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Gzim Hasani
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« Es ist entscheidend, klar zwischen Luxusprodukten und sogenannten Luxury Assets zu unterscheiden. »
Von Jérôme Sicard
Was sind die wichtigsten strukturellen Unterschiede zwischen den US- und europäischen Kreditmärkten ?
Der US-Kreditmarkt ist deutlich grösser als der europäische. Beide sind liquide, aber der US-Markt ist rund dreimal so gross. Die europäischen High-Yield- und Kreditmärkte sind jünger und kleiner. Die wichtigsten Kennzahlen sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.
Wie haben die divergierenden geldpolitischen Massnahmen der Fed und der EZB die Credit Spreads die beiden Seiten des Atlantiks beeinflusst?
Die Fed hat die Zinsen mehrfach gesenkt, hat aber noch einen gewissen Spielraum, bevor sie das von ihr als neutral betrachtete Zinsniveau zwischen 3–3,25 % erreicht. Die Märkte preisen bereits ein, dass dieses Niveau innerhalb der nächsten zwölf Monate erreicht wird. Diese Erwartungen haben zur Kompression der Corporate Spreads beigetragen.
Im Euroraum hat die EZB schneller gesenkt und mit einem Einlagesatz von 2 % bereits ein neutrales Niveau erreicht. Dies hat ebenfalls zu einer Spread-Kompression in Europa geführt und die Wachstumsaussichten deutlich gestützt, was die Fundamentaldaten von Unternehmen stärkt – und folglich zu engeren Spreads führt.
Wie vergleichen sich die Refinanzierungsrisiken zwischen Emittenten in den USA und in Europa heute?
Weltweit hat sich das High-Yield-Segment seit der globalen Finanzkrise schrittweise hin zu höherer Ratingqualität entwickelt – CCC-Titel machen nur noch 8 % des globalen Marktes aus, gegenüber nahezu 15 % im Jahr 2007. Dafür waren mehrere Faktoren ausschlaggebend, darunter die zunehmende Verlagerung von Kapitalstrukturen im Single-B-Bereich in den Kreditmarkt, die Bereinigung eines Teils der älteren CCC-Emissionen durch Ausfälle sowie eine seit dem Zinsregimewechsel im Jahr 2022 deutlich geringere Emission von CCC-Papieren.
Infolgedessen handelt es sich bei der überwiegenden Mehrheit der Emittenten um solide Unternehmen, die Cash generieren, Zugang zu den Kapitalmärkten haben und konjunkturelle Abschwächungen bewältigen können. Entsprechend sind Stressquoten relativ niedrig: nur 5,5 % des europäischen HY-Marktes und knapp unter 6 % des US-HY-Marktes handeln auf Distressed-Niveaus (Spread > 750 Basispunkte). Die meisten dieser Titel zeichnen sich durch überhöhte Verschuldung alter Kapitalstrukturen, schwächere Geschäftsmodelle – oder beides – aus.
Wir sehen keinen wesentlichen Unterschied zwischen den USA und Europa: Solide Unternehmen mit angemessenen Kapitalstrukturen (also die grosse Mehrheit beider Märkte) haben Zugang zu den Kapitalmärkten, und die Refinanzierungsrisiken sind gering. Unternehmen mit schwachen Profilen haben deutlich schwierigere Refinanzierungsperspektiven – unabhängig von ihrer geografischen Zugehörigkeit.
Was erklärt die Verengung der europäischen Spreads trotz eines schwächeren Wachstumsausblicks?
Schwächeres Wachstum muss Spreads nicht belasten, weil es niedrigere Leitzinsen durch die EZB induziert. Solange das Wachstum nicht so schwach ist, dass die Ausfälle steigen, ist ein „weiches“ Umfeld positiv für Fixed Income.
Die Verengung der europäischen Spreads ist zudem auf starke Carry-Nachfrage der Anleger, günstige Kreditfundamentaldaten und Erwartungen weiterer Unterstützung durch die EZB zurückzuführen. Europäische Spreads bleiben auch aufgrund technischer Faktoren und Anlegerpositionierung eng. Zuflüsse waren stark im Vergleich zum begrenzten Angebot, was enge Spreads begünstigt.
Ein Blick auf historische Phasen anhaltend enger Spreads – wie 1992–1997 und 2004–2007 – zeigt, dass Spreads auch bei moderatem Wachstum eng bleiben können.
Wo sehen Sie derzeit die attraktivsten Chancen im Kreditmarkt – in den USA oder in Europa?
In beiden Regionen ergeben sich Chancen, wobei europäische Kreditmärkte als besonders attraktiv gelten. Europäisches High Yield und Leveraged Loans erzielten im 4. Quartal 2024 sowie im Gesamtjahr höhere Renditen als ihre US-Pendants.
Europäische Kreditmärkte bieten überzeugende Carry-Möglichkeiten, insbesondere im High-Yield-Bereich und bei CLOs, wo die Spreads im Vergleich zu den USA weiterhin relativ ausgeweitet sind. Die Streuung zwischen Sektoren und Emittenten eröffnet ein fruchtbares Umfeld für aktives Management.
