wo er als Senior Relationship Manager tätig war.

EAM-Lösungen
Rahmen

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Mario Pfiffner
Invest-Partners
«Die FINMA sollte die strukturellen Besonderheiten der uVV stärker berücksichtigen.».

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Fundy

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Laurent Forestier
AtonRâ
„Eine Anlageidee schnell in ein kohärentes Portfolio überführen“

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SPHERE

The Swiss Financial Arena

Seit der Gründung im Jahr 2016 unterstützt und vernetzt SPHERE die Community der Schweizer Finanzbranche. SPHERE ermöglicht den Austausch, sei es mit dem vierteljährlich erscheinenden Magazin, den beiden Sonderausgaben für institutionelle Anleger, der Website, den Newsletter und den Veranstaltungen, die das ganze Jahr hindurch durchgeführt werden. Toutes les parties prenantes de la finance, l’un des plus importants secteurs économiques de Suisse, ont ainsi à leur disposition une plateforme où il leur est possible d’échanger, de s’informer et de progresser.

Hebel

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  • Interview mith Stephan Matti
  • CEO
  • LeoVest Partners

«Der Kunde verdient es, durch strenge Vorschriften geschützt zu werden»

Für Stefan Matti ist das starke Wachstum seines Unternehmens zum Teil auch auf den neuen regulatorischen Rahmen zurückzuführen. Er sieht diesen nicht als Hemmnis, sondern als Beschleuniger, der unabhängigen Vermögensverwaltern in einem anspruchsvolleren Umfeld die nötige Legitimität und Glaubwürdigkeit verleiht.

Von Levi-Sergio Mutemba

Welches Fazit ziehen Sie seit dem Rebranding zu LeoVest im Oktober 2024?

Obwohl wir noch ein junges Unternehmen sind, ist unsere Entwicklung recht beeindruckend. Ende 2023 – im Zuge unserer Neupositionierung und der Übernahme von Green Wealth Partners – beschäftigten wir zwei Mitarbeitende mit rund 50 Millionen Franken verwaltetem Vermögen.
Heute, weniger als zwei Jahre später, liegen wir bei 1,6 Milliarden Franken und beschäftigen bereits 17 Kundenberater. Zudem stossen weitere, erfahrene Senior Berater zu uns, die ein dynamisches Unternehmen mit klarer Vision und starker Wertebasis suchen.

Wo liegen Ihre Kernmärkte?

Derzeit sind das vor allem das Vereinigte Königreich, die Schweiz, Liechtenstein und Deutschland. Parallel dazu bauen wir Aktivitäten in den nordischen Ländern, in Israel und in Südafrika auf – und gehören dort zu den wenigen Schweizer Vermögensverwaltern mit einer eigenen Lizenz.
Viele unserer Kunden haben komplexe familiäre Situationen, weshalb wir ihre Angehörigen auch in verschiedenen internationalen Jurisdiktionen begleiten.

Die FINMA wird oft kritisiert, gerade in Genf, weil ihre Vorgaben für kleinere Anbieter zu streng seien. Wie sehen Sie das?

Unsere Sicht ist eine andere. Natürlich wird die Regulierung immer komplexer und aufwendiger. Aber für uns ist sie eine Chance – und keine Bedrohung. Der Kunde hat den Schutz einer anspruchsvollen Regulierung verdient – sie schafft Transparenz und ermöglicht unabhängigen Vermögensverwaltern, die Qualität und Integrität ihrer Compliance-Systeme sichtbar unter Beweis zu stellen.

Im Vergleich zur Schweiz ist die europäische Regulierung noch wesentlich komplexer und letztlich teurer. Der Schweizer Rahmen bleibt noch immer flexibler, pragmatischer und vorteilhafter. Manche Vermögensverwalter wirken, als hätten sie den Wandel der Zeit noch nicht ganz nachvollzogen – und klammern sich an überholte Modelle, wenn es z.B. um Governance, Eigentümerstruktur oder Compliance geht, welche nicht mehr den Anforderungen einer modernen Vermögensverwaltung entsprechen.

Rechnen Sie mit weiterer Konsolidierung?

Davon bin ich überzeugt. Viele kleine Anbieter werden allein wegen der hohen Regulierungskosten verschwinden. Das führt zu Zusammenschlüssen oder Übernahmen – andere wiederum werden gezwungen sein, ihre Geschäftstätigkeit einzustellen. Diese Konsolidierung sehen wir bereits in Grossbritannien und Deutschland – und sie wird auch die Schweiz erreichen.

