Regulierung

EAM-Lösungen

  • FINMA -Bewilligungen
  • Von andreas Schaffner
  • SPHERE

1254 Bewilligungen an Vermögensverwalter und Trustees erteilt.

1699 Bewilligungsgesuche sind Ende 2022 eingereicht worden, 2023 kamen 78 Gesuche hinzu. Per Ende Februar wurden 1254 Bewilligungen erteilt, 1246 sind gingen an reine Vermögensverwalter, 76 Trustees, 8 sind sowohl als Vermögensverwalter als auch Trustees.

Die jüngsten Zahlen zum Bewilligungsverfahren für Vermögensverwalter und Trustees erlauben eine neue Bilanz. Per Ende 2022 waren die entsprechenden Institute gemäss Fidleg und Finig verpflichtet, sich registrieren zu lassen. Ende 2022 wurden 1699 Bewilligungsgesuchen für Vermögensverwalter und Trustees eingereicht. 2023 sind weitere 78 Gesuche hinzugekommen. Per Ende 2023 wurden gemäss Finma 1149 Institute bewilligt. Laut neusten Zahlen waren es Ende Februar 1254 – darunter 1246 Vermögensverwalter, 76 Trustees und 7 Institute, die sowohl als Vermögensverwalter als auch als Trustees tätig sind. Per 31. Dezember 2023 wurden von den bis Ende 2022 eingegangenen 1699 Bewilligungsgesuchen 63 zurückgezogen.

Interessant sind die Ausführung der Finma in ihrer Aufsichtsmitteilung 01/2024 von Anfang Februar in Bezug auf die Grösse der bewilligten Unternehmen und deren Struktur: Bei der Mehrheit der bewilligten Vermögensverwalter und Trustees handelt es sich um Kleinstunternehmen in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft mit weniger als drei Vollzeitstellen. Insgesamt verwalteten die Institute einen Gesamtbetrag von 216 Milliarden Franken. Zudem haben mehr als die Hälfte der Vermögensverwalter und Trustees Compliance- und Riskmanagement-Funktionen ausgelagert. Die Finma weist darauf hin, dass die entsprechenden Outsourcing-Partner nicht direkt überwacht werden. Sie sieht es jedoch als ihre Aufgabe an, die Organisation der bewilligungspflichtigen Institute zu beurteilen. Und dies umfasse auch die Auslagerung und die Delegation an externe Partner.

Auf zu den Kosten des Verfahrens, welche durch die Institute getragen werden müssen, gibt es Zahlen: Durchschnittlich stellte die FINMA pro Bewilligungsverfahren Gebühren von 6’411 Franken in Rechnung.

EAM-Lösungen
Fülle

Fülle

Jürg Furrer
Aquila
«Wir haben uns von einem klassischen Dienstleister zu einer vollständig integrierten Plattform entwickelt.»

EAM-Lösungen
Fülle

Fülle

Jürg Furrer
Aquila
«Wir haben uns von einem klassischen Dienstleister zu einer vollständig integrierten Plattform entwickelt.»

Sphere

The Swiss Financial Arena

Seit der Gründung im Jahr 2016 unterstützt und vernetzt SPHERE die Community der Schweizer Finanzbranche. SPHERE ermöglicht den Austausch, sei es mit dem vierteljährlich erscheinenden Magazin, den beiden Sonderausgaben für institutionelle Anleger, der Website, den Newsletter und den Veranstaltungen, die das ganze Jahr hindurch durchgeführt werden. Toutes les parties prenantes de la finance, l’un des plus importants secteurs économiques de Suisse, ont ainsi à leur disposition une plateforme où il leur est possible d’échanger, de s’informer et de progresser.

Rue Barton 7
Case postale 1806
CH-1211 Genève 1

P +41 22 566 17 31

© 2023 Sphere Magazine

Website erstellt von Swiss House of Brands

Marketplace

  • Interview mit Adrian Schatzmann
  • Chief Executive Officer
  • Asset Management Association Switzerland

„Asset Manager stehen in der Verantwortung das Kapital nachhaltig und wirksam einzusetzen“

Das Schweizer Asset Management hatte 2023 Rückenwind: Als Produktionsstandort für Asset Management ist die Schweiz nun auf den 3. Rang in Europa aufgerückt – nach Grossbritannien und Frankreich – und neu vor Deutschland. Für Adrian Schatzmann geht es nun darum, dass die Schweizer Produzenten ihre starke Position verteidigen können – sowohl im Inland als auch im Ausland – etwa durch einen verbesserten Zugang zum EU-Markt.