In den USA bevorzugen wir Front-End-Carry in Segmenten wie Corporate HY, strukturierten Produkten und Agency/MBS, wo die erwarteten Renditen im Verhältnis zur Volatilität höher sind als bei Spread-Produkten mit längerer Laufzeit.
Wie hat die wirtschaftliche Erholung in Europa zu Beginn des Jahres die Anlegernachfrage nach europäischen Kreditmärkten beeinflusst?
Die Widerstandsfähigkeit der europäischen Konjunktur war ein eindeutiger positiver Faktor für Kreditmärkte. Zu Jahresbeginn übertraf das Wachstum in der Peripherie dasjenige im Kern. Nach den Meldungen im März, dass Deutschland mehr in Infrastruktur und Verteidigung investieren wolle, stiegen die Wachstumserwartungen für Deutschland deutlich und stützten das Sentiment im Corporate-Credit-Segment.
Trotz dieser Robustheit blieb das Wachstum unter dem Trend, sodass die EZB die Zinsen senken konnte, während die Inflation sich der 2 %-Marke näherte. Dies stärkte das Vertrauen in risikobehaftete Anlagen, einschliesslich Kredit.
Guillermo Felices
PGIM
Guillermo Felices ist Principal und Global Investment Strategist im Bereich Fixed Income bei PGIM mit Sitz in London. Bevor er im August 2021 zum Unternehmen kam, war Felices Head of Investment Strategy und Mitglied des Multi-Asset Investment Committee bei BNP Paribas Asset Management. Früher in seiner Karriere leitete er die Asset-Allocation-Forschung für Europa bei Barclays, wo er 2011 eingetreten war. Er arbeitete zudem für Citi und bei der Bank of England. Guillermo Felices hat einen PhD und einen Master in Wirtschaftswissenschaften der New York University (Fulbright-Stipendiat) und einen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften der Universidad del Pacifico in Lima, Peru.
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Als zentraler Transformationsfaktor im Finanzdienstleistungssektor verändert künstliche Intelligenz Organisationsstrukturen, Berufsbilder und den Arbeitsmarkt grundlegend. Prozessautomatisierung, der zunehmende Stellenwert von Daten und der Wandel der Kompetenzen: Julie Guittard und Mathieu Raynot analysieren die konkreten Auswirkungen dieser Entwicklungen auf den Schweizer Finanzplatz.
Von Jérôme Sicard
Wie lässt sich heute der Einfluss der künstlichen Intelligenz auf die Beschäftigung im Schweizer Finanzsektor beurteilen?
Der Einzug der künstlichen Intelligenz verändert Denk- und Arbeitsweisen in sämtlichen Wirtschaftssektoren tiefgreifend. Wir stehen erst am Anfang bedeutender struktureller Umbrüche, die den Arbeitsmarkt in der Schweiz wie auch international nachhaltig prägen werden. Die Finanzdienstleistungen – Banken, Asset Management und Versicherungen – sind von diesen Entwicklungen besonders betroffen, da sie stark auf repetitive, datengetriebene Prozesse sowie auf ein hohes Volumen an administrativen und unterstützenden Tätigkeiten angewiesen sind.
Gerade in diesen Bereichen entfaltet KI heute ihr Potenzial. Sie ermöglicht die Automatisierung zahlreicher Routinetätigkeiten, verbessert die Datenanalyse erheblich, erstellt personalisierte Zusammenfassungen, erleichtert automatisierte Übersetzungen und passt die Kommunikation an das jeweilige Kundenprofil an. KI verändert zudem die Beziehung zwischen Finanzinstituten und ihren Kundinnen und Kunden, etwa durch rund um die Uhr verfügbare Chatbots oder zunehmend digitalisierte KYC-Prozesse. In der Privatbank unterstützt sie insbesondere die Erstellung von Reportings, die Echtzeitübersetzung sowie eine präzisere und stärker personalisierte Kommunikation.
Bereits heute beobachten wir einen Abbau von Stellen, vor allem in Support-, administrativen und juristischen Funktionen. Diese Entwicklung lässt sich jedoch nicht allein auf KI zurückführen. Sie ist Teil eines umfassenderen Kontextes, der von geopolitischen und wirtschaftlichen Spannungen, Zinsanpassungen sowie einer ausgeprägten Konsolidierung im Schweizer Banken-, Finanz- und Versicherungssektor geprägt ist. In den vergangenen drei Jahren hat sich diese Dynamik deutlich beschleunigt. All diese Faktoren führen zu einem wachsenden Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Finanzarbeitsmarkt. Zwar wird weiterhin rekrutiert, allerdings konzentrieren sich Neueinstellungen zunehmend auf hochspezialisierte Profile. Gleichzeitig verfügen viele verfügbare Kandidatinnen und Kandidaten über zu generalistische oder stark back-office-orientierte Profile, mit begrenzter Erfahrung im Umgang mit KI-Kompetenzen und den heute erforderlichen neuen Tools.