Können Sie ein aktuelles Beispiel nennen, wie LeoVest den regulatorischen Anforderungen der FINMA nachkommt?

Jeder FINMA-lizenzierte Vermögensverwalter ist verpflichtet, die regulatorischen Spielregeln einzuhalten – das ist selbstverständlich. Bei LeoVest gehen wir jedoch einen Schritt weiter: Wir setzen die Anforderungen so um, dass sie unseren Kunden einen Mehrwert bringen. Unser Ziel ist es, Compliance effizient, digital und transparent zu gestalten. Ein gutes Beispiel dafür ist der Umgang mit Interessenkonflikten, die in der Finanzindustrie nach wie vor weit verbreitet sind. Wenn solche bei uns auftreten, sprechen wir sie offen an und suchen gemeinsam nach Lösungen – damit unsere Kunden den besten Service erhalten, konsequent in ihrem Interesse. Ein solcher Prozess verlangt Geduld und Präzision, um den Anforderungen gerecht zu werden. Aber er ist richtig und notwendig. Die Schweizer Finanzindustrie hat in der Vergangenheit Fehler gemacht, die ihrem Ruf geschadet haben.

Wie gelingt es Ihnen, in so kurzer Zeit so viele Berater zu gewinnen – gemessen an Ihrer ursprünglichen Teamgrösse?

Das liegt vor allem an unserem werteorientierten Partnermodell. Jeder Partner ist ein wesentlicher Aktionär und aktiv in strategische Entscheidungen eingebunden. Für viele Berater ist es entscheidend, die Zukunft des Unternehmens mitgestalten zu können, statt nur Teil einer Organisation zu sein.

Hinzu kommt unsere stark ausgebaute technologische Infrastruktur, die unsere Kundenberater im Alltag unterstützt und die Effizienz steigert. Ich habe das Glück, zwei junge Kollegen im Führungsteam zu haben, die uns in Sachen Technologie ständig herausfordern. Auch unser innovatives Angebot ist attraktiv: Wir bieten zwei unterschiedliche Anlagephilosophien – aktiv und passiv – und können dabei auf eine überzeugende, langjährige Performance verweisen.

Und letztlich ist es die Kultur und die Stimmung im Büro, die den Unterschied machen. Wir schätzen vielfältige Persönlichkeiten und einen offenen, lebendigen Austausch. Erfolge feiern wir gemeinsam – sei es beim BBQ auf der Terrasse, einem Apéro, einem Grillabend auf dem Uetliberg, beim Skiweekend oder beim Padel-Tennis. Jeder ist eingeladen, sich einzubringen – ganz so, wie es zur eigenen Persönlichkeit und Vorlieben passt.

Und wie sieht Ihr Vergütungsmodell aus?

Unser Modell ist bewusst unternehmerisch geprägt. Jeder Berater partizipiert substanziell am Unternehmenserfolg. Konkret erhält er 70 Prozent der selbst generierten Einnahmen – jedoch kein fixes Gehalt. Dieses Modell zieht Berater an, die diszipliniert, gut organisiert und überzeugt von ihrem eigenen Erfolg sind.

Stephan Matti

LeoVest Partners

Stephan Matti ist Mitbegründer und CEO von LeoVest, einem in Zürich ansässigen Vermögensverwalter mit internationaler Präsenz. Zuvor war Stephan Matti Mitglied des Führungsteams der Quintet Private Bank Gruppe, wo er das institutionelle Geschäft in Europa leitete. Während seiner 25-jährigen Tätigkeit bei der UBS Bank hatte Stephan Matti Schlüsselpositionen inne, darunter die des Leiters der Finanzintermediäre in der Schweiz sowie des Leiters der südostasiatischen Märkte in Hongkong und Singapur. Stephan hat einen Executive MBA vom IMD, Lausanne, und einen Bachelor in Business Administration von der Berner Fachhochschule.

EAM-Lösungen
Rahmen

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Mario Pfiffner
Invest-Partners
«Die FINMA sollte die strukturellen Besonderheiten der uVV stärker berücksichtigen.».

