Fülle
Jürg Furrer
Aquila
«Wir haben uns von einem klassischen Dienstleister zu einer vollständig integrierten Plattform entwickelt.»
Der Fintech-Anbieter Allocare integriert numas stärker in die Gruppe und benennt das Unternehmen, das sie 2021 erworben hat, in Allocare Data um. Peter Staub und Patrick Schellenberg erläutern die Gründe hinter diesem Schritt sowie die Veränderungen im Markt für Portfolio Management Systeme.
Was hat Sie zur stärkeren Integration bewogen und was heisst das für die Strategie der Allocare-Gruppe?
Wir erleben tagtäglich, wie sich unsere Kunden, die Vermögensverwalter, neu aufstellen. Die Digitalisierunghat eher zögerlichFahrt aufgenommen. In einem solchen Marktumfeld haben wir die Gunst der Stunde genutzt und die beiden Unternehmen stärker zusammengeführt. Als einer der grössten und ältesten Anbieter für Portfolio-Management-Systeme gilt es deshalb, hier ein klares Zeichen zu setzen. Wir bieten Software und Services rund um Daten (Schnittstellen, manuelle Dateneingabe, Kontrollen) sowie Software aus einer Hand an. Damit können wir jedes «target operating model», das unsere Kunden anstreben, abbilden. Bei dem Re-Branding geht es jedoch ganz klar um die Fokussierung und Stärkung der Marke «Allocare».
Stichwort Digitalisierung der Branche. Mir ist zu Ohren gekommen, dass selbst grössere Vermögensverwalter immer noch auf Excel-Files vertrauen. Was sagen Sie dazu?
Wir stellen fest, dass die Infrastruktur vermehrt ausgelagert wird – auch die Digitalisierung des Back Office durch elektronische Schnittstellen wird angestrebt. Bei den Businessfunktionalitäten/Prozesse sind viele UVVs (noch) relativ zögerlich. Man wartet auf die ersten Audits. Im Hinblick auf die Effizienzsteigerung, die derzeit von allen verlangt wird, führt kein Weg daran vorbei, ein integriertes System aufzubauen. Gleichwohl wissen wir um die Sorgen der UVV, dass gerade in Zeiten, in der die Finma-Registrierung Zeit und Geld gekostet hat, eine Software-Integration nicht zuoberst auf der Agenda war.
Wie sieht die Schnittstellenfrage aus, wie sieht es aus, wenn es um komplexe Portfolios geht mit illiquiden Werten?
Hier sind wir als Systemanbieter gefragt. Wir entwickeln ständig neue Schnittstellen, zusätzlich zu den bereits bei uns vorhandenen mehr als 50 zu Depotbanken. Dabei verarbeiten wir in der Allocare Data für unsere Kunden heute schon rund 400’000 Transaktionen im Jahr. Aber es ist klar: Es muss noch einiges getan werden. Wir erweitern unser Plattform-Angebot mit Allocare Cloud. Auch hier ist aber die Datenqualität entscheidend. Daten müssen stets pünktlich und korrekt zur Verfügung stehen.
Das Thema «Cloud» ist in Bezug auf die Skalierung des eigenen Angebots sehr wichtig. Wie sieht hier die Befindlichkeit der UVVs aus, und welche Erfahrungen haben Sie in Bezug auf die Finma und den regulatorischen Herausforderungen gemacht?
Das Thema «Cloud» bewegt. Die regulatorischen Herausforderungen sind aber im Moment (noch) nicht der Treiber, vielmehr erhofft man sich dadurch eine Reduzierung von Risiken und auch Kosten. UVVs streben in der Regel eine Lösung mit Datenhaltung/Datenmanagement in der Schweiz an, weil die Sorge gross ist, dass vertrauliche Kundendaten im Ausland zu wenig geschützt sind. Wir halten und verarbeiten deshalb Daten ausschliesslich in der Schweiz.
Wo stehen wir in Bezug auf die weitere Entwicklung von offenen Schnittstellen auf Seiten der Depot-Banken. Ist das für die Branche nach wie vor ein grosses Thema?
Offene Schnittstellen sind nach wie vor ein grosses Thema. Leider kommt die im Grundsatz gute Open Wealth-Initiative nur sehr schleppend voran. Wir entwickeln weiterhin bedarfsbezogen neue Depotbankschnittstellen (Transaktionen und Orders) und fokussieren sehr stark auf API-Anbindungen. Der Trend geht ganz eindeutig in diese Richtung: Einfacher und schneller Datenaustausch zwischen verschiedenen Systemen ist gefragt.