Welche spezifischen Auswirkungen hat KI auf Back-Office-, Operations- und Compliance-Funktionen?
Diese Funktionen gehören zu den am stärksten betroffenen Bereichen. Einerseits steigert KI Qualität, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit dieser Tätigkeiten deutlich und hebt sie auf ein wesentlich höheres professionelles Niveau. Sie trägt damit zu einer stärkeren Institutionalisierung der Prozesse bei, mit klareren Standards, verbesserten Kontrollen und erweiterten technischen Fähigkeiten.
Andererseits erhöht diese Entwicklung den Druck auf die Mitarbeitenden, die heute sowohl ihre fachlichen Kernkompetenzen als auch Kenntnisse in Technologie, Automatisierung und KI beherrschen müssen. Stark segmentierte Back-Office-Positionen, die bereits seit rund zehn Jahren rückläufig sind, wurden schrittweise durch transversalere Funktionen wie Business Analysts oder Project- und Process-Manager ersetzt, was eine deutliche Reduktion der operativen Teams ermöglichte. KI stellt nun eine zweite Transformationsstufe dar, die direkt in die täglichen Aufgaben von Operations und Compliance integriert wird und den daten- und analysegetriebenen Charakter dieser Funktionen erheblich verstärkt.
Handelt es sich eher um eine Transformation der Berufe oder um einen Abbau von Arbeitsplätzen?
Diese beiden Dynamiken stehen nicht im Widerspruch, sondern bestehen parallel. Der Einsatz von KI eröffnet zweifellos neue Lernmöglichkeiten, fördert den Kompetenzaufbau und schafft neue Rollen. Viele operative Funktionen haben bereits Automatisierungs- oder intelligente Analysetools integriert, was zu erheblichen Zeitgewinnen und Leistungssteigerungen führt.
Gleichzeitig geht diese Entwicklung mit einem Abbau von Stellen einher, die hauptsächlich auf manuellen oder stark repetitiven Prozessen basieren. Dieser Trend betrifft mittlerweile auch die IT-Abteilungen. Der Einsatz von Tools, die Code generieren oder die Softwareentwicklung stark unterstützen, reduziert den Arbeitsaufwand bestimmter Entwicklerprofile und stellt die Notwendigkeit grosser Teams zunehmend infrage. In mehreren Institutionen wurden die IT-Teams in den vergangenen zwölf bis vierundzwanzig Monaten deutlich verkleinert, was sich klar im Arbeitsmarkt widerspiegelt – mit einem spürbaren Rückgang entsprechender Stellenangebote.
Welche Kompetenzen sind entscheidend, um im Finanzsektor im Zeitalter der KI beschäftigungsfähig zu bleiben?
Der Arbeitsmarkt wird zunehmend komplex, und es ist unerlässlich, Kompetenzen zu entwickeln, die den neuen technologischen und operativen Anforderungen entsprechen. Dabei zeichnen sich heute zwei Hauptwege ab.
Der erste besteht in der Spezialisierung auf Funktionen mit hoher Wertschöpfung, unterstützt durch kontinuierliche Weiterbildung und berufliche Zertifizierungen, um die durch KI gebotenen Möglichkeiten sinnvoll zu ergänzen. Diese Spezialisierung geht häufig mit einer Hybridisierung der Kompetenzen einher, die finanzielle Expertise, digitale Fähigkeiten und ein solides Verständnis regulatorischer Rahmenbedingungen verbindet.
Der zweite Weg betrifft Profile mit stärkerem Fokus auf Kundenbeziehungen und Geschäftsentwicklung. Die Fähigkeit, Vertrauen aufzubauen, private oder institutionelle Kunden langfristig zu begleiten und komplexe Bedürfnisse zu verstehen, bleibt ein zentraler Erfolgsfaktor. In diesen Tätigkeiten ist die menschliche Dimension unersetzlich – insbesondere am Schweizer Finanzplatz.
Demgegenüber stellen bestimmte administrative und operative Funktionen heute das am stärksten von mittelfristiger Automatisierung bedrohte Segment dar, mit einem realen Risiko des schrittweisen Wegfalls einzelner Stellen in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren. Dieses „Mittelfeld“ des Arbeitsmarktes sollte sowohl vom privaten Sektor als auch von den öffentlichen Stellen ernst genommen werden.
Entstehen neue Profile oder Berufsbilder im Zusammenhang mit KI im Finanzbereich?
Ja. Besonders gefragt sind heute Fachkräfte mit ausgeprägtem Branchenwissen, die KI-Tools beherrschen und konkret in ihre tägliche Arbeit integrieren können. Zu beobachten ist das Entstehen neuer Rollen, etwa AI Business Analysts innerhalb operativer Teams, Daten- und KI-Spezialisten in den Bereichen Risiko, Compliance oder Investment, Experten für prädiktive Modellierung, Daten-Governance und -qualität sowie Fachkräfte im Bereich Cybersicherheit.
