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    • Dominic Greenwood
    • Chief Innovation Officer
    • Expersoft Systems

‘’Innovation ist nur dann relevant, wenn sie das Geschäft der Kunden stärkt und klaren Mehrwert schafft.’’

Dominic Greenwood ist seit Jahren im C-Level bei Expersoft Systems tätig und prägt massgeblich die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Mit einem Hintergrund in Technologie- und Finanzsystemen sowie umfangreicher Erfahrung in der Entwicklung intelligenter Softwarelösungen bringt er eine fundierte Expertise in der FinTech-Industrie ein.

In diesem Interview gibt Greenwood Einblicke in die Innovationsprozesse von Expersoft und erklärt, wie das Unternehmen systematisch neue Standards im Wealth Management setzt.

Wenn Sie Expersoft in einem einzigen Satz beschreiben müssten – wie würde dieser lauten?

Wir sind ein vollständig unabhängiger Schweizer Technologieanbieter für Wealth Management, der eine vollintegrierte, leistungsstarke Plattform bereitstellt – geformt durch drei Jahrzehnte Zuverlässigkeit und einer Kultur kontinuierlicher Innovation.

Welche zentralen Werte prägen Expersoft intern – und wie spiegeln sich diese konkret in Entscheidungen, Produktentwicklung und Zusammenarbeit mit Kunden wider?

Unabhängigkeit verschafft uns die Freiheit, langfristig zu planen und gleichzeitig entschlossen sowie schnell zu handeln. Unsere Kultur zeigt sich in einer einzigartigen Verbindung aus Professionalität und tief verankerter Erfahrung.

Für mich bedeutet dies, aufmerksam auf die Stimmen unserer Kunden zu hören und gezielt zu entscheiden, wo und wie wir in Produkt- und Serviceinnovationen investieren, um unsere Community durch messbar positive Kundenergebnisse zu stärken.

Welche technologischen Entwicklungen werden das Wealth Management in den kommenden Jahren aus Ihrer Sicht am stärksten verändern – und wo positioniert sich Expersoft in diesem Umfeld?

Meiner Ansicht nach werden Automatisierung und intelligente Datenverarbeitung den grössten Einfluss auf das Wealth Management haben – insbesondere in den Bereichen Analyse, Reporting und operative Effizienz.

Der eigentliche Wandel liegt jedoch darin, wie diese Technologien in sichere, skalierbare Plattformen eingebettet werden, die eine einheitliche Sicht auf Kunden und Portfolios ermöglichen.

Hybride Beratungsmodelle, in denen Technologie menschliche Expertise ergänzt statt ersetzt, dürften sich als Standard etablieren. Entsprechend liegt der Fokus darauf, neue Fähigkeiten kontrolliert zu integrieren, die Architektur gezielt weiterzuentwickeln und Innovation konsequent auf messbaren Mehrwert auszurichten.

Wie entstehen bei Expersoft neue Ideen? Welche Mechanismen nutzen Sie, um Innovationen zu identifizieren, zu priorisieren und zur Marktreife zu bringen?

Neue Ideen entstehen bei Expersoft im engen Austausch mit Kunden, unter dem Einfluss regulatorischer Veränderungen sowie aus den Erkenntnissen der eigenen Teams. Gleichzeitig beobachtet das Unternehmen laufend die Entwicklungen im Markt, um früh zu erkennen, welche Technologien echten, nachhaltigen Mehrwert schaffen.

Im Zentrum steht dabei stets eine klare Frage: Stärkt eine Initiative die Plattform langfristig? Ideen werden konsequent nach strategischer Relevanz, architektonischer Stabilität und messbarem Kundennutzen bewertet. Innovation folgt damit einem strukturierten Weg – von der Idee bis zur konkreten Wirkung.

Lassen Sie uns konkret werden: An welchen Themen oder Initiativen arbeiten Sie aktuell bereits, die Ihre strategische Ausrichtung in Richtung Zukunft besonders gut widerspiegeln?

Aktuell konzentrieren wir uns auf den Ausbau von Automatisierung, intelligenter Datenanalyse und skalierbaren Verarbeitungsprozessen, um Effizienzgewinne in der Breite zu erzielen. Parallel dazu entwickeln wir unsere Bewertungs- und Reporting-Engines weiter, insbesondere zur Unterstützung alternativer Anlageklassen und zunehmend komplexer Investmentmodelle.

Zudem erweitern wir die Unterstützung für Relationship Manager durch Werkzeuge, die stärker personalisierte Kundenerlebnisse ermöglichen – als integraler Bestandteil hybrider Beratungsmodelle.

Wie gelingt es Expersoft, technologische Innovation so einzusetzen, dass daraus für Ihre Kunden nachweisbarer Mehrwert entsteht?

Innovation ist nur dann relevant, wenn sie das Geschäft der Kunden messbar stärkt. Deshalb definiert Expersoft zu Beginn klare Zielbilder – etwa Effizienzgewinne, höhere Transparenz oder neue operative Möglichkeiten. Analyse, Design und Umsetzung erfolgen in enger Zusammenarbeit mit den Kunden; nach der Einführung wird der operative Effekt systematisch überprüft.

