EAM-Lösungen

  • Dominik Buholzer
  • Chefredaktor
  • Finews

Jüngster Spross eröffnet Aquila neue Chancen

Mit Aquila Investment Partner reiht sich ein neues Unternehmen in der Aquila-Gruppe ein. Der neue Bereich will sich als Lösung in sensiblen Übergangsphasen positionieren.

Von links: Nicolas Peter, Claudio Henseler und Reto Hartmann von Aquila Investment Partner. (Bild: zVg)

Aquila betreibt mit ihrer All-in-One-Lösung ein einzigartiges Modell für unabhängige Vermögensverwalter in der Schweiz. Über 85 Partnergesellschaft sind unter einem Dach vereint. Sie profitieren von Legal-, Compliance- und Riskmanagement-Leistungen, Treuhand und Buchhaltung, einem IT-Service genauso wie einen Bankzugang

Rollenverteilung innerhalb der Gruppe geschärft

Was ursprünglich mit einzelnen Mandaten aus dem persönlichen Netzwerk begann – zunächst mit einer überschaubaren Zahl von «Friends-and-Family»-Kunden – entwickelte sich schrittweise zu einem eigenständigen Geschäftsmodell.

Der erste eigentliche Wachstumsschub erfolgte, als ein Aquila Partnergesellschaft beschloss, sich aus der klassischen Vermögensverwaltung zurückzuziehen und sich künftig auf Finanzplanung zu konzentrieren. Darauf folgten in den letzten Jahren zwei weitere Integrationen von Vermögensverwaltern.

Im vergangenen Jahr entschied die Aquila, daraus einen eigenständigen Bereich zu schaffen: Aquila Investment Partner. «Wir sind sozusagen ein Spin-off der führenden Schweizer Plattform für unabhängige Vermögensverwalter», sagt Managing Partner Nicolas Peter.

Damit entsteht eine strukturierte Alternative zum häufig beobachteten Szenario, wonach Kunden nach dem Rückzug eines Vermögensverwalters wieder zu einer Bank zurückkehren.
«Wir wollen uns als führende Plattform und All-in-One Lösung für unabhängige Vermögensverwalter positionieren. Die Nachfolgeplanung ist ein wichtiges Thema – für diejenigen, die bereits darüber nachdenken müssen, und für alle, die sich frühzeitig darauf vorbereiten möchten oder Lösungen anbieten können. Wir teilen unsere Erfahrung und zeigen Ihnen Möglichkeiten, die wir gemeinsam mit unseren Partnergesellschaften bieten können», sagt Jürg Furrer, CEO der Aquila AG.

Das Vertrauen der Kunden behalten

Der Schweizer Markt ist stark fragmentiert. Während grössere Vermögensverwalter mit mehr als einer Milliarde Franken Assets under Management attraktive Übernahmeziele darstellen, bleibt für die grosse Mehrheit kleinerer Anbieter der Zugang zu professionellen Nachfolgelösungen schwierig.

Entscheidend sei dabei weniger die juristische Struktur als vielmehr das Vertrauen der Kunden – schliesslich bleibe Vermögensverwaltung ein «People’s Business», so Nicolas Peter. Die Verantwortlichen verfügen inzwischen Erfahrung aufgrund von bereits mehreren erfolgreich umgesetzten Transaktionen und sehen sich als erfahrener Sparringspartner in sensiblen Übergangsphasen.

Der Übergabeprozess wird deshalb eng begleitet. Ehemalige Inhaber bleiben in der Regel während einer Übergangsphase eingebunden, nehmen an Kundengesprächen teil und stellen den Wissenstransfer sicher. Dieser strukturierte Ansatz reduziert Abwanderungsrisiken und stabilisiert die AuM-Basis.

Plattformmodell als Zukunftsoption

Neben klassischen Nachfolgefällen adressiert Aquila Investment Partner auch Relationship Manager von Banken, die sich nicht selbständig machen wollen, aber eine unternehmerische Lösung unter einem bestehenden Dach suchen.

Als Teil der Aquila-Gruppe mit zentraler Infrastruktur, Skaleneffekten und Expertise ist die Aquila Investment Partner AG operativ gut aufgestellt – bleibt jedoch offen für weiteres Wachstum. Ein strategischer Eckpfeiler bildet dabei ein strukturiertes Nachfolgemanagement als Differenzierungsmerkmal im fragmentierten Schweizer Vermögensverwaltungsmarkt.

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