Ein erheblicher Teil der Berufe des Jahres 2030 existiert heute noch nicht. Seit der Covid-Krise haben sich die Transformationszyklen deutlich beschleunigt, wobei KI zu bereits bestehenden Entwicklungen wie Homeoffice oder Prozessdigitalisierung hinzukommt.
Ist die Schweiz im Vergleich zu anderen Finanzplätzen voraus oder im Rückstand?
Die Schweiz befindet sich in einer Zwischenposition. Sie verfügt über solide Grundlagen, mit robusten Infrastrukturen, hohen technischen Kompetenzen und einem qualitativ starken akademischen Ökosystem. Gleichzeitig geht sie oft vorsichtiger vor als andere Finanzplätze – bedingt durch ein anspruchsvolles regulatorisches Umfeld, eine konservativere Risikokultur und Governance-Strukturen, die Innovationen teilweise langsamer integrieren. Andere Finanzplätze werden dabei sehr genau beobachtet. Dieser Ansatz setzt auf Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit und stellt insbesondere in der Privatbank, der Vermögensverwaltung und der Versicherung einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar.
Erfordert KI spezifische Implementierungsstrategien?
Ja. Der Einsatz von KI erfordert eine klare strategische Vision, eine stringente Daten-Governance sowie ein angepasstes Risikomanagement mit Mechanismen der menschlichen Aufsicht. Zudem setzt er eine kohärente HR-Strategie voraus, die den gezielten Kompetenzaufbau, die Begleitung des Wandels sowie eine verstärkte interne und externe Kommunikation integriert. Auch wenn KI Werkzeuge und Prozesse tiefgreifend verändert, bleiben Investitionen in das Humankapital, in Soft Skills und in die Anpassungsfähigkeit zentraler denn je.
Julie Guittard
Michael Page
Julie Guittard ist Senior Managerin bei Michael Page und auf die Personalvermittlung im Bank- und Finanzdienstleistungssektor in der Westschweiz spezialisiert. Sie verfügt über mehr als 14 Jahre Erfahrung im Talentmanagement. Im Laufe ihrer Karriere hat sie Teams geleitet und eine Vielzahl von Positionen in den Bereichen Risiko, Compliance, Finanzen, Investitionen, Operations und Front Office für Privatbanken, Vermögensverwalter und Vermögensmanager bekleidet.
Mathieu Raynot
Michael Page
Mathieu Raynot kam 2014 zur Abteilung Banking & Financial Services von Michael Page in Genf. Seitdem hat er sich auf technische Berufe in den Bereichen Operations, Risiko & Compliance, Investitionen und Vermögensverwaltung für einen Kundenstamm spezialisiert, der unter anderem Privatbanken, Vermögensverwalter, Family Offices und Asset Managers umfasst. In diesen Finanzberufen begleitet Mathieu Raynot sowohl junge Absolventen wie auch erfahrene Fachkräfte. Darüber hinaus ist er an Schulen und in lokalen Wirtschaftskreisen tätig. Mathieu Raynot hat einen Master-Abschluss in Management mit Spezialisierung auf Geschäftsverhandlungen.
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Uhren, Schmuck, Sammlerfahrzeuge, Kunstwerke … Luxury Assets haben sich in den vergangenen Jahren als eigenständige Anlageklasse etabliert. Weit entfernt von reiner Konsumlogik folgen diese Objekte heute zunehmend Marktmechanismen, Liquiditätsfragen und Prinzipien der Vermögensstrukturierung. In diesem Interview erläutert Gzim Hasani die zentralen Grundlagen dieses Ansatzes.
Von Jérôme Sicard
Was sind die zentralen Faktoren, die den Luxusmarkt zu einer echten Anlageklasse gemacht haben?
Der wichtigste Treiber ist das globale Vermögenswachstum und die zunehmende Sophistizierung wohlhabender Personen. Luxuswerte haben sich schrittweise von reinen Konsumgütern hin zu alternativen Anlagen entwickelt. Begonnen hat dies mit erstklassigen Immobilien und später kamen Uhren, Schmuck, klassischen Automobilen und ausgewählte Kunstwerke hinzu.
Was den entscheidenden Wandel brachte, war die Professionalisierung: bessere Bewertungsstandards, tiefere Sekundärmärkte, verbesserte Liquidität und klare Eigentümerstrukturen. Im Kern werden Luxuswerte durch Knappheit und Begehrlichkeit getrieben. Wenn ein Objekt beides vereint, wird es mit anderen Anlageklassen vergleichbar – mit realen Märkten, realer Liquidität und klarer Sensitivität gegenüber Konjunkturzyklen.
Wie erklären Sie, dass Investitionen in Uhren, Autos oder Kunst zeitweise traditionelle Finanzmärkte übertreffen?
Performance ist nicht der Ausgangspunkt. Bewusstsein ist es. Viele Menschen besitzen bereits Luxuswerte, ohne sie als solche zu behandeln. Eine Uhr oder ein Auto wird oft als Konsumgut gesehen, obwohl es faktisch als Vermögenswert geführt werden sollte.