So bleibt Innovation praxisnah, relevant und konsequent auf nachhaltige Wirkung ausgerichtet.

Wenn wir vorausschauen: Wofür soll Expersoft in einigen Jahren innerhalb der globalen Wealth-Management-Industrie stehen?

Expersoft soll als verlässlicher, langfristiger Technologiepartner wahrgenommen werden, der Standards setzt – durch Zuverlässigkeit, Leistungsfähigkeit und entschlossene Innovation.

Nicht durch laute Versprechen, sondern durch die kontinuierliche Bereitstellung von Lösungen, die das Geschäft unserer Kunden heute und in Zukunft nachhaltig stärken.

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    Seit der Gründung im Jahr 2016 unterstützt und vernetzt SPHERE die Community der Schweizer Finanzbranche. SPHERE ermöglicht den Austausch, sei es mit dem vierteljährlich erscheinenden Magazin, den beiden Sonderausgaben für institutionelle Anleger, der Website, den Newsletter und den Veranstaltungen, die das ganze Jahr hindurch durchgeführt werden. Toutes les parties prenantes de la finance, l’un des plus importants secteurs économiques de Suisse, ont ainsi à leur disposition une plateforme où il leur est possible d’échanger, de s’informer et de progresser.

    SPHERE LAB

    SPHERE LAB

    • Studierendenperspektive
    • SPHERE LAB 2026

    « Smart Wallets womöglich keine spektakuläre Zäsur dar, sondern eine strukturelle Weiterentwicklung. »

    Im Rahmen des SPHERE LAB tragen die Studierenden des Komitees das ganze Jahr über zur Reflexion über die grossen Transformationen des Finanzplatzes bei. Durch Analysen, Stellungnahmen und Einordnungen beleuchten sie die technologischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Entwicklungen, die die Branche prägen.

    Der folgende Text stammt von Adrian Cayarga, Student an der Geneva School of Economics and Management (GSEM), wo er ein Studium der Volkswirtschaftslehre absolviert. Er reflektiert hier über das Aufkommen von Smart Wallets und deren potenzielle Auswirkungen auf die Vermögensverwaltung in der Schweiz.

    Von Ardian Cayarga

    Smart Wallets: Vermögensverwaltung im Zeitalter programmierbarer Infrastruktur

    Mit dem Fortschreiten der Tokenisierung und dem zunehmenden regulatorischen Druck erscheinen Smart Wallets als weit mehr als eine marginale technische Innovation: Sie könnten den Beginn einer stillen Transformation der Infrastruktur der Vermögensverwaltung markieren. Hinter diesem noch einem kleinen Kreis von Eingeweihten vorbehaltenen Begriff verbirgt sich eine Entwicklung, die die Art und Weise, wie Vermögen am Schweizer Finanzplatz verwaltet, kontrolliert und geprüft werden, grundlegend verändern könnte.

    Technisch gesehen ist ein Smart Wallet eine digitale Geldbörse, die auf einem auf einer Blockchain implementierten Smart Contract basiert. Im Gegensatz zu traditionellen Krypto-Wallets, die auf dem Besitz eines privaten Schlüssels und einer Seed Phrase beruhen, folgt es einer programmierbaren Logik. Die Funktionsregeln – Allokationslimiten, Transaktionsberechtigungen, Compliance-Kriterien – sind direkt im Code verankert. Dank Mechanismen wie der Account Abstraction kann der Nutzer mit der Blockchain-Infrastruktur interagieren, ohne deren technische Komplexität selbst bewältigen zu müssen. Die Authentifizierung kann über vertraute Methoden erfolgen, während die kryptografische Mechanik im Hintergrund wirkt.

    Der eigentliche Mehrwert liegt jedoch weniger in der technologischen Raffinesse als in den Implikationen für die Governance von Portfolios. In der Schweiz unterliegt die Vermögensverwaltung den Vorschriften der FINMA. Derzeit basiert die Einhaltung des Risikoprofils und der Mandatsvorgaben weitgehend auf organisatorischen Prozessen und nachgelagerten Kontrollen. Smart Wallets führen eine andere Logik ein: jene einer von Anfang an integrierten Compliance. Verstösst eine Transaktion gegen vordefinierte Parameter, wird sie schlicht nicht ausgeführt. Die Regel wird nicht mehr nur überwacht, sondern strukturell verankert.

    Diese Idee einer «Compliance by Design» könnte eine bedeutende Weiterentwicklung darstellen. Sie verwandelt Compliance in einen automatischen Mechanismus, der in der Architektur des Wallets selbst eingeschrieben ist. Die Prüfbarkeit wird unmittelbar, da jede Operation in einem unveränderlichen Register erfasst wird. In einem Umfeld, in dem Rückverfolgbarkeit und Transparenz an Bedeutung gewinnen, könnte diese Fähigkeit sowohl Institutionen als auch Aufsichtsbehörden überzeugen.