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Fundy

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Laurent Forestier
AtonRâ
„Eine Anlageidee schnell in ein kohärentes Portfolio überführen“

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Sphere

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Seit der Gründung im Jahr 2016 unterstützt und vernetzt SPHERE die Community der Schweizer Finanzbranche. SPHERE ermöglicht den Austausch, sei es mit dem vierteljährlich erscheinenden Magazin, den beiden Sonderausgaben für institutionelle Anleger, der Website, den Newsletter und den Veranstaltungen, die das ganze Jahr hindurch durchgeführt werden. Toutes les parties prenantes de la finance, l’un des plus importants secteurs économiques de Suisse, ont ainsi à leur disposition une plateforme où il leur est possible d’échanger, de s’informer et de progresser.

Stempel

EAM Lösungen

  • Pierre-Alexandre Rousselot
  • Chief Executive Officer
  • Performance Watcher

„Die Idee hinter dieser Zertifizierung ist es, für die Vermögensverwalter ein Qualitätssiegel zu schaffen.“

Auf Wunsch der Vermögensverwalter, welche auf seiner Plattform vertretenen sind, hat Performance Watcher ein Zertifizierungsprogramm ins Leben gerufen, das zwei Ziele verfolgt: die Qualität ihrer Arbeit hervorzuheben und letztendlich das Vertrauen ihrer Endkunden in eine langfristige Beziehung zu stärken.

Von Jérôme Sicard

Warum haben Sie dieses Zertifizierungsprogramm ins Leben gerufen?

Wir haben es ganz einfach ins Leben gerufen, weil unsere Kunden uns darum gebeten haben. Die Vermögensverwalter nutzen unsere Berichte als Kommunikationsmittel mit ihren eigenen Kunden, wobei Performance Watcher als vertrauenswürdiger Dritter fungiert. In letzter Zeit haben sie uns zunehmend gebeten, uns stärker in diesem Bereich der Kommunikation und des Marketings zu engagieren. Für uns wurde es ebenfalls unerlässlich, sicherzustellen, dass die Vermögensverwalter, die unsere Dienste in Anspruch nehmen, dies auf korrekte und transparente Weise tun. Die Zertifizierung erfüllt somit einen doppelten Zweck: Sie bringt den Vermögensverwaltern echte Vorteile, unterwirft sie aber auch bestimmten Verpflichtungen. Sie wird übrigens jedes Jahr erneuert, was die Strenge und Kontinuität des Engagements garantiert.

Wie fügt sich diese Initiative in die Gesamtstrategie von Performance Watcher ein?

Es handelt sich um eine Win-Win-Initiative. Die Fondsmanager brauchten ein Label, um sich von anderen abzuheben. Für uns ist es eine Gelegenheit, unsere Kunden aufzuwerten und unsere eigene Marke zu stärken. Die zertifizierten Vermögensverwalter werden nun nicht nur dank der Marketinginstrumente, die wir ihnen zur Verfügung stellen – einige nutzen diese bereits aktiv –, sondern auch dadurch hervorgehoben, dass wir viel freier über sie kommunizieren können. Mit der Zertifizierung verpflichten sie sich zu Transparenz und Exzellenz. Dies ermöglicht es uns, unsere Rolle als Aushängeschild und Vertrauensvermittler für diese Vermögensverwalter voll und ganz wahrzunehmen.

Wie haben Sie den Inhalt der Zertifizierung konzipiert?

Die Idee war wirklich, ein Qualitätsversprechen zu schaffen. Wir wollten den Vermögensverwaltern ein Label bieten, das ihre Seriosität, ihre Sorgfalt und ihre Transparenz hervorhebt, um das Vertrauen ihrer Endkunden zu gewinnen. Dieses Label gibt ihnen eine gewisse Sicherheit, da sie damit deutlich machen, dass sie bereit sind, ihr Bestes für ihre Kunden zu geben. Das ist es, was Kunden heute suchen: die Gewissheit, dass sie es mit einem Fachmann zu tun haben, der sich voll und ganz der Qualität verschrieben hat.

Auf welchen Kriterien basiert die Zertifizierung?