Wie hat sich die Asset-Management-Industrie 2023 entwickelt?

Wir sind sehr erfolgreich unterwegs: Die gesamten verwalteten Vermögen stiegen um rund 5 Prozent auf über CHF 3 Billionen an, unterstützt durch die Marktperformance. Der markante Markteinbruch aus dem Jahr 2022 wurde demnach zu einem guten Teil wieder wettgemacht. Im Fondsmarkt flossen Netto-Neugelder in der Höhe von CHF 5.8 Milliarden in erster Linie in Geldmarktfonds. Anlegerinnen und Anleger legten trotz zuletzt starken Börsen ihre Risikoaversion nicht ab.

Was sind die wichtigsten Trends 2024, die sich jetzt schon abzeichnen?

Wir sehen zwei grosse Trends: Erstens, die fortschreitende Technologisierung der Asset Management-Industrie, beispielweise durch den Einsatz der Blockchain bei der Tokenisierung des Anlageuniversums wie auch der Tokenisierung des Fonds. Oder auch durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Portfoliomanagement, in der Asset Allocation und im Riskmanagement.

Der zweite grosse Trend ist nach wie vor Nachhaltigkeit: Asset Manager stehen in der Verantwortung das Kapital von Anlegerinnen und Anlegern nachhaltig und wirksam einzusetzen. Wirksam heisst: Neben einer finanziellen Rendite sollen nachhaltige Anlageprodukte auch eine messbare ökologische oder soziale Rendite erzielen. Dies stellt Asset Manager vor Herausforderungen, sei es im Bereich Datenerhebung, Benchmarking oder wenn es um Dokumentationspflichten geht. Als aktive Aktionäre wollen wir jedoch auch Nachhaltigkeits- und Klimaziele im Dialog mit Unternehmen einfordern.

Die AMAS hat aus diesem Grund im Herbst 2023 zusammen mit Swiss Sustainable Finance den «Swiss Stewardship Code» veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine Leitlinie für Asset Manager, Asset Owner und Finanzdienstleister zur Förderung der aktiven Ausübung von Aktionärsrechten durch Schweizer Investoren. Asset Manager sind also gefordert, ihre Verantwortung als aktive Aktionäre stärker wahrzunehmen.

Bleiben wir zunächst auf der politischen Ebene: Was tut sich hier und wie steht die AMAS zur Forderung nach dem EU-Zugang?

Das Ende Dezember 2023 beschlossene Finanzdienstleistungsabkommen zwischen der Schweiz und UK erachtet die AMAS als zukunftsweisendes Model, denn es folgt einem marktliberalen Ansatz, der die länderspezifischen Regeln anerkennt, ohne dass die Regeln zuerst harmonisiert und vereinheitlicht werden müssen. Der grenzüberschreitende Marktzugang in die EU ist und bleibt eine zentrale Forderung der AMAS und des Schweizer Finanzplatzes. Die Exportfähigkeit unserer Dienstleistungen ist elementar für die Branche und den Standort. Allerdings sehen wir hier noch zu wenig politischen Willen – auch seitens der Schweiz.

Zurück zu den Trends: Welche Entwicklungen zeichnen sich im Bereich nachhaltige Anlagen ab?