    Diese Verheissung setzt jedoch eine zentrale Voraussetzung voraus: die Tokenisierung der Vermögenswerte. Ohne eine digitale Repräsentation von Anleihen, Aktien, Kreditinstrumenten oder Immobilien bleibt die Programmierbarkeit begrenzt. Jüngste Initiativen im Bereich tokenisierter Real World Assets, insbesondere bei Staatsanleihen, zeigen jedoch, dass dieser Übergang bereits im Gange ist. Je stärker Finanzinstrumente in digitale Formate überführt werden, desto eher könnte das Smart Wallet zu ihrer natürlichen Schnittstelle für Verwahrung und Verwaltung werden.

    Es bleibt die sensible Frage der Vertraulichkeit – eine historische Säule der Schweizer Banktradition. Öffentliche Blockchains sind ihrem Wesen nach transparent. Für vermögende Kundinnen und Kunden wäre eine vollständige Offenlegung von Transaktionen kaum akzeptabel. Fortschritte im Bereich der Zero-Knowledge-Proofs eröffnen jedoch interessante Perspektiven: Es wird möglich, die Konformität einer Transaktion nachzuweisen, ohne deren Details offenzulegen. Diese selektive Transparenz – bei der Kunde und Vermögensverwalter vollständige Einsicht haben, die Behörde einen bedingten Zugang erhält und Dritte lediglich eine kryptografische Bestätigung sehen – könnte einen technologisch glaubwürdigen Kompromiss zwischen Innovation und Diskretion darstellen.

    Auch die häufig ideologisch geführte Debatte zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung im Krypto-Universum verdient eine differenzierte Betrachtung. Im institutionellen Kontext geht es nicht um eine absolute Dezentralisierung, sondern um die Gestaltung einer Vertrauensarchitektur, die mit regulatorischen und operativen Anforderungen vereinbar ist. Eine kontrollierte Form der Zentralisierung kann die Sicherheit erhöhen, eine Filterung der genutzten Protokolle ermöglichen und Mechanismen zur Rückabwicklung im Betrugsfall bereitstellen. Es geht nicht um einen Gegensatz unvereinbarer Visionen, sondern um die Verbindung technologischer Leistungsfähigkeit mit institutioneller Verantwortung.

    Letztlich stellen Smart Wallets womöglich keine spektakuläre Zäsur dar, sondern eine strukturelle Weiterentwicklung. Für den Endkunden könnte das Nutzungserlebnis vertraut bleiben. Die Transformation würde sich in der Tiefe vollziehen – in der unsichtbaren Infrastruktur, die die Vermögensverwaltung trägt. Wenn die Tokenisierung weiter voranschreitet und sich der regulatorische Rahmen anpasst, könnte sich diese programmierbare Architektur schrittweise als neue technische Ebene der Schweizer Vermögensverwaltung etablieren.

    Die Revolution, sollte sie eintreten, wird leise sein. Doch gerade so nehmen die nachhaltigsten Veränderungen oft Gestalt an – durch eine schrittweise Neugestaltung der grundlegenden Strukturen des Systems.

     

     

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    Seit der Gründung im Jahr 2016 unterstützt und vernetzt SPHERE die Community der Schweizer Finanzbranche. SPHERE ermöglicht den Austausch, sei es mit dem vierteljährlich erscheinenden Magazin, den beiden Sonderausgaben für institutionelle Anleger, der Website, den Newsletter und den Veranstaltungen, die das ganze Jahr hindurch durchgeführt werden. Toutes les parties prenantes de la finance, l’un des plus importants secteurs économiques de Suisse, ont ainsi à leur disposition une plateforme où il leur est possible d’échanger, de s’informer et de progresser.

    Prinzipien

    EAM-Lösungen

    • Interview mit Patrick Humbert-Verri
    • Partner und COO
    • Probus Pleion

    «Technologie ist ein grossartiger Verbündeter. Sie erleichtert das Leben einer hochmobilen Kundschaft.»

    Für Probus Pleion vertritt Patrick Humbert-Verri ein Modell, das die Standardisierung im Wealth Management ablehnt und auf die Koordination ausgewiesener Spezialisten setzt. Angesichts immer komplexerer Bedürfnisse von Familien und Unternehmern versteht er seine Rolle als die eines Dirigenten an der Schnittstelle von Family Office, Private Banking und ganzheitlicher Beratung.

    Von Levi-Sergio Mutemba

    Patrick Humbert, Sie betreuen Kunden mit sehr unterschiedlichen Erwartungen. Wie definieren Sie heute den Aufgabenbereich eines Family Office?