Peter Staub
Allocare
Peter Staub, CEO Allocare-Gruppe Peter Staub ist seit 2004 CEO der Allocare und als Miteigentümer VRP der Allocare-Gruppe, zu der auch Allocare Data gehört. Davor war er mehr als zehn Jahre im Management Consulting bei PwC tätig.
Patrick Schellenberg
Allocare Data
Patrick Schellenberg, CEO Allocare Data Patrick Schellenberg ist Gründer und CEO der Allocare Data und Miteigentümer der Allocare-Gruppe. Davor war er mehr als 15 Jahre bei der Aquila AG in diversen Funktionen tätig, zuletzt als COO.
Dr. Tatiana Agnesens
Prof. Dr. Manfred Stüttgen
« Eine präzise Bestandsaufnahme des KI-Einsatzes bei unabhängigen Vermögensverwaltern. »
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Vivien Jain, CEO von Aquila spricht über die Herausforderungen für die Unabhängigen Vermögensverwalter im neuen Jahr. Zentral ist dabei, dass nach der Regulierung der Fokus auf das Business gelegt werden kann. Ausserdem sieht sie Handlungsbedarf wenn es darum geht, den Generationenwechsel in der Kundschaft zu antizipieren.
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Iwan Deplazes, Leiter Asset Management der Zürcher Kantonalbank spricht im Interview über die Herausforderungen für institutionelle Anleger und Pensionskassen. Dazu gehören sowohl regulatorische Themen, demografische Fragen aber auch allgemeine Marktsituation.
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Telomere Capital präsentierte Anfang des Jahres einen neuen Website ins Netz. Die Agentur Swiss House of Brands war an der Umsetzung beteiligt. Ihre Ziele: der Kundenbeziehung mehr Fläche zu geben, sich einem breiten Publikum zu öffnen und das intern entwickelte Know-how voll zur Geltung zu bringen. Petra Kordosova erklärt die Logik dahinter genauer.
Welche Ziele verbanden Sie mit der Neugestaltung Ihrer Website?
Wir wollten natürlich, dass sie besser funktioniert, aber vor allem wollten wir sie stärker in unsere Kommunikationsstrategie einbinden. Es war wichtig, dass die Telomere-Website unsere Positionierung und unser Know-how widerspiegelt und die Lösungen, die wir anbieten, stärker hervorhebt. Es ist klar, dass das Digitale heute viele Möglichkeiten in diesem Bereich bietet.
Welchen Platz soll die Website dann in der Marketing- und Kommunikationsstrategie von Telomere einnehmen?
Einen viel wichtigeren Platz! Wir verfassen bereits viele Inhalte für unsere Kunden. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Marktanalysen, in denen unsere Expertise liegt, und Informationen über die Entwicklungen von Telomere. Wir möchten nun, dass diese Inhalte auf der Website stärker hervorgehoben werden.
Bisher hatten wir immer eine rege Kommunikation mit unseren Kunden. So wie wir es uns vorgestellt haben, soll die neue Website es uns ermöglichen, uns einem breiteren Publikum zu öffnen. Wir können unsere Kunden, aber auch Interessenten und Gleichgesinnten besser ansprechen. Wir möchten zusem, dass Telomere langfristig zu einer Referenz auf dem Markt für unabhängige Vermögensverwalter wird.
Intern haben wir strenge Prozesse eingeführt und Arbeitsmethoden entwickelt, die uns mehrere Auszeichnungen eingebracht haben. Wir haben Lust, diese Erfahrung mit anderen zu teilen. Wir sind davon überzeugt, dass es originelle und interessante Ideen gibt, die wir in der Art und Weise, wie wir unseren Beruf ausüben, aufgreifen können. Die Website soll eine Plattform dafür sein, eine Plattform, von der aus wir auch die Verbreitung unserer Inhalte über soziale Netzwerke sicherstellen können.
Wie sollen Sie die Kunden auf der neuen Website wahrnehmen?
Wir möchten unser Fachwissen, unsere Kompetenzen in der Vermögensverwaltung und unsere Family-Office-Dimension voll zur Geltung bringen. Für uns ist es wichtig, dass die Kunden verstehen, in welchen Bereichen wir ihnen einen hohen Mehrwert bieten können. Sie müssen auch wissen, dass wir mit ihnen in grösstmöglicher Transparenz zusammenarbeiten werden, unabhängig davon, wie sich die Finanzmärkte oder die Wirtschaft im Allgemeinen verhalten.