Die Kriterien sind streng und die Vermögensverwalter müssen sie jedes Jahr neu bestätigen. Wir senden ihnen einen Fragebogen zu, führen ein Interview mit ihnen und sorgen dafür, dass der gesamte Prozess automatisiert ist, damit er nicht manipuliert werden kann. Wir verlangen beispielsweise, dass mindestens 60 % der diskretionären Portfolios in unsere Plattform integriert sind. Ausserdem verlangen wir eine tägliche Datenübermittlung mit einem 30-tägigen Verlauf, um eine perfekte Übereinstimmung mit dem Kernsystem des Verwalters zu gewährleisten. Die Daten werden natürlich durchgehend anonymisiert. Schliesslich muss man mindestens sechs Monate lang Nutzer von Performance Watcher sein und über einen vollständigen Jahresverlauf verfügen, damit wir eine sichere Zertifizierung vornehmen können. Man muss sich vor Augen halten, dass Performance Watcher mit dieser Zertifizierung auch seinen eigenen Ruf aufs Spiel setzt. Deshalb müssen wir selbst sehr hohe Anforderungen stellen.

Was ist der konkrete Vorteil für unabhängige Vermögensverwalter?

In erster Linie geht es darum, anders mit ihren Kunden zu kommunizieren. Dieses Label ist für sie ein wirkungsvolles Marketinginstrument, vor allem aber ein greifbares Element der Glaubwürdigkeit. Heutzutage kursieren Zahlen in alle Richtungen und können auf tausend verschiedene Arten interpretiert werden. Hier verfügt der Vermögensverwalter über ein von einer unabhängigen dritten Partei validiertes Reporting, was das Vertrauen erheblich stärkt. Ich erinnere mich noch gut an einen Kunden, der mir sagte: „Fügen Sie Ihren Berichten einen Absatz darüber hinzu, wer Sie sind und wie unabhängig Sie sind.“ Für ihn war dies ein wichtiges Argument gegenüber seinen eigenen Kunden. Über das Image hinaus verpflichtet die Zertifizierung auch zu einem langfristigen Ansatz: Transparenz, kontinuierliche Verbesserung, Streben nach bester Servicequalität. Für einen Endkunden verändert dies die Beziehung zu seinem Verwalter. Man sagt sich: „Hier ist jemand, der alles tut, um einwandfrei zu sein. “

Wie integrieren Sie spezifische Themen wie Risikomanagement und Compliance?

Compliance steht im Mittelpunkt unserer Plattform, insbesondere dank der vollständigen Anonymisierung der Daten. Aber es gibt auch die Risikodimension. Ich sage oft scherzhaft, dass wir uns „Risk Watcher“ hätten nennen können! Wir legen grössten Wert auf die Überwachung des Risikobudgets. Die Stärke von Performance Watcher besteht darin, komplexe, manchmal sehr mathematische Indikatoren in einfache und intuitive Signale umzuwandeln. Die Fachleute selbst schätzen diese Klarheit, und der Endkunde findet darin einen echten Mehrwert: Er kann mit seinem Vermögensverwalter anhand von leicht verständlichen und einfach zu bedienenden Tools kommunizieren. Das macht den Austausch flüssiger, transparenter und vor allem vertrauensvoller.

Allgemeiner gefragt: Wo müssen sich Vermögensverwalter heute verbessern?

Jeder Vermögensverwalter befindet sich in einer besonderen Situation, aber es gibt gewisse Trends. Wir stellen beispielsweise fest, dass einige ihr Risikobudget nicht voll ausschöpfen oder dass sie an zu vorsichtigen Ansätzen festhalten, die manchmal aus der Vergangenheit stammen. Heute gibt es jedoch neue Instrumente und Produkte, mit denen sich die Verwaltung bereichern und diversifizieren lässt. Meine Botschaft ist einfach: Ein Vermögensverwalter muss mit der Zeit gehen, die verfügbaren Ressourcen nutzen und seine Verwaltung an die Gegenwart und Zukunft anpassen. Dies ist eine unverzichtbare Voraussetzung, um relevant und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Pierre-Alexandre Rousselot

Performance Watcher

Pierre-Alexandre hat im Juni die Position des CEO bei der Plattform Performance Watcher übernommen. Zuvor leitete er KeeSystem, das er vor knapp zwanzig Jahren gemeinsam mit Frédéric Gérault gegründet hatte. Nach seinem Informatikstudium spezialisierte er sich auf die Entwicklung von Softwarelösungen für die Vermögensverwaltung und gründete schliesslich KeeSystem, um Vermögensverwaltern die Steuerung ihrer strategischen Funktionen zu ermöglichen. Dieses Fachwissen bringt er nun bei Performance Watcher ein.

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