    Unsere Erfahrung ist zweigeteilt. Einerseits betreiben wir innerhalb der Gruppe ein «echtes» Family Office für einen einzelnen Kunden mit zwei Vollzeitmitarbeitenden. Sie kümmern sich um alles, was nichts mit Zahlen zu tun hat: Hauspersonal, Immobilien und Concierge-Dienstleistungen. Andererseits bieten wir eine Vielzahl von Services rund um unsere Kunden an. Doch die grundlegende Frage bleibt stets dieselbe: «Was verstehen Sie unter Office?» Jede Vorstellung ist anders.

    Inwiefern unterscheidet sich diese Wahrnehmung von Kunde zu Kunde?

    Die Unterschiede sind enorm, weil der Begriff nicht klar definiert ist. Für manche ist es eine Gesellschaft, die sich ausschliesslich um Finanzen und Vermögen im engsten Sinne kümmert. Für andere ist es ein Luxus-Concierge, der jederzeit verfügbar ist. Für uns ist der Umfang sehr breit. Wir haben sieben Dienstleistungsfelder definiert – von der Vermögensanlage bis zur Nachfolge- und Steuerplanung.

    Besteht angesichts dieses Booms nicht die Gefahr, dass «falsche» Family Offices entstehen, die den Titel zu Unrecht tragen?

    Das ist ein klassisches Szenario. Nach einem Cash Event verfügt jemand über 100 bis 300 Millionen Franken. Er gründet ein Family Office, stellt einen Vermögensverwalter, einen Steuerexperten, einen Concierge ein, später eine Buchhalterin und HR-Verantwortliche… Sehr schnell explodieren die Kosten. In der Hoffnung auf Skaleneffekte holt er weitere Kunden dazu und betreibt ein improvisiertes Multi-Family Office. Am Ende entsteht eine kleine Struktur, die zwar vieles anbietet, aber nichts in der Qualität eines echten Spezialisten. Man sagt, Vermögensverwaltung sollte nicht mehr als 1% pro Jahr kosten. Wenn sich Gehälter und Infrastruktur stapeln, braucht es ein enormes Vermögen, um unter dieser Schwelle zu bleiben.

    Sie sehen sich eher als Hausarzt oder Dirigent. Warum ist dieses Modell effizienter?

    Unabhängigkeit bedeutet zu wissen, wo man Kompetenz findet. Wir verstehen uns als Koordinatoren. Für spezifische Bedürfnisse holen wir die besten externen Spezialisten. Es ist wie bei einem Werkzeugkasten: Für jede Schraube braucht es den passenden Schlüssel – nicht einen verstellbaren, der am Ende alles beschädigt. Dazu gehören auch informelle Dienstleistungen, etwa den Briefkasten zu leeren oder ein Auto zur Motorfahrzeugkontrolle zu bringen, wenn ein Kunde abwesend ist. Das ist echtes Private Banking.

    Ist diese Rolle beim Übergang zur nächsten Generation besonders wichtig?

    Absolut. Die nächste Generation sucht mehr Sinn und erwartet eine sofortige digitale Interaktion. Als Vertrauensperson, die die Geschichte der Familie kennt und zugleich moderne Instrumente beherrscht, fungieren wir als Brücke. Wir helfen, die Vorstellungen des Gründers in eine Sprache zu übersetzen, die die Erben akzeptieren – und verhindern so, dass Vermögen aus Mangel an Kommunikation fragmentiert wird.

    Welche Rolle spielt die Technologie bei dieser Demokratisierung des Family Office?

    Technologie ist ein grossartiger Verbündeter. Sie erleichtert das Leben einer hochmobilen Kundschaft. Ich kann innerhalb weniger Minuten eine Videokonferenz zwischen einem in der Schweiz lebenden Kunden und einem Steuerexperten am anderen Ende der Welt organisieren. KI hilft uns zudem, 90% einer komplexen Rechtsfrage vorzuanalysieren. Doch Emotionen kann kein Algorithmus steuern. Wenn eine Blase platzt, wird kein Roboter den Kunden beruhigen. Vertrauen entsteht durch Service – und bleibt durch menschliche und finanzielle Resultate erhalten.

    Patrick Humbert-Verri

    Probus Pleion

    Patrick Humbert-Verri begann seine Bankkarriere 1994 bei der Banque Cantonale Vaudoise. Nach einer dreijährigen Ausbildung in einer Filiale arbeitete er im Bereich der gefährdeten Kredite, bevor er 2001 seine Tätigkeit in der Kundenberatung aufnahm. Anschliessend durchlief er verschiedene Positionen in der Kundenberatung und im Management. Im Jahr 2015 wechselte er zu Probus Pleion, einem Vermögensverwalter mit rund 200 Mitarbeitenden und einem verwalteten Vermögen von über 4 Milliarden CHF. Hier konnte er seine Fähigkeiten im Bereich des Projektmanagements und der Koordination der Unterstützung für Vermögensverwalter in die Gruppe einbringen. Seit 2019 – und dem direkten Anschluss des Unternehmens an die FINMA – verantwortet er das Risikomanagement und die Geschäftstätigkeit des Unternehmens.