Die weltweite Dynamik im Bereich von nachhaltigen Anlagen, zum Beispiel in Definitionsfragen oder bei der Messung der Wirksamkeit von Produkten ist weiterhin sehr hoch. Politik, NGO und Regulatoren formulieren klare Erwartungen an die Asset Management Branche. So hat der Bundesrat eine Vorlage zur Bekämpfung von «Greenwashing» angekündigt. Die AMAS ist hingegen überzeugt, dass die im Herbst 2023 in Kraft getretene «Selbstregulierung zu Transparenz und Offenlegung bei Kollektivvermögen mit Nachhaltigkeitsbezug» derzeit das bessere und effektivere Instrument ist, um «Greenwashing» zu vermeiden und um die Position der Schweiz als führenden Standort für nachhaltige Finanzen zu festigen. Angesichts der hohen Dynamik in diesem Bereich läuft eine nationale Regulierung Gefahr, beim Inkrafttreten bereits wieder veraltet zu sein. Kommt hinzu, dass die Schweiz die Tendenz hat, gegenüber internationalen Regulierungen weitere Verschärfungen einzuführen. Die AMAS würde sich gegen einen solchen «Swiss Finish» in einer «Greenwashing»-Regulierung zur Wehr setzen, weil zahlreiche ihrer Mitglieder im EU-Raum tätig sind. Sie müssten zwei abweichende Regulierungen berücksichtigen, was zu steigender Komplexität und höheren Kosten führen würde. Dies wäre dem Anspruch hinderlich, ein führender Hub für nachhaltige Finanzen zu sein.

Adrian Schatzmann

Asset Management Association Switzerland

Adrian Schatzmann ist seit Januar 2021 CEO der Asset Management Association Switzerland AMAS. Er ist zusätzlich Vorstandsmitglied bei der European Fund and Asset Management Association sowie Mitglied des Verwaltungsrats der Swiss Fund Data. Davor war er in verschiedenen beratenden Funktionen tätig, unter anderem bei der Schweizerischen Bankiervereinigung SBVg und war Gründer und Geschäftsführer der Clear Minds Investment. Adrian Schatzmann arbeitete über 20 Jahre bei der UBS in der Schweiz und in Asien, unter anderem als Leiter des globalen Vertriebs von Anlagefonds und ETFs. Adrian Schatzmann hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität St. Gallen studiert.

 

    Sie werden auch mögen

    LEADERS
    Abstimmung

    Abstimmung

    Kim-Andrée Potvin
    Bank Bonhôte
    « Die Herausforderung besteht darin, künstliche Intelligenz und menschliche Intelligenz sinnvoll zusammenzubringen. »

    LEADERS
    SPBIX

    SPBIX

    Sylvia Demeyrier
    Banque Heritage
    « Eine starke Marke setzt sich durch ihre Stimmigkeit durch und entsteht geduldig über die Zeit. »

    EAM-Lösungen
    Fülle

    Fülle

    Jürg Furrer
    Aquila
    «Wir haben uns von einem klassischen Dienstleister zu einer vollständig integrierten Plattform entwickelt.»

    Sphere

    The Swiss Financial Arena

    Seit der Gründung im Jahr 2016 unterstützt und vernetzt SPHERE die Community der Schweizer Finanzbranche. SPHERE ermöglicht den Austausch, sei es mit dem vierteljährlich erscheinenden Magazin, den beiden Sonderausgaben für institutionelle Anleger, der Website, den Newsletter und den Veranstaltungen, die das ganze Jahr hindurch durchgeführt werden. Toutes les parties prenantes de la finance, l’un des plus importants secteurs économiques de Suisse, ont ainsi à leur disposition une plateforme où il leur est possible d’échanger, de s’informer et de progresser.

    Rue Barton 7
    Case postale 1806
    CH-1211 Genève 1

    P +41 22 566 17 31

    © 2023 Sphere Magazine

    Website erstellt von Swiss House of Brands

    Kryptos

    Investment Lösungen

    • Samir Kerbage
    • Chief Investment Officer
    • Hashdex

    Einführung von Bitcoin-ETFs: Die ersten Lektionen nach einem Monat

    Bitcoin-ETFs konnten bereits kurz nach ihrer Einführung in den USA fast vierzig Milliarden Dollar einsammeln. Diese Leistung ist beachtlich und eröffnet attraktive Perspektiven für eine Anlageklasse, die sich langfristig entwickeln wird, wie Samir Kerbage erklärt.

    -

    Die Einführung von Bitcoin-Spot-ETFs in den USA war ein entscheidender Moment für die Kryptowelt. Die Produkte eröffnen Anlegern aller Art einen Markt im Wert von 50 Billionen US-Dollar. Sie haben nun Zugang zu Bitcoin in der vielleicht vertrauteren Form eines ETFs. Es hat zehn Jahre gedauert, um an diesen Punkt zu gelangen. Es war ein langer Weg, und in den Monaten vor den Genehmigungen im Januar häuften sich die Fragen, welche Auswirkungen diese ETFs haben könnten. Einen Monat später sieht man klarer, wobei man sich auf drei Hauptfragen konzentriert.