Welche Stärken möchten Sie hervorheben?
Unsere Professionalität, unsere Gründlichkeit und die Qualität der Prozesse, die wir sowohl in Bezug auf die Investitionen als auch auf die konzipierten Transaktionen eingeführt haben, um die Anforderungen der FINMA zu erfüllen. Wir haben uns sehr frühzeitig darauf vorbereitet. Wir waren übrigens einer der ersten Vermögensverwalter, die die Lizenz erhielten. W
as unsere Tätigkeit als Vermögensverwalter betrifft, so möchten wir die Finanzplanung und die Strukturierung des Vermögens in ihrer Gesamtheit hervorheben, wobei sowohl finanzielle Vermögenswerte als auch andere Werte einbezogen werden. Dies sind die wichtige Themen, auf die wir unser Angebot ausgerichtet haben, im Sinne eines Family Offices, bei dem wir die Rolle eines Co-Piloten für unsere Kunden übernehmen.
Wir legen auch einen Schwerpunkt auf die Ausbildung, da wir zwangsläufig für das Thema „Next Generation“ empfänglich sind. Wir bilden intern junge Mitarbeiter aus. Es liegt uns am Herzen, ihnen unser Know-how und unsere Werte zu vermitteln.
Wie war das Projektmanagement mit der Agentur Swiss House of Brands, die Sie mit der Neugestaltung beauftragt hatten?
Wir haben die Zusammenarbeit sehr genossen. Alles verlief so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Wir suchten nach einer Agentur, die genauso streng ist wie wir. Und wir haben sie in Swiss House of Brands gefunden. Chantal Baer und Marine Gruaz-Rebuffat haben das Projekt perfekt gemanagt. Darüber hinaus haben sie uns über die reine Neugestaltung der Website hinaus enorm viel zu allen Aspekten unserer Markenstrategie beigetragen. Wir fanden, dass dieser Ansatz für unabhängige Vermögensverwalter wie uns wirklich innovativ war.
Wir beabsichtigen übrigens, unsere Zusammenarbeit mit der Agentur auch bei anderen Projekten im digitalen Bereich fortzusetzen. Wir haben gemeinsam eine schöne Partnerschaft entwickelt.
Petra Kordosova
Telomere Capital
Petra Kordosova ist Finanzdirektorin und Leiterin des Risikomanagements bei Telomere Capital, einer unabhängigen Vermögensverwaltungsgesellschaft mit starker Family-Office-Komponente. Sie ist ausserdem Mitbegründerin des Unternehmens. Die Gründung von Telomere Capital geht auf das Jahr 2015 zurück. Bevor sie sich für dieses Unternehmensprojekt entschied, arbeitete Petra fast zehn Jahre lang für UBS Wealth Management in Genf als Kundenberaterin mit Schwerpunkt auf dem Schweizer Markt. Sie ist Absolventin des Institut Supérieur de Gestion et de Communication in Genf und hat zahlreiche Schulungen in Bereichen wie Compliance, Finanzverwaltung und Bankmanagement absolviert.
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Innovationskultur als Motor der US-Wirtschaft
Die Entwicklung der US-Märkte hängt von mehreren Variablen ab, aber es gibt einige eher strukturelle Faktoren, die sich langfristig als entscheidend erweisen. Nach Ansicht von Aman Kamel sind dies in erster Linie Unternehmertum, Risikobereitschaft und vor allem eine ausgeprägte Innovationsfreude.
Der S&P 500 hat in den vergangenen 10 Jahren ein annualisierten Performance von fast 11 % erreich (Stand Ende Dezember), beim Nasdaq-100 waren es fast 18 %. Damit bleibt der amerikanische Markt unübertroffen. Dahinter steckt ein Ökosystem das die USA zu einem der innovativsten Länder überhaupt gemacht hat und damit auch ein Modell für Leistung und Effizienz. Die USA sind nach wie vor die grösste wissenschaftliche und technologische Macht der Welt. Es ist die amerikanische Kultur, die das Unternehmertum und das Engagement der Universitäten in der angewandten Forschung fördert, die letztendlich einen positiven Kreislauf geschaffen hat. Darüber hinaus erleichtert die im Laufe der Zeit entstandene Nähe zwischen Unternehmen und Hochschulen die Interaktion und den Technologietransfer. Während ihres gesamten Studiums werden die Studenten dazu ermutigt, ihre Arbeiten in einer unternehmerischen Logik durchzuführen. Das Silicon Valley ist ein perfektes Beispiel für diese Denkweise. Um sich davon zu überzeugen, genügt ein Blick nach Stanford. Mehrere Tech-Giganten wie Google oder HP wurden auf dem dortigen Campus gegründet. Natürlich sind auch das MIT und Harvard nicht zu unterschätzen.