Diese Objekte fallen selten auf null. Der entscheidende Unterschied liegt in der Strukturierung: Bewertung, Versicherung, Dokumentation, Weitergabe und Transaktionsfähigkeit. Sobald Luxuswerte professionell gemanagt werden, wird Performance zur Folge – nicht zum Ziel.
Inwiefern hat sich die wirtschaftliche Legitimität von Luxus in den letzten zwei Jahrzehnten gestärkt?
Es ist entscheidend, zwischen der Luxusindustrie und echten Luxuswerten zu unterscheiden. Ein grosser Teil der Industrie ist nach wie vor konsumgetrieben. Nur eine begrenzte Anzahl von Marken und Objekten qualifiziert sich als Vermögenswerte mit nachhaltiger Nachfrage und Wertbeständigkeit.
Dies zeigt sich bei ikonischen Uhren, aussergewöhnlichen klassischen Autos oder stark wiedererkennbaren Taschen wie der Hermès Birkin oder Kelly. Diese Objekte vereinen Knappheit, Markenglaubwürdigkeit und funktionierende Sekundärmärkte. Viele Luxusmarken verkaufen Luxusprodukte, aber keine Luxuswerte – diese Unterscheidung zu verstehen ist zentral.
Wie unterscheiden Sie in der Beratung konkret zwischen einem Luxusgut und einem Luxusvermögenswert?
Letztlich entscheidet der Markt. Wie bei Aktien wird der Wert durch langfristige Nachfrage und Markttiefe definiert. Manche Güter entwickeln sich erst über die Zeit zu Vermögenswerten. Ein Ferrari F40 ist ein gutes Beispiel: einst relativ zugänglich, später aufgrund von Knappheit und kultureller Bedeutung stark im Wert gestiegen.
In der Kunst sind drei Faktoren besonders wichtig: der Hintergrund der Künstlerin oder des Künstlers, die institutionelle Anerkennung und die Frage, ob die Person noch lebt. Nichts davon garantiert Erfolg, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit. Dieselbe Logik gilt für Uhren oder Autos. Eine Patek Philippe hat schlicht eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, auch in fünfzig oder hundert Jahren noch einen Markt zu haben, als eine unbekannte unabhängige Marke.
Welche Rolle spielen Seltenheit, Provenienz und Handwerkskunst für den zukünftigen Wert?
Sie sind essenziell, aber für sich allein nicht ausreichend. Langfristiger Wert erfordert auch Vertrauen in die Kontinuität der Marke oder des Handwerks. Grosse Häuser wie Audemars Piguet denken und investieren generationenübergreifend.
Bei klassischen Autos sehen wir bereits Herausforderungen durch das Verschwinden spezialisierter Fähigkeiten. Wartung, Erhalt und Logistik werden deshalb zu zentralen Werttreibern. Dies ist ein Grund, weshalb Uhren und Schmuck oft im Vorteil sind: Sie lassen sich einfacher erhalten, transportieren und versichern – bei gleichzeitig hoher Wertdichte..
Wie beurteilen Sie das Spannungsfeld zwischen Risiko, Rendite und emotionaler Zufriedenheit?
Emotion ist meist der Einstiegspunkt. Menschen bauen Luxuskollektionen auf, weil sie die Objekte lieben, ihre Geschichten schätzen und sie weitergeben möchten. Mit zunehmendem Wert wird Struktur unverzichtbar. Dann gewinnen Governance, Bewertung und Risikomanagement an Bedeutung. Emotion schafft Bindung – Struktur schützt den Wert.
Was sind die häufigsten Fehler neuer Investorinnen und Investoren?
Der grösste Fehler ist, Preis mit Qualität gleichzusetzen. Ein hoher Preis macht noch keinen Vermögenswert. Liquidität, Sekundärmärkte und langfristige Nachfrage werden oft unterschätzt.
Zudem erleben wir spekulative Phasen – etwa beim Wein nach Covid – gefolgt von Korrekturen. Das ist normal. Luxusmärkte bewegen sich wie alle Märkte in Zyklen – und Disziplin ist entscheidend.
Wie prägen Nachhaltigkeit und Ethik Investitionsentscheide im Luxusbereich?
Nachhaltigkeit im Luxus bezieht sich weniger auf klassische ESG-Kennzahlen als auf Kontinuität. Die zentrale Frage ist, ob Handwerkskunst, Know-how und Qualität über Generationen erhalten bleiben.
Für Investorinnen und Investoren bedeutet das, sich auf Marken zu fokussieren, die ihr Humankapital schützen, einer Überindustrialisierung widerstehen und Produkte schaffen, die auf Langlebigkeit ausgelegt sind. Im Luxus geht es bei Nachhaltigkeit letztlich um Glaubwürdigkeit und kulturelle Beständigkeit.
Was unterscheidet kurzfristiges Flipping von einer langfristigen Vermögensstrategie?