    Was waren die unmittelbaren Auswirkungen der ETFs?

    In den Monaten und Wochen vor der Einführung der Bitcoin-ETFs gab es eine enorme Aufregung. Ihre Veröffentlichung am 11. Januar ging jedoch mit einem kurzzeitigen Preisrückgang einher, der hauptsächlich auf GBTC, den in ETFs umgewandelten Bitcoin-Trust von Grayscale, zurückzuführen war. Zu diesem Zeitpunkt hielt GBTC Bitcoins im Wert von etwa 30 Milliarden US-Dollar, hatte aber keine Rückkaufoptionen. Dies führte zu einem erheblichen Abschlag auf den Nettoinventarwert. In Erwartung einer Umwandlung von Trusts in ETFs kauften viele Händler GBTC-Aktien zu einem reduzierten Preis. Die genehmigte Umwandlung löste Rückkäufe von GBTC aus, während kurzfristige Händler ihre Positionen schlossen und langfristige Anleger aus dem Produkt ausstiegen. Trotz der Zuflüsse in andere ETFs bestand der Nettoeffekt in einem erheblichen Verkauf von Bitcoins und damit einem Preisrückgang. Die GBTC-Rückkäufe verlangsamten sich daraufhin, während die Investitionen in andere ETFs anstiegen, was zu positiven Nettozuflüssen führte. Im vergangenen Monat verzeichneten Bitcoin-ETFs Nettozuflüsse von mehr als 3,2 Milliarden US-Dollar und der Bitcoin-Preis stieg um mehr als 27%.

    Wo stehen wir derzeit?

    Obwohl die Höhe dieser neuen Zuflüsse angesichts der Nachfrage nicht überraschend ist, hat der erste Monat die Erwartungen übertroffen. Da es sich um eine völlig neue Art von ETF handelt, sind direkte Vergleiche mit anderen Anlageklassen schwierig. Aber die stärkste Anlagethese, die für Bitcoin derzeit vorherrscht – die eines aufstrebenden Wertspeichers oder digitalen Goldes – ermöglicht einen vernünftigen Vergleich zwischen Bitcoin-ETFs und Gold-ETFs. Ein Bericht von Coinbase Institutional stellte fest, dass die Nettozuflüsse für Bitcoin-ETFs in ihrem ersten Monat die Nettozuflüsse für den ETF SPDR Gold Shares (GLD) von State Street in seinem ersten Monat übertrafen – eine der erfolgreichsten ETF-Einführungen aller Zeiten.

    Wenn man diese Zahlen allein liest, wird der Erfolg von Bitcoin-ETFs in den USA deutlich. Noch wichtiger als diese Zahlen ist jedoch, was diese neuen Zuflüsse für die Zukunft von Bitcoin als Anlageobjekt bedeuten. Es sieht ganz so aus, als hätten diese ETFs den Platz von Bitcoin in den Portfolios gefestigt, der mit der Zeit sicherlich noch wachsen wird. Wir befinden uns jedoch noch in der Anfangsphase. Die Anleger müssen noch viel über diese Anlageklasse lernen, und ihre Bitcoin-Allokation wird sich langfristig über Monate und Jahre hinweg herausbilden.

    Was sagt uns der letzte Monat über die Zukunft von Bitcoin-ETFs?

    Bitcoin ist wieder auf eine Bewertung von fast 1’000 Milliarden US-Dollar zurückgekehrt. Obwohl es immer noch Faktoren geben kann, die zu Abflüssen insbesondere aus GBTCs beitragen, wie beispielsweise im Zusammenhang mit dem Konkurs von Genesis, sehen wir keine strukturellen Anzeichen für eine mögliche Verlangsamung der Nachfrage. Die 37 Milliarden US-Dollar, die bereits in Bitcoin-ETS investiert sind, deuten darauf hin, dass ihre Bestände bald die der Gold-ETFs übersteigen könnten, die derzeit auf rund 100 Milliarden US-Dollar geschätzt werden. Nach einem stürmischen Jahr 2022 und einem Jahr der Erholung 2023 bietet die erfolgreich inszenierte Institutionalisierung der Kryptowährungen der gesamten Branche grosse Chancen.