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    « Die IT-Infrastruktur und Cyber-Resilienz von Vermögensverwaltern anhand klarer Kriterien beurteilen »

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    Seit der Gründung im Jahr 2016 unterstützt und vernetzt SPHERE die Community der Schweizer Finanzbranche. SPHERE ermöglicht den Austausch, sei es mit dem vierteljährlich erscheinenden Magazin, den beiden Sonderausgaben für institutionelle Anleger, der Website, den Newsletter und den Veranstaltungen, die das ganze Jahr hindurch durchgeführt werden. Toutes les parties prenantes de la finance, l’un des plus importants secteurs économiques de Suisse, ont ainsi à leur disposition une plateforme où il leur est possible d’échanger, de s’informer et de progresser.

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    • Dimitri Petruschenko
    • Gründer
    • EAM Resilience Program

    «Klare Kriterien zur Bewertung der IT-Infrastruktur und der Cyber-Resilienz von Vermögensverwaltern».

    Mit dem Start des EAM Resilience Program verfolgt Dimitri Petruschenko einen strukturierten und pragmatischen Ansatz, um Vermögensverwalter dabei zu unterstützen, ihre Position in den Bereichen IT, Cyber und Organisation besser einzuordnen, ihre Abhängigkeiten klarer zu verstehen und ihre Risikosteuerung in einem zunehmend vernetzten Finanzökosystem gezielt zu stärken.

    Von Jérôme Sicard

     

    Was umfasst Ihr Resilience Assessment konkret – und was wird bewusst nicht gemessen oder geprüft?

    Das IT-Infrastruktur- und Cyber-Security-Assessment ist Teil des EAM Resilience Programs und als strukturierte Management-Standortbestimmung konzipiert. Im Fokus stehen organisatorische Klarheit, Verantwortlichkeiten und Abhängigkeiten – nicht technische Systemdetails.

    Ziel ist es, die bestehende IT- und Cyber-Organisation einzuordnen, implizite Annahmen sichtbar zu machen und den angestrebten Zielzustand nachvollziehbar zu dokumentieren. Der daraus entstehende Bericht dient als Grundlage für Gespräche mit IT-Dienstleistern sowie als strukturierte Entscheidungsbasis im Governance- und Compliance-Kontext.

    Bewusst nicht Bestandteil sind technische Audits. Es werden keine Systeme getestet, keine Konfigurationen geprüft und keine Zertifizierungen vergeben. Das Assessment ersetzt weder regulatorische Prüfungen noch spezialisierte IT-Sicherheitsanalysen. Resilienz wird damit nicht technisch gemessen, sondern organisatorisch eingeordnet.

    Warum sind externe Vermögensverwalter aus Ihrer Sicht derzeit ein unterschätzter Risikobereich im Schweizer Wealth-Management-Umfeld?

    Externe Vermögensverwalter sind ein wichtiger Bestandteil des Schweizer Wealth-Management-Systems, verfügen jedoch nicht über vergleichbare Ressourcen wie Banken. Sie arbeiten mit kleineren Teams und begrenzteren Budgets – bei gleichzeitig hohen regulatorischen Anforderungen.

    Strukturell betreuen EAMs und Banken dieselben Kunden. Die Depots liegen bei der Bank, die Kundenbeziehung wird jedoch durch den Vermögensverwalter geführt. Entsprechend werden sensible Informationen auf beiden Seiten verarbeitet – allerdings in unterschiedlichen technischen und organisatorischen Umgebungen..

    Kommt es zu einem Cybervorfall beim EAM, kann dies Informationen betreffen, die im direkten Zusammenhang mit der Depotbank stehen. In der Praxis zeigt sich, dass diese indirekten Risiken häufig unterschätzt werden – gerade weil die Bank technisch nicht direkt betroffen ist. Solche Fälle hat es in der Vergangenheit bereits gegeben. Auch wenn die Systeme der Bank selbst nicht kompromittiert werden, entstehen operative, regulatorische und reputative Auswirkungen im gemeinsamen Kundenumfeld. Unterschätzt wird dabei häufig die Kombination aus gemeinsamer Kundenbasis, hoher Vernetzung und unterschiedlichen Sicherheits- und Governance-Strukturen. Das Risiko ist daher systemisch – nicht isoliert.

    Viele EAMs stützen sich stark auf externe IT- und Servicepartner. Wo sehen Sie typischerweise die grössten blinden Flecken – insbesondere im Hinblick auf Verantwortlichkeiten und Abhängigkeiten gegenüber Drittanbietern?

    Die regulatorische Verantwortung bleibt klar beim EAM – auch wenn Leistungen ausgelagert werden. Outsourcing-Strukturen sind zu dokumentieren.

    Der blinde Fleck liegt jedoch weniger in der formalen Ordnung als in der Transparenz über das tatsächliche Fundament der Organisation. Als Branche wissen wir sehr genau, mit welchen Banken EAMs zusammenarbeiten. Auch bei PMS- oder CRM-Anbietern besteht ein klares Marktbild. Deutlich weniger transparent ist hingegen, mit welchen IT- und Cyber-Dienstleistern die einzelnen Vermögensverwalter arbeiten. Gerade diese Anbieter sichern jedoch das operative Fundament – vom Workplace über Cloud-Umgebungen bis zur Sicherheitsarchitektur. Abgesehen von einigen bekannten Namen fehlt häufig ein systematischer Überblick.