Langfristige Strategien schneiden fast immer besser ab. Wer kauft, hält und über Zeit aufbaut, profitiert von kumulierender Nachfrage, Markenstärke und Liquidität. Flipping existiert – insbesondere in gewissen Regionen – doch Marken wie Rolex zeigen, wie langfristige Fundamentaldaten nachhaltigen Wert schaffen. Das ist keine Spekulation, sondern strukturelle Stärke.
Was sind die wichtigsten Leitlinien für die Integration von Luxuswerten in ein globales Portfolio?
Die meisten vermögenden Personen besitzen bereits Luxuswerte – sie managen sie nur nicht als Teil ihres Portfolios. Entscheidend ist die Integration. Luxuswerte müssen bewertet, strukturiert und mit den Gesamtzielen abgestimmt werden.
Es gibt keine fixe Allokation. Sie hängt von der persönlichen Situation, familiären Strukturen und langfristigen Zielen ab – und davon, ob diese Vermögenswerte Flexibilität erhöhen statt sie einzuschränken.
Gzim Hasani
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Gzim Hasani leitet smzh, einen unabhängigen Finanzdienstleister, der in den Bereichen Anlagen, Vorsorge, Steuern, Immobilien, Versicherungen und Rechtsstrukturierung tätig ist. Er ist Gründer von Impegno & Partners, die sich der Vermögensberatung für sehr vermögende Kunden widmet. Seine Expertise basiert auf langjährige Erfahrung mit UHNWI-Kunden, insbesondere bei Credit Suisse und Julius Bär, wo er als Senior Relationship Manager tätig war.
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Lange Zeit stark fragmentiert, beschleunigt sich der Strukturwandel im Markt der unabhängigen Vermögensverwalter zunehmend. Kritische Grösse, regulatorische Anforderungen, technologische Investitionen und Nachfolgethemen rücken immer stärker in den Fokus. In diesem Interview erläutert Thomas Tietz, wie sich Corum darauf ausgerichtet hat und welche aktive Rolle die Gruppe bei der Neukonfiguration dieses Marktes übernehmen will.
Von Jérôme Sicard
Was sind Ihre wichtigsten Wachstumstreiber für die kommenden Jahre?
Unser Wachstum basiert auf mehreren soliden Fundamenten: einer hohen Kundenzufriedenheit, gut ausgebildeten und hochmotivierten Mitarbeitenden, einer robusten IT-Plattform, einer starken Unternehmenskultur sowie einer wirkungsvollen internen Kommunikation. In den vergangenen fünf Jahren haben wir in all diese Bereiche stark investiert. Aufgrund unserer Eigentums- und Führungsstruktur haben wir kurzfristige Gewinne nie priorisiert; stattdessen wurde jeder Schweizer Franken reinvestiert, um die Organisation auf Skalierung vorzubereiten.
Heute wird unser Wachstum von drei Kräften getragen. Erstens betreuen wir bestehende Kunden auf höchstem Niveau und reagieren rasch auf Marktveränderungen, geopolitische Ereignisse und Sanktionen. Zweitens gewinnen wir neue Kunden über unser Netzwerk sowie über neu eintretende Relationship Manager. Und drittens beteiligen wir uns aktiv an der Konsolidierungswelle unter unabhängigen Vermögensverwaltern, Finanzinstituten und Family Offices in der Schweiz und in Deutschland – einschliesslich des Erwerbs kleiner und grosser Vermögensverwaltungen im Rahmen von Nachfolgelösungen.
Wie würden Sie Ihre übergeordnete Entwicklungsstrategie beschreiben?
Sehr offensiv. In den vergangenen vier Jahren haben wir eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 25 % erreicht.
Welche Investitionen sind notwendig, um dieses Wachstum zu ermöglichen?
Unsere Investitionen konzentrieren sich in erster Linie auf IT und Menschen. Auf der Technologieseite arbeiten alle Mitarbeitenden – interne wie externe – auf einer einheitlichen IT-Plattform, unabhängig davon, ob sie in unserem Zürcher Büro tätig sind oder international reisen. Unsere Tochtergesellschaften arbeiten auf demselben System, wodurch wir Skaleneffekte, Einkaufskraft und Qualitätsstandards der Corum-Gruppe nutzen können. 2025 haben wir eine umfangreiche Systemmigration abgeschlossen: Die frühere Kette aus Portfolio-Management-System, Excel-Tabellen und Outlook-Kommunikation wurde durch eine integrierte Prozessplattform ersetzt – bestehend aus PMS, Legal & Compliance sowie CRM –, welche alle Funktionen nahtlos verbindet.
Auf der personellen Seite sind unsere Kunden und Mitarbeitenden unsere wertvollsten Ressourcen. Exzellenz können wir nur mit hochmotivierten Menschen liefern. Die Einführung der neuen PMS-Plattform ist ein gutes Beispiel: Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Abteilungen arbeiteten fast ein Jahr lang daran – und betrieben gleichzeitig die alten Systeme weiter, was oft zu doppelter oder dreifacher Arbeitsbelastung führte. In diese Menschen investieren wir, und genau diese Talente möchten wir anziehen. Zudem haben wir uns entschieden, ein Ausbildungsbetrieb zu werden und Lernende in unsere tägliche Arbeit einzubinden – ein strategischer Schritt, um junge Talente früh zu identifizieren und langfristig zu binden.