    Samir Kerbage

    Hashdex

    Samir Kerbage ist Chief Investment Officer von Hashdex. Fast zehn Jahre lang hat er am Aufbau von Infrastrukturen für die Finanzmärkte gearbeitet. So war er beispielsweise an Grossprojekten wie dem ATS Brasil bei der Americas Trading Group und dem Start eines Unternehmens für Hochfrequenzhandel beteiligt. Samir Kerbage, hat einen Abschluss in Computertechnik vom Instituto Militar de Engenharia, Brasilien.

    EAM-Services

    • Interview mit David Saliné
    • Globaler Leiter des EAM-Geschäfts
    • Indosuez Wealth management

    „Die Branche steht vor wichtigen regulatorischen und digitalen Herausforderungen“

    David Saliné leitet neu von Genf aus das weltweite Geschäft von Indosuez Wealth Management im Bereich der Vermögensverwalter. Die Ernennung unterstreicht die Bedeutung, welche die Gruppe diesem wachsenden Kundensegment beimisst.

    Sie leiten den Bereich Vermögensverwalter der Indosuez Wealth Management Group auf globaler Ebene. Was sind die wichtigsten Zahlen? Wie viele unabhängige Vermögensverwalter gibt es, wie hoch ist etwa das verwaltete Vermögen?

    Der Bereich Vermögensverwalter mit rund 60 Mitarbeitern ist in den 10 Märkten der Indosuez-Gruppe vertreten. Diese weltweite Aufstellung ermöglicht es uns, ein einheitliches und koordiniertes Modell anzubieten, um den anspruchsvollen Bedürfnissen dieser für die Gruppe wichtigen Kundengruppe gerecht zu werden, insbesondere in Bezug auf Finanzierungen, Privatmärkte oder strukturierte Produkte. Unser Angebot ist speziell auch auf die Erwartungen unserer Kunden in den verschiedenen Rechtsordnungen, in denen wir tätig sind, zugeschnitten.

    Gibt es Ihrer Meinung nach weltweit Trends im Bereich der unabhängigen Vermögensverwalter?

    Unabhängige Vermögensverwalter sind ein wichtiger Teil des Wealth Managements. Dies gilt für den historisch starken Markt der Schweiz, aber auch für Märkte, in denen das Modell erst in jüngerer Zeit entstanden ist, wie der Nahe Osten oder Asien, die Gebiete mit starkem Wirtschaftswachstum sind. Dies ist ein zukunftsträchtiger und strategischer Markt für Indosuez. Der Sektor wird in den letzten Jahren auch von wichtigen regulatorischen Herausforderungen und der Digitalisierung angetrieben. Die unabhängigen Vermögensverwalter wünschen sich zu Recht, dass der Kunde im Zentrum bleibt, und daran arbeiten wir.

    Welche Prioritäten haben Sie sich als Leiter dieses Bereichs gesetzt? In erster Linie arbeiten wir mit unseren Partnern zusammen, um für unsere Kunden einen Mehrwert zu schaffen. Wir sind eine solide Universalbank mit starken regionalen Fachkenntnissen. Ich möchte die Tiefe des Angebots von Indosuez für unabhängige Vermögensverwalter anbieten, eine Referenz werden für das bestehende Multibooking-Angebot und damit ein Wachstum ermöglichen, das beiden Seiten Vorteile bringt.

    Was den Schweizer Markt betrifft, wie wollen Sie Ihr Angebot weiterentwickeln? Ich übernehme hier in Genf die Leitung eines erfahrenen Teams, welches ein Portfolio von unabhängigen Vermögensverwaltern mit Sitz in der Schweiz und in den wichtigsten Finanzzentren betreut die eine internationale Kundschaft aufweisen. Unser Angebot ist sehr breit gefächert und wird sich sowohl bei den Produkten als auch bei den Dienstleistungen noch weiterentwickeln, wobei der Fokus weiterhin auf den Interessen der Kunden liegt. Wir haben gerade ein Team für Drittmanager in unserer Niederlassung in Dubai eingerichtet.