    Hinzu kommt die Erwartungshaltung gegenüber Dienstleistern. Nicht jeder IT-Partner kennt die regulatorischen Besonderheiten eines EAM im Detail. Technisch funktioniert vieles – strategisch ist die Beratung jedoch nicht immer auf Augenhöhe. Das Risiko entsteht daher weniger durch fehlende Regeln als durch begrenzte Transparenz und eine teilweise überschätzte Steuerungsfähigkeit gegenüber externen Partnern.

    Ihr EAM Resilience Program legt den Fokus auf Strukturen, Prozesse und Verantwortlichkeiten – nicht auf technische Kontrollen. Weshalb haben Sie sich bewusst für einen nicht-technischen Ansatz entschieden?

    Der Ansatz ist bewusst nicht-technisch gewählt, weil die Kernkompetenz eines EAM in der Kundenbetreuung und im Portfoliomanagement liegt – nicht in IT oder Cyber-Security. Gleichzeitig sind regulatorische Anforderungen und technologische Abhängigkeiten deutlich komplexer geworden. Technische Themen werden in der Regel von Dienstleistern betreut, strategische Entscheidungen jedoch auf Managementebene getroffen. Zwischen beiden Ebenen fehlt häufig eine klare Übersetzung.

    Genau hier setzt der nicht-technische Ansatz an. Er schafft eine strukturierte Grundlage, um IT- und Resilienz-Fragen in den Kontext des Geschäftsmodells einzuordnen. Es geht nicht um Konfigurationsdetails, sondern um Verantwortung, Abhängigkeiten und strategische Prioritäten. Technische Prüfungen sind sinnvoll. Ohne diese Verbindung zwischen Business und Technologie bleiben sie jedoch isoliert und entfalten wenig strategische Wirkung.

    Welche konkreten Erkenntnisse oder Entscheidungen sollte ein EAM nach Abschluss Ihres Assessments treffen können? Verändert dies auch die Auswahl oder Steuerung von IT-Dienstleistern?

    Das Assessment ordnet die IT-Infrastruktur und Cyber-Resilienz eines EAM entlang klarer Kriterien ein – etwa Unternehmensgrösse, regulatorische Anforderungen, Zusammenarbeit und Digitalisierung, Gerätepolitik, Sicherheit, Compliance und Betriebsmodell. Die daraus abgeleiteten Erkenntnisse schaffen vor allem Entscheidungsgrundlagen. Sie helfen, Abhängigkeiten realistischer einzuschätzen und Prioritäten bewusst zu setzen.

    In Bezug auf IT-Dienstleister verändert sich insbesondere die Gesprächsbasis. Ein EAM kann Anforderungen klarer formulieren, Annahmen hinterfragen und Anbieter gezielter beurteilen. Es geht nicht darum, bestehende Partner grundsätzlich infrage zu stellen, sondern darum, die Zusammenarbeit strukturiert und transparent zu steuern.
    Am Ende steht keine technische Massnahmenliste, sondern eine bewusstere und strategisch fundierte Steuerung des eigenen Betriebsmodells.

    Wie können Schwächen auf Ebene eines EAM Risiken für Depotbanken und andere Partner nach sich ziehen?

    Ein EAM ist regulatorisch eigenständig, operativ jedoch eng mit Banken und weiteren Dienstleistern verflochten. Banken unterliegen strengen Anforderungen im Umgang mit Drittparteirisiken. Wenn ein EAM strukturelle Schwächen in seiner IT- oder Governance-Organisation aufweist, entsteht für die Bank automatisch ein indirektes Risiko – sei es reputativ, operativ oder im Rahmen ihrer eigenen Risikobeurteilung.

    EAMs und Banken betreuen dieselben Kunden. Organisatorische Schwächen oder Vorfälle beim Vermögensverwalter führen in der Praxis zu zusätzlichem Abstimmungsaufwand, regulatorischer Kommunikation und erhöhter Aufmerksamkeit auf Bankenseite. Resilienz endet daher nicht an der Organisationsgrenze. In einem arbeitsteiligen Markt ist die Stabilität jedes Beteiligten auch ein Faktor für die Stabilität des Gesamtsystems.
    Vor diesem Hintergrund versteht sich das EAM Resilience Program als strukturierter Beitrag zur Stärkung von Transparenz und organisatorischer Klarheit entlang dieser Wertschöpfungskette.

    Kommt der Druck zur Stärkung der operativen Resilienz bei EAMs inzwischen eher vom Regulator oder vom Marktökosystem — insbesondere von den Partnerbanken?