Was bieten Sie Beratern, die sich Ihrer Plattform anschliessen?
Wir bieten Beratern ein echtes professionelles und organisatorisches Zuhause. Typischerweise treten zwei Profile der Corum-Gruppe bei: Berater aus Banken, die in die unabhängige Vermögensverwaltung wechseln möchten und eine Infrastruktur suchen, die ihnen eine ganzheitliche Kundenbetreuung ermöglicht; sowie ehemalige unabhängige Vermögensverwalter, die ihre FINMA- oder BaFin-Lizenz aufgrund steigender regulatorischer Belastungen oder aus Altersgründen abgegeben haben.
Beide Gruppen suchen langfristige Stabilität – für sich selbst und für ihre Kunden. Einige möchten ihren Kundenstamm neu aufbauen, andere ihre bestehende Kundschaft unter einem stärkeren Dach weiter betreuen, wieder andere ihre Nachfolge vorbereiten und Kunden schrittweise an einen jüngeren Relationship Manager übergeben. Corum bietet dieses Umfeld: mit Zugang zu hochqualifizierten Legal-&-Compliance-Spezialisten, einem erfahrenen Investment Office, einer modernen IT- und Softwarearchitektur, Beziehungen zu über 50 Banken weltweit, EU-Marktzugang über unsere BaFin-regulierte Einheit in München sowie einem Managementteam mit fast 25 Jahren Erfahrung in der Führung eines unabhängigen Vermögensverwalters in der Schweiz.
Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Erfolgsfaktoren von Corum?
Kontinuität, Flexibilität, moderne Infrastruktur, ein zukunftsgerichtetes Geschäftsmodell, eine familiäre und partnerschaftliche Kultur sowie umfassende Erfahrung in internationalen Märkten.
Welche Argumente überzeugen Berater am meisten, wenn Sie ihnen Corums Value Proposition vorstellen?
Zusätzlich zu den genannten Elementen schätzen Berater unsere umfassenden internen Supportfunktionen – darunter Legal & Compliance und Back Office –, ein attraktives Vergütungsmodell sowie die unternehmerische Freiheit, die mit P&L-Verantwortung einhergeht.
Wie funktionieren Ihre Tandems aus Beratern und Analysten im Alltag?
Die Zusammenarbeit folgt einem klar definierten Prozessrahmen. Wir führen eine vierteljährliche Investment Conference mit Professor Josef Marbacher durch, inklusive Marktausblick; ein monatliches Investment Committee mit vier Experten; sowie einen wöchentlichen Investment-Call am Montag für alle RMs und PMs. Das Investment Office setzt Strategien um und unterstützt bei täglichen Anfragen, während ad-hoc-Meetings bei aussergewöhnlichen Ereignissen wie einer Pandemie oder geopolitischen Krisen einberufen werden. Diese Struktur stellt sicher, dass jeder Relationship Manager proaktiv auf alle relevanten Informationen zugreifen kann.
Welche Arten von Akquisitionszielen suchen Sie?
Wir konzentrieren uns auf zwei Gruppen: hochqualifizierte Banker, die sich einem unabhängigen Vermögensverwalter anschliessen möchten, und kleine bis mittelgrosse Vermögensverwalter, die eine Nachfolgelösung suchen – sei es über ein Tandemmodell, eine schrittweise Kundenübertragung oder die Vorbereitung auf den Ruhestand.
Wie beurteilen Sie den aktuellen Zustand des unabhängigen Vermögensverwaltungssektors?
Ende November gab es in der Schweiz 1’347 von der FINMA lizenzierte Vermögensverwalter – eine rückläufige Zahl. Der Höhepunkt liegt hinter uns. Die Struktur des Sektors erklärt dies: Rund 80 % der Firmen sind sehr klein – ein bis fünf Personen – und etwa 80 % ihrer Führungskräfte sind zwischen 60 und 75 Jahre alt.
Die Konsolidierungswellen, die ich vorausgesagt habe – die zweite und dritte Welle – überschneiden sich nun. Die Lizenzierungsphase führte nicht zu einer echten Konsolidierung, da nahezu alle eine Lizenz erhalten haben. Die zweite Welle ist die Erkenntnis, dass «eine Lizenz zu erhalten bedeutet, sie zu behalten»: Nach zwei Jahren und zwei FINMA-Prüfungen sind regulatorische Belastung und Kosten klar geworden, was den Wunsch, unabhängig weiterzumachen, sinken lässt. Die dritte Welle ist demografisch: Viele Verantwortliche stehen kurz vor der Pensionierung. Wir sehen nun deutlich, dass Fusionen, Schliessungen, Übernahmen und Plattformlösungen rasch zunehmen.