    David Saliné

    Indosuez Wealth Management

    David Saliné begann seine Karriere bei der CIC und der Fortis Bank als Relationship Manager für den Mid-Cap-Markt. Anschliessend wechselte er 2002 in die interne Revisionsabteilung der Société Générale in Luxemburg und wurde 2007 zum stellvertretenden Leiter der Revisionsabteilung für Société Générale Private Banking in Paris ernannt. Im Jahr 2015 wurde er Leiter External Asset Managers der Société Générale für die Schweiz, eine Abdeckung, die 2019 auf Monaco und Luxemburg ausgeweitet wurde. Im Jahr 2020 übernahm er die Leitung des Bereichs Private Banking der Société Générale Private Banking in der Schweiz. David Saliné hat einen Master in Finanzwesen von der Inseec Business School und einen Master in Wirtschaftsrecht und Steuern von der Universität Bordeaux.

      Sie werden auch mögen

      LEADERS
      Abstimmung

      Abstimmung

      Kim-Andrée Potvin
      Bank Bonhôte
      « Die Herausforderung besteht darin, künstliche Intelligenz und menschliche Intelligenz sinnvoll zusammenzubringen. »

      LEADERS
      SPBIX

      SPBIX

      Sylvia Demeyrier
      Banque Heritage
      « Eine starke Marke setzt sich durch ihre Stimmigkeit durch und entsteht geduldig über die Zeit. »

      EAM-Lösungen
      Fülle

      Fülle

      Jürg Furrer
      Aquila
      «Wir haben uns von einem klassischen Dienstleister zu einer vollständig integrierten Plattform entwickelt.»

      Sphere

      The Swiss Financial Arena

      Seit der Gründung im Jahr 2016 unterstützt und vernetzt SPHERE die Community der Schweizer Finanzbranche. SPHERE ermöglicht den Austausch, sei es mit dem vierteljährlich erscheinenden Magazin, den beiden Sonderausgaben für institutionelle Anleger, der Website, den Newsletter und den Veranstaltungen, die das ganze Jahr hindurch durchgeführt werden. Toutes les parties prenantes de la finance, l’un des plus importants secteurs économiques de Suisse, ont ainsi à leur disposition une plateforme où il leur est possible d’échanger, de s’informer et de progresser.

      Rue Barton 7
      Case postale 1806
      CH-1211 Genève 1

      P +41 22 566 17 31

      © 2023 Sphere Magazine

      Website erstellt von Swiss House of Brands

      Belastung

      Investment Lösungen

      • Corrado Varisco
      • Leiter Research
      • bridport & cie

      Höhere Zinssätze erhöhen die Last der Staatsverschuldung

      Im Vergleich zum BIP erreicht die weltweite Staatsverschuldung beispiellose Höhen, und dieser Aufwärtstrend scheint unaufhaltsam zu sein. Das neue Zinsumfeld macht die Situation komplizierter, wie Corrado Varisco betont.

      -

      In der Vergangenheit war es fast ein „Verbot“, ein hohes Verschuldungsniveau im Verhältnis zum BIP zu haben. Heute scheint dieses Tabu Heute scheint dieses Tabu nicht mehr relevant zu sein. Aber ist es nach wie vor gerechtfertigt?

      Der Grossteil der Staatsschulden liegt auf einem historischen Höchststand und aufgrund mehrerer langfristigen Trends werden die Schulden voraussichtlich noch weiter ansteigen. Traditionelle Verbote hoher Schuldenquoten scheinen nur noch für Länder zu gelten, die sich nicht ohne weiteres refinanzieren können. Aus diesem Grund könnte etwa Japan die hohe Quote von 250 % des BIP beibehalten und die USA könnten 150 % überschreiten. Doch wann hört diese Spirale auf? Dies ist nicht einfach zu beantworten, auch wenn die langfristigen Risiken eindeutig bestehen.

      In Zeiten niedriger Inflation und reichlich Liquidität war die Situation erträglich. Die neue Realität hat die Ausgangslage verändert und die Kapitalmobilisierung noch dringlicher gemacht. Dieser Prozess führt zu dem zu einer Polarisierung zwischen Ländern, die leicht weiterhin Schulden aufnehmen und sich refinanzieren können, und denjenigen, die dies nicht oder nur schwer tun können.