    Der FINMA Risikomonitor 2025 zeigt deutlich, dass Cyber-Risiken, Outsourcing und insbesondere Drittparteirisiken im Fokus stehen. Bereits heute bestehen klare Erwartungen im Umgang mit ausgelagerten Leistungen und operativen Risiken. Transparenz, saubere Dokumentation und nachvollziehbare Governance-Strukturen sind zunehmend Standard.

    Gleichzeitig entsteht zusätzlicher Druck aus dem Markt selbst. Banken und andere Partner unterliegen steigenden Anforderungen im Drittparteimanagement und geben diese entlang der Wertschöpfungskette weiter. In der Praxis wirkt diese Marktdynamik häufig schneller als formelle regulatorische Anpassungen.

    Es ist gut vorstellbar, dass sich diese Entwicklung mittelfristig in konkreteren Mindeststandards im Bereich IT- und Cyber-Sicherheit niederschlägt – etwa durch standardisierte Nachweise oder Zertifizierungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das würde die Anforderungen nicht nur an EAMs erhöhen, sondern ebenso an Technologieanbieter und andere Dienstleister.

    Dimitri Petruschenko

    EAM Resilience Program

    Als ehemaliger Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von EAM.Technology, einem auf Beratung und ausgelagerte operative Dienstleistungen spezialisierten Unternehmen, verfügt Dimitri Petruschenko über mehr als fünfzehn Jahre Erfahrung im Technologiebereich des Finanzsektors. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er insbesondere für Privatbanken, unabhängige Vermögensverwalter und Family Offices. Vor der Gründung von EAM.Technology hatte er verschiedene Führungspositionen bei Schweizer Anbietern von Softwarelösungen für die Bereiche Wealth Management und Asset Management inne.

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      SPHERE LAB

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      • Interview mit Orégane Chérel
      • Präsidentin des Jahrgangs 2026
      • SPHERE LAB 2026

      « Ich möchte mich mit vollem Engagement dafür einsetzen, ein dynamisches und zukunftsorientiertes SPHERE LAB aufzubauen. »

      Brücken bauen, die Stimme der Studierenden hörbar machen und die Türen zur Schweizer Finanzwelt öffnen: Orégane Chérel teilt ihre Vision eines SPHERE LABs, das als echtes Sprungbrett für junge Talente gedacht ist.

      Von Arnaud Favre

      Was hat dich dazu motiviert, dich im SPHERE LAB zu engagieren und heute dessen Präsidentschaft zu übernehmen?

      Was mich sofort begeistert hat, war die Idee des SPHERE LAB als Brücke zwischen der Schweizer Finanzwelt und den Studierenden. Ich finde dieses Konzept wirklich großartig, weil es den Studierenden eine Stimme gibt, unsere Perspektiven sichtbar macht und uns echte Sichtbarkeit verschafft.

      Als Präsidentin möchte ich mich mit vollem Engagement dafür einsetzen, ein dynamisches und zukunftsorientiertes SPHERE LAB aufzubauen. Mein Ziel ist es, zu einem sinnstiftenden Projekt beizutragen, das den Studierenden neue Perspektiven eröffnet und ihnen hilft, sich ihre berufliche Zukunft vorzustellen.

      Welche Ausrichtung möchtest du dem SPHERE LAB für das Jahr 2026 geben?

      Ich möchte dem SPHERE LAB eine Richtung geben, die von Ambition, Zusammenarbeit und Wirkung getragen ist. Mein Ziel ist es, seine Rolle als Referenzplattform für die neue Generation in der Finanzwelt weiter zu stärken.

      Konkret bedeutet das, starke Synergien mit SPHERE sowie mit der Community der Vermögensverwalter aufzubauen. Für mich soll das SPHERE LAB ein echtes Ideenlabor sein – ein Raum der Vernetzung, in dem jede und jeder seine Ambitionen zum Ausdruck bringen kann. Ich wünsche mir, dass es als Karriere-Katalysator und als Motor für positive Veränderungen im Sektor wahrgenommen wird.

      Was kann das SPHERE LAB den Studierenden, die sich engagieren, ganz konkret bieten?

      Das SPHERE LAB bietet etwas sehr Wertvolles: Sichtbarkeit, praktische Erfahrung und einen direkten Zugang zum Schweizer Finanzökosystem.

      Die Studierenden sind keine bloßen Zuschauer, sondern werden zu aktiven Gestaltern. Sie entwickeln Schlüsselkompetenzen wie Kommunikation, kritisches Denken und Teamarbeit und bauen gleichzeitig ein starkes Netzwerk für ihre Zukunft auf. Diese Erfahrung geht weit über eine Zeile im Lebenslauf hinaus – sie ist ein Beschleuniger für Selbstvertrauen, berufliche Reife und neue Chancen.

      Was begeistert dich besonders an der Idee, direkte Verbindungen zwischen Studierenden und Fachleuten der Schweizer Finanzwelt zu schaffen?