Thomas Tietz
Corum Group
Thomas Tietz ist seit April 2018 CEO der Corum Group. Er ist seit über zwanzig Jahren im Bereich Software und IT-Dienstleistungen für die Banken- und Vermögensverwaltungsbranche in der Schweiz, in Liechtenstein und in Deutschland tätig. In diesen Märkten hat er mehrere Unternehmen aufgebaut, weiterentwickelt und erfolgreich geführt. Vor seinem Eintritt bei Corum bekleidete er unter anderem die Position des Managing Director bei der VWD Group Switzerland sowie die Funktion des CEO von Avaloq Sourcing (Europe). Darüber hinaus ist er Mitglied der Verwaltungsräte mehrerer Unternehmen im Finanzdienstleistungssektor, wo er seine Expertise in die strategische Weiterentwicklung einbringt.
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Reale, greifbare Anlagen mit nachweisbarem Wert – jetzt in einer strukturierten, institutionellen Form gebündelt. Zum ersten Mal werden diese Investments über einen regulierten Fonds auch für EAM direkt zugänglich.
In der Vermögensverwaltung sind alternative Anlagen längst etabliert. Doch ein Segment wird häufig ausgelassen – nicht aus Überzeugung, sondern aus fehlendem Zugang: hochwertige Sachwerte wie Kunst, Classic Cars, Whisky, Handtaschen oder seltene Sammelkarten.
Gerade diese physischen Objekte sind weltweit gefragt, kulturell verankert und unabhängig von traditionellen Finanzmärkten. Ihre Wertentwicklung folgt anderen Zyklen, ihre Korrelation zu Aktien und Bonds ist minimal. Genau deshalb sind sie für eine echte Diversifikation interessant – und damit relevant für moderne Multi-Asset-Portfolios.
Das Problem: Bisher waren Investitionen in solche Sachwerte teuer, intransparent, illiquide und operativ kaum vertretbar. In vielen Fällen waren sie nur zugänglich für Ultra-High-Net-Worth-Investoren, direkte Sammler oder spezialisierte Fonds mit hohen Mindestbeträgen.
Die Lösung liegt jetzt auf dem Tisch: Mit dem Splint Invest Luxury Items & Collectibles AIF (ISIN LI1505244361) wird erstmals ein regulierter Fonds angeboten, der ausschliesslich in nachweislich wertstabile Luxus-Objekte und Collectibles investiert – mit Fokus auf kurze Haltedauern und klare Exit-Strategien. Das Mindestinvestment von nur 10’000 CHF macht den Fonds für externe Vermögensverwalter sofort umsetzbar: Ob als Portfolio-Beimischung, als taktische Opportunität oder zur schrittweisen Diversifikation.
Warum gerade jetzt?
Der Fonds baut auf der Expertise von Splint Invest auf, einer Plattform, die seit 2021 Zugang zu alternativen Sachwerten bietet. Die bisherigen Zahlen sind bemerkenswert:
Diese Performance basiert nicht auf Glück oder Trendwellen, sondern auf Markt-Daten, verhandlungsstarken Einkaufsstrukturen und einem Netzwerk aus Händlern, Auktionatoren und Sammlern weltweit. Der Fonds repliziert die gleiche Strategie – jedoch reguliert, geprüft und institutionell strukturierbar.
Konkreter Nutzen für EAM
Insbesondere für Kundinnen und Kunden, die bereits Immobilien, Private Equity oder Gold halten, bietet der Fonds eine neue Kategorie physischer Vermögenswerte – mit potenziell attraktiver Rendite und klarer Governance.
Fundraising mit Sonderkonditionen
Aktuell befindet sich der Fonds in der Zeichnungsphase. EAM erhalten für eine begrenzte Zeit Zugang zu einer Anteilsklasse mit Sonderkonditionen. Damit können Berater ihren Kunden den Einstieg ermöglichen, bevor Ausgabeaufschläge und eine Performance Fee greifen.
Firmenbeschrieb
Splint Invest ist eine Schweizer Plattform für alternative Sachwerte wie Kunst, Autos, Whisky und seltene Collectibles. Seit 2021 macht Splint Invest diese Anlageklasse erstmals transparent, zugänglich und datenbasiert investierbar. Das Investmentteam besteht aus zwei CFAs und zwei CPAs und arbeitet mit eigenen quantitativen Bewertungs- und Selektionsmodellen, um Preiszyklen, Liquidität, Risiko und Exit-Potenziale zu beurteilen. Zusätzlich kooperiert Splint Invest mit externen Spezialisten und Händlern, die spezifische Markt- und Kategorietiefe einbringen.
Mit über 45 Mio. CHF investiertem Kapital und 29 erfolgreichen Exits (Ø Rendite 24%, Ø Haltedauer 15 Monate, Stand 06.12.2025) erhalten Vermögensverwalter über den Splint Invest Luxury Items & Collectibles AIF (ISIN LI1505244361) erstmals regulierten Zugang zu dieser Vermögensklasse.
Mehr Informationen :
https://www.aif.splintinvest.com/de/
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