      Kommt hinzu, dass bei denjenigen Volkswirtschaften, die das globale Wirtschaftswachstum in den letzten zehn Jahren angeheizt haben (USA, EU und China), die Verschuldung aufgrund mehrerer Faktoren, wie Bevölkerungsalterung und Rückgang der Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter, weiter wachsen wird. Dies erhöht die Kosten für Renten und die Gesundheitsversorgung. Hinzu kommt die „grüne Revolution“, deren Umsetzung enormes Kapital erfordern wird. Auch der Verteidigungs- und Sicherheitssektor wird angesichts der jüngsten geopolitischen Ereignisse, der zunehmenden Migrationsströme und des sozialen Ungehorsams erhebliche Investitionen benötigen.

      Nehmen Sie das Beispiel Frankreich: Dessen Bonität wurde im vergangenen Jahr herabgestuft, nachdem die Regierung Schwierigkeiten hatte, das Rentenalter auf 64 Jahre anzuheben. Die Realität ist, dass selbst ein Anstieg der Kreditkosten um einen einzigen Prozentpunkt über ein Jahrzehnt hinweg enorme kumulative Auswirkungen hat.

      Oder die USA: Die Staatsverschuldung der USA hat die schwindelerregende Höhe von 34 Billionen US-Dollar überschritten und wächst rasant um fast 3 Billionen US-Dollar pro Jahr. Die jährlichen Zinszahlungen für diese Schulden übersteigen schon die 1-Billion-US-Dollar-Marke. Diese Zahlungen werden in den nächsten 12 bis 18 Monaten voraussichtlich auf 1,3 Billionen US-Dollar steigen. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, wird die Schuldenspirale nur noch besorgniserregend ansteigen. Auf politischer Ebene besteht kein wirklicher Wille, diese Probleme strukturell anzugehen.

      Viele traditionelle Mechanismen, die zur Schuldenflucht eingesetzt wurden (wie das Wirtschaftswachstum über den Welthandel), können nicht mehr als selbstverständlich erachtet werden. Besonders problematisch ist dies für schwächere Schwellenländer. Darüber hinaus würde die Steigerung des Wirtschaftswachstumspotenzials die Verabschiedung von Reformen erfordern, die sich als politisch kostspielig erweisen würden. Einige Länder könnten dann versucht sein, die Inflation „laufen“ zu lassen, um die Höhe ihrer Schulden zu schmälern. Die Hauptursachen, die zu diesem Anstieg geführt haben, würden jedoch dadurch nicht gelöst.

      Abschliessend lässt sich sagen, dass die Zukunft nicht die rosigste zu sein scheint… Wir erwarten einen weiteren Anstieg der Staatsverschuldung, getrieben von den entwickelten Ländern, die sich im Gegensatz zu den Schwellenländern über die Märkte finanzieren. Es wird einen starken Wettbewerb um die Liquidität auf Seiten der Anleger geben, was die Notwendigkeit dauerhaft positiver und hoher Realzinsen mit sich bringt. Das Ausfallrisiko wird insgesamt höher sein, ebenso wie die Forderung nach Renditen angesichts der grösseren Risiken und der verstärkten Konkurrenz um Kapital. Die am stärksten gefährdeten Länder sollten Investitionen in Bildung, nachhaltige Energiewende und Gesundheitsversorgung priorisieren um das Wirtschaftswachstum langfristig anzukurbeln. Dazu gehören auch Industrieländer mit hohem Verschuldungsniveau, deren Schuldendienst einen erheblichen Teil des öffentlichen Haushalts ausmacht.

      Corrado Varisco

      bridport & cie

      Corrado Varisco bekleidet seit letztem Jahr die Position des Head of Research bei bridport & cie. Varisco verfügt über mehr als zwanzig Jahre Erfahrung an den Anleihemärkten mit Schwerpunkt auf hochverzinslichen Anleihen und Schwellenländeranleihen. Er begann seine berufliche Laufbahn 2021 bei der BSI Bank in Lugano als Analyst. Später wurde er Co-Leiter des dezentralisierten Portfoliomanagements für das Lateinamerika-Team von BSI. Im Jahr 2011 wechselte Varisco zur CBH Bank in Genf, wo er als Leiter des Angebots und der Analyse von Anleihen tätig war. Dort war er auch als Portfoliomanager tätig.