      Mich begeistert vor allem, die Distanz zwischen zwei Welten zu verringern, die sich manchmal nur wenig kennen. Diese Verbindungen ermöglichen es den Studierenden, sich konkret zu orientieren und vom Erfahrungsschatz der Fachleute zu profitieren – und umgekehrt geben sie den Professionals die Möglichkeit, die Kreativität, die Werte und die neuen Perspektiven der jungen Generation kennenzulernen.

      Die Welt verändert sich sehr schnell, insbesondere durch Technologie und künstliche Intelligenz. Junge Menschen haben oft eine andere Vision der Zukunft, und ich bin überzeugt, dass dieser gegenseitige Austausch enorm bereichernd ist.

      Was erhoffst du dir persönlich von dieser Erfahrung als Präsidentin des SPHERE LAB?

      Persönlich erhoffe ich mir, sehr viel zu lernen und meine Kompetenzen in den Bereichen Leadership, Projektmanagement, Kommunikation und Teamarbeit weiterzuentwickeln.

      Vor allem aber möchte ich menschlich wachsen, sinnstiftende Projekte mit engagierten Menschen aufbauen und am Ende das Gefühl haben, zu etwas beigetragen zu haben, das größer ist als ich selbst. Talente dabei zu unterstützen, ihr Potenzial zu entfalten und ihren Platz in der Welt des Wealth Managements zu finden, und das SPHERE LAB zu einem echten Katalysator zu machen – das ist meine tiefste Motivation.

      Wie stellst du dir die interne Arbeitsweise und den Geist des SPHERE-LAB-Komitees vor?

      Ich stelle mir eine Arbeitsweise mit flachen Hierarchien vor, in der jede und jeder frei ist, Ideen einzubringen, zu testen und zu gestalten. Ziel ist es, dass jedes Mitglied seine spezifischen Kompetenzen in den Dienst des SPHERE LAB stellen kann.

      Jede Person kann sich auf einen Bereich spezialisieren – Kommunikation, Events, Interviews, Medien – und bei komplementären Profilen entstehen kleine Teams. Die Idee ist, dass jede einzelne Person einen echten Mehrwert für das Kollektiv schafft.

      Was begeistert dich heute am meisten, wenn du an das SPHERE LAB denkst?

      Was mich am meisten begeistert, ist der Zugang zu einem Umfeld, das oft als undurchsichtig und schwer zugänglich wahrgenommen wird: die Welt der Vermögensverwalter.

      Ich freue mich sehr auf den Austausch mit ihnen, aber auch darauf, unsere eigene SPHERE-LAB-Identität zu entwickeln – unsere Videos, unsere Interviews, unsere Initiativen. Diese kreative Freiheit ist extrem motivierend, und ich danke SPHERE herzlich für diese Chance.

      Ein kommender Höhepunkt für das SPHERE LAB?

      Ja, ein zentraler Moment wird die 10-Jahr-Feier von SPHERE am 7. September im Hôtel Président Wilson in Genf sein. Geplant ist ein spezielles SPHERE-LAB-Panel mit Studierenden vor rund 400 unabhängigen Vermögensverwaltern.

      Wir haben im Komitee bereits viel darüber gesprochen und sind sehr begeistert. Es ist eine einzigartige Gelegenheit, unsere Stimmen einzubringen und uns zu positionieren. Wir freuen uns sehr darauf, mit der Arbeit an diesem Projekt zu beginnen.

      Und was ist mit dem kommenden Stock Pitch Challenge?

      Dieser befindet sich noch in der Konzeptionsphase, da es sich um einen Prototyp handelt. Wir haben bereits einige Ideen, insbesondere zum Format und zur Redezeit, werden das Projekt jedoch Schritt für Schritt gemeinsam entwickeln.

      Das Ziel bleibt klar: allen die Möglichkeit zu geben, sich auszudrücken, ihre Stimme einzubringen und den innovativen Blick zu zeigen, den wir auf die Zukunft haben – im Dialog mit den Fachleuten der Vermögensverwaltung.

      EAM-Lösungen
      Rahmen

      Rahmen

      Mario Pfiffner
      Invest-Partners
      «Die FINMA sollte die strukturellen Besonderheiten der uVV stärker berücksichtigen.».

      DIGITAL LÖSUNGEN
      Check-Up

      Check-Up

      Dimitri Petruschenko
      EAM Resilience Program
      « Die IT-Infrastruktur und Cyber-Resilienz von Vermögensverwaltern anhand klarer Kriterien beurteilen »

      SPHERE

      The Swiss Financial Arena

      Seit der Gründung im Jahr 2016 unterstützt und vernetzt SPHERE die Community der Schweizer Finanzbranche. SPHERE ermöglicht den Austausch, sei es mit dem vierteljährlich erscheinenden Magazin, den beiden Sonderausgaben für institutionelle Anleger, der Website, den Newsletter und den Veranstaltungen, die das ganze Jahr hindurch durchgeführt werden. Toutes les parties prenantes de la finance, l’un des plus importants secteurs économiques de Suisse, ont ainsi à leur disposition une plateforme où il leur est possible d’échanger, de s’informer et de progresser.