Um diese Basis zu vervollständigen, ist auch die Art und Weise, wie diese unternehmerische Projekte finanziert wurden, zu einer der Hauptstärken dieser Wirtschaft geworden. Die USA sind in der Lage, massenhaft Start-ups hervorzubringen, da spezialisierte Fonds die Kunst beherrschen, den Start und die Entwicklung solcher Jungunternehmen zu finanzieren. Bis 2022 haben diese Start-ups, die vor allem im Small & Mid Segment vertreten sind, über 200 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Das ist weit über der Summe, die in Asien und Europa bereitgestellt wird.
Ein Teil des so bereitgestellten Kapitals stammt zunehmend von grossen globalen Konzernen ab, die die Kontrolle über aufstrebende Technologien behalten, und die langfristig Werte schaffen wollen. Viele dieser Grosskonzerne haben sich in den letzten Jahren durch externes Wachstum verstärkt, indem sie eine Rekordzahl mittelständischer Unternehmen aufkauften. So kam es im Jahr 2023 zu einigen attraktiven Transaktionen. Amazon übernahm de One Medical für 3,8 Milliarden US-Dollar, IBM will mit der Übernahme von Apptio für 4,6 Milliarden seine Entwicklung in der Hybrid-Cloud und der KI vorantreiben, Cisco wiederum will sich im Bereich Cybersicherheit verstärken und hat für die Übernahme von Splunk nicht weniger als 28 Milliarden hingeblättert. Ganz nebenbei sichern sich diese Giganten mit der Übernahme dieser Unternehmen grosse Talentreservoirs.
US-amerikanischen Unternehmen sind sich demnach seit jeher bewusst, dass Innovation ein wichtiger Wachstumsfaktor ist, der hohe Investitionen rechtfertigt, da er langfristigen Werte schafft. 2022 wird das Budget für Forschung und Entwicklung in den USA rund 600 Milliarden US-Dollar betragen. Wenn dies eine olympische Disziplin wäre, würden die USA zahlreiche Medaillen sammeln. Im gleichen Jahr wurden in den USA 70.000 Patente angemeldet. Der Aufstieg der Künstlichen Intelligenz ist ein perfektes Beispiel für die Entwicklung, die die Amerikaner zu Hause gelernt haben, neuen Technologien zu fördern.
Historisch gesehen hat die US-Regierung stets grosse industriepolitische Programme in Form von öffentlich-privaten Partnerschaften unterstützt. Sie waren von entscheidender Bedeutung, um die Wettbewerbsfähigkeit der USA im letzten Jahrhundert zu festigen. Heute setzen das IIJA 550 Milliarden über zehn Jahre ein, bei CHIPS sind es 200 Milliarden über fünf Jahre und beim IRA 369 Milliarden über zehn Jahre hinweg. Diese Programme ziehen private Investitionen an und beschleunigen Innovationen, um so die Leistungsfähigkeit der US-Wirtschaft in einigen Schlüsselsektoren zu stärken. Dies gilt beispielsweise für die Bereiche Halbleiter und erneuerbare Energien. De facto haben diese Zuflüsse dazu beigetragen, dass die Ausgaben für die Bildung erhöht wurden, um qualifizierte Arbeitskräfte in den sich verändernden Industrien zu sichern. Es ist klar, dass die derzeitigen Bewertungen an den US-Märkten für einige Unternehmen hoch erscheinen können. Dies gilt insbesondere für Apple, Amazon und Tesla. Aber man darf nie aus den Augen verlieren, dass Dynamik und Wertschöpfung zwangsläufig mit einer Prämie einhergehen, einem Kostenfaktor, der sich an den künftigen Gewinne orientiert.
Aman Kamel
Trillium
Aman Kamel trat 2022 dem Managementteam von Trillium bei, um insbesondere den Manavest Swiss Equity Fund unter seine Verantwortung zu nehmen. Zuvor war er über 13 Jahre lang als Analyst und Fondsmanager für die Synchrony-Reihe der BCGE auf dem Schweizer und US-Markt tätig. Aman verfügt über ein Diplom in Vermögensverwaltung und eine Zertifizierung in nachhaltiger Finanzwirtschaft des Institut Supérieur de Formation Bancaire (